Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 23-22448
Grunddaten
- Betreff:
-
Förderung eines regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkes
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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Vorberatung
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23.11.2023
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Vorberatung
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Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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Entscheidung
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19.12.2023
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Beschlussvorschlag
Die Stadt Braunschweig gewährt dem Verein Hospizarbeit Braunschweig e.V. jährlich 15.000 Euro für eine Netzwerkkoordinierungsstelle für eine regionale Hospiz- und Palliativnetzwerkstelle (Förderung der Koordination der Aktivitäten durch einen Netzwerkkoordinator nach § 39 d Abs. 3 SGB V). Die Gewährung erfolgt in Abhängigkeit der Förderung durch die Pflegekassen.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Sobald ein Mensch unheilbar erkrankt ist, betrifft das die gesamte Familie und sein soziales Umfeld. Um diese Menschen in der letzten Lebensphase adäquat und ganzheitlich betreuen, versorgen und begleiten zu können, sollten die regionalen Akteurinnen und Akteure, wie
- Entlassungsmanagement der Krankenhäuser,
- Pflegedienste,
- Pflegeheime,
- Ärztinnen und Ärzte,
- Apotheken und Sanitätshäuser
- Physio- und Ergotherapeuten,
- Psychoonkologen,
- ambulante (Kinder-)Hospizdienste,
- Teams zur Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV-Teams)
- oder auch allgemeine kommunale und kirchliche Angebote (z.B. Seelsorge)
sich untereinander kennen und ihre Unterstützung für die Betroffenen koordinieren. Hierdurch würde ein weiterer Beitrag geleistet, um die Versorgung schwerkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu verbessern.
Hierfür ist am 1. April des vergangenen Jahres eine neue Förderrichtlinie in Kraft getreten. Sie geht zurück auf das im Juni 2021 im Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) und sieht vor, dass die gesetzlichen Krankenkassen und Ersatzkassen die Netzwerkkoordination in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt mit bis zu 15.000 € pro Jahr fördern, sofern sich die Kommunen in gleicher Höhe beteiligen.
In Braunschweig besteht seit mehreren Jahren der Runde Tisch Hospiz- und Palliativarbeit. Die Organisation ist in der Verantwortung der Hospizarbeit Braunschweig e.V., welche die nötigen personellen Ressourcen für den bestehenden Bedarf eines gut funktionierenden Netzwerkes mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit, Organisation von Fortbildungen etc. nicht hat.
Für ein Oberzentrum wie Braunschweig sollte deshalb eine solche Unterstützung und Gründung eines Netzwerkes obligatorisch sein. Beratende Unterstützung gibt es dafür von dem Landesstützpunkt, die bei der inhaltlichen Arbeit helfen. Der Kreistag Helmstedt beispielweise hat bereits im September 2022 einstimmig auf Vorschlag von Landrat Gerhard Radeck eine solche Förderung für den örtlichen Hospizverein beschlossen.
Der Hospizarbeit Braunschweig e.V. hatte sich nun unlängst an alle Fraktionen gewandt, um auch in Braunschweig eine solche Netzwerkkoordinierungsstelle einzurichten.
