Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 24-23249
Grunddaten
- Betreff:
-
Zukunft der Berufsfeuerwehr
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- SPD-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Ordnung
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zur Beantwortung
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24.04.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Bereits seit einigen Jahren stehen die Berufsfeuerwehren vor der Problematik, dass etliche Kolleginnen und Kollegen das Beamtenverhältnis verlassen und zu privaten Arbeitgebern, meist einer Werksfeuerwehr, wechseln.
Neben finanziellen Aspekten bietet ein solcher Wechsel in der Regel auch eine Entlastung von der sehr hohen Arbeitsbelastung im Rettungsdienst. Insbesondere bei den Notfallsanitätern scheint es eine große Wechselbewegung zu geben, welche die Belastung bei den verbliebenen Kollegen dann weiter erhöht.
Seitens der Berufsfeuerwehr Braunschweig wurde bereits durch verschiedene Maßnahmen, wie dem „Zwei-Rucksack-System“ oder der Beschaffung elektrohydraulischer Fahrtragen gegengesteuert, eine weitere Verbesserung der Situation ist aber erforderlich.
Neben einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen muss auch sichergestellt werden, dass es insbesondere bei einem hohen Krankenstand nicht dazu kommt, dass Feuerwehrfahrzeuge aufgrund von Personalmangel nicht einsatzbereit sind.
Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:
1. Wie möchte man diesem Abwanderungstrend entgegenwirken und die Kolleginnen und Kollegen motivieren, bei der Berufsfeuerwehr Braunschweig zu bleiben?
2. Wie möchte man wieder mehr junge Menschen motivieren, sich für den Beruf Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau zu begeistern, und erreichen, dass mehr Notfallsanitäter*innen ausgebildet werden, um so die vorhandenen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen und die Belastung auf weiteren Schultern zu verteilen?
3. Wie viele Einsatzfahrten im Rettungs- und Brandschutzbereich mussten im Jahr 2023 durch Personalausfall eingeschränkt durchgeführt werden, z.B. unterbesetzt oder mit einer Zeitverzögerung, da das Einsatzfahrzeug nicht zur Verfügung stand?
