Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 24-23035
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstand: Vertikale Nachverdichtung in Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Planung und Hochbau
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zur Beantwortung
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07.02.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Braunschweig muss eine lebenswerte Stadt bleiben. Dazu gehören auch stabile Mietpreise, damit sich die Polizistin und der Krankenpfleger, die täglich für unsere Sicherheit sorgen, auch in Zukunft noch eine Wohnung in Braunschweig leisten können. Selbstkritisch müssen wir jedoch eingestehen, dass die bislang von Rat und Verwaltung getroffenen Maßnahmen nicht die gewünschte Wirkung entfaltet haben.
Daher bedarf es auch kreativer Lösungen. Eine solche kann die von der CDU-Fraktion zur Ratssitzung am 17. November 2020 beantragte Konzeptstudie vertikale Nachverdichtung (vgl. DS.-Nr. 20-14508) sein – der Beschluss erfolgte einstimmig bei wenigen Enthaltungen.
Nach dem Vorschlag für serielles Bauen (welches von der Nibelungen Wohnbau GmbH im Baugebiet Stöckheim-Süd praktiziert wird) ist dieser Vorschlag eine zusätzliche Idee, um den weiteren Anstieg der Mietpreise abzubremsen oder sogar zu stoppen. Denn wie bereits in der seinerzeitigen Begründung des Antrages beschrieben, gilt für die CDU-Fraktion nicht der Ausnutzungsgrad einer öffentlichen Förderung als Erfolgsindikator, sondern im besten Falle sinkende Mieten in unserer Stadt.
Die Bedeutung dieser Maßnahme für die Bewältigung der räumlichen Herausforderungen ist von zentraler Bedeutung für die Stadt. Wir sind uns bewusst, dass die vertikale Nachverdichtung nicht nur die Schaffung neuer Wohn- und Gewerbeflächen ermöglicht, sondern auch erhebliche Vorteile für die Lebensqualität, die Mobilität und die Umwelt mit sich bringen kann.
Durch die Förderung der vertikalen Nachverdichtung in unserer Innenstadt ist eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung möglich. Die vertikale Nachverdichtung stellt eine nachhaltige Antwort auf die steigende Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum dar. Durch die optimierte Nutzung vorhandener Flächen wird nicht nur wertvoller Raum geschaffen, sondern auch die Verkehrsinfrastruktur entlastet, indem Wege verkürzt und Pendelverkehr reduziert werden. Dies trägt nicht nur zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei, sondern fördert auch eine lebendige und vielfältige Innenstadt, welche in der Konsequenz die Attraktivität für Bewohner und Besucher steigert.
Ein weiterer entscheidender Vorteil der vertikalen Nachverdichtung liegt in der Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Impulsen. Durch die Intensivierung der Nutzung von innerstädtischen Flächen entstehen Möglichkeiten für Unternehmen, sich in zentralen Lagen anzusiedeln, was wiederum die lokale Wirtschaft stärkt. Diese Entwicklung fördert nicht nur die Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auch die Entstehung von lebendigen Stadtvierteln, in denen Arbeit, Wohnen und Freizeit in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.
Die Integration von Grünflächen und öffentlichen Räumen in die vertikalen Strukturen ist ein weiterer positiver Aspekt. Dies ermöglicht nicht nur einen Ausgleich zum städtischen Trubel, sondern fördert auch die soziale Interaktion und den Gemeinschaftssinn. Eine durchdachte Stadtentwicklung, die die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigt, schafft somit nicht nur Wohnraum, sondern auch eine lebenswerte Umgebung.
In diesem Kontext möchten wir den aktuellen Stand des von der Verwaltung vorgestellten Nachverdichtungskonzeptes sowie die Fortschritte in der Umsetzung näher beleuchten. Die Transparenz bezüglich dieser Maßnahmen ist für die Braunschweigerinnen und Braunschweiger von großem Interesse.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Welche Projekte zur vertikalen Nachverdichtung sind bisher realisiert worden?
2. Wie sieht die Priorisierung der ausstehenden Nachverdichtungsprojekte inklusive des Umsetzungszeitraumes aus?
3. Wie erfolgt die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den Planungsprozessen zur vertikalen Nachverdichtung?
