Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 23-22660
Grunddaten
- Betreff:
-
Veloroute Schöppenstedter Turm - Kompensation von Anwohnerparkplätzen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Gruppe Direkte Demokraten im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben
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zur Beantwortung
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06.12.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Als Gruppe „Direkte Demokraten“ erreichte uns eine E-Mail eines Braunschweiger Bürgers zur geplanten Veloroute an der Helmstedter Straße. Er schreibt:
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„Zunächst – ich begrüße es, den Radverkehr in Braunschweig zu stärken und sicherer zu machen. Ich bin selbst als Radfahrer täglich auf diesem Straßenabschnitt unterwegs.
Nach der Infoveranstaltung am 15.11. in der VW-Halle möchte ich allerdings Anmerkungen zu den Planungen machen:
1. Als direkt Anwohnende ist unsere Familie von dem völligen Wegfall der Parkmöglichkeiten betroffen. Die Bevorzugung des Radverkehrs kann ich teilen, auch die Absicht Pendler und Kurzzeitparker aus diesem Bereich fernzuhalten – ob das Praxen, Gewerbetreibenden und z.B. der häuslichen Pflege zuträglich ist, haben Sie sicherlich erhoben.
Allerdings wird es ein „gemachtes Parkproblem“ für Anwohner geben. Eine Zählung, die ergeben hat, dass an einem Sonntag um 6.00 in der Frühe schon die Zahl der benötigten Plätze im Radius von 300 m nicht ausreicht, weist nachdrücklich darauf hin, dass dieses Problem während der Woche für Anwohner noch sehr viel gravierender sein wird. Es gibt in der Hochstraße zwei Schulen mit einem Einzugsbereich weit über Braunschweig hinaus. Der vorhandene Platz in den Seitenstraßen, auf den verwiesen wurde, reicht schon jetzt während der Woche nicht aus.
Ein Parkplatzbedarf besteht für Anwohner dauerhaft, nicht nur sonntags früh um 6.00 Uhr. In der Infoveranstaltung wurde zur Abhilfe auch das Einrichten von Anwohnerparkmöglichkeiten an anderer Stelle aufgeführt. Das sei allerdings keine planerische, sondern eine politische Frage. Ich bitte Sie in Betracht zu ziehen, solche Möglichkeiten in der direkten Umgebung einzurichten z.B. im Bereich zwischen Kastanienallee und Husarenstraße und Parkstraße bis Am Wasserturm. Oder es gibt die Möglichkeit, den Bewohnern der Helmstedter Straße (1 – 7) Anwohnerparken in der direkten Umgebung westlich der Helmstedter Straße einzuräumen. Für die Anwohnenden der anderen Straßenseite besteht bereits diese Möglichkeit. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass im Bereich der Helmstedter Straße 1-7 kein Grundstück über die Möglichkeit verfügt, durch bauliche Veränderungen Zufahrten zu den Grundstücken zu schaffen.
Die Heranziehung zur Finanzierung der Straßenerneuerung gepaart mit einer deutlichen Verschlechterung für die Parkmöglichkeiten der Anwohner ist nicht erfreulich.
2. Zur Steigerung der Verkehrssicherheit für alle Beteiligten wäre eine Fortsetzung der „Tempo 30“ Regelung, die bisher an der Einmündung der Helmstedter Straße in die Kastanienallee endet, bis zum Bohlweg sehr sinnvoll.
3. Wenn ich die Ausführungen zum Kreuzungsbereich Helmstedter Straße / Adolfstraße / Parkstraße richtig verstanden habe, ist dort der Zebrastreifen, der eine bevorrechtigte Querung der Straße zulässt, nicht mehr vorgesehen. Es soll noch eine Aufenthaltsmöglichkeit in der Fahrbahnmitte geben. Diese Lösung halte ich für nicht gut, da eine bevorrechtigte Querung dann nur noch an der Museumsstraße und Kastanienallee / Altewiekring mit Ampeln gewährleistet ist. Das ist besonders für Schulkinder und ältere Menschen eine erhebliche Beeinträchtigung, da dann weder Rad- noch Autoverkehr an dieser Stelle Vorrang gewähren müssen.“
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Diese fehlenden Parkplätze werden auch von der Verwaltungsvorlage zur Veloroute bestätigt, die im Bereich Parkstraße bis zur Abzweigung Kastanienallee von zehn fehlenden Anwohnerparkplätzen ausgeht.
Wir haben einen Fahrradfahrer um eine Stellungnahme gebeten, dieser schreibt:
„Die Planung einer Veloroute finde ich klasse. Im angesprochenen Bereich werde ich diese jedoch nicht nutzen, weil vom Marienstift ausgehend der Fahrradweg zum Bohlweg über die Leonhardstraße gleich lang ist und man sich so den Hügel vor dem Wasserturm erspart. Außerdem ist die Ampel an der Querung Altewiekring / Leonhardstraße keine Bettelampel, sodass man den Ring dort schneller queren kann. Von mir aus kann der Anwohner seine blöden Parkplätze behalten.“
Da es bei einem Projekt wie der Veloroute wichtig ist, möglichst alle Interessengruppen dieser Stadt mit ins Boot bzw. aufs Rad zu bringen, fragen wir:
a) Ist geplant, den Anwohnern der Helmstedter Straße 1 bis 7 Anwohnerparkplätze in der direkten Umgebung der Helmstedter Straße einzuräumen?
b) Welche weiteren Kompensationsmaßnahmen sind für fehlende Anwohnerparkplätze entlang der Veloroute geplant?
