Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 23-21905-02

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zu der Anfrage der CDU-Fraktion im Stadtbezirksrat 212 – Südstadt-Rautheim-Mascherode vom 16.08.2023 (DS-Nr. 23-21905) nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Bei dem Kreisverkehr an der Zufahrt zum Neubaugebiet handelt es sich nicht um einen Schottergarten im eigentlichen Sinn. Zum einen befindet sich kein Vlies unter der Schicht aus Mineralgestein, sodass ein direkter Bodenkontakt besteht. Dadurch wird das Versickern von Regenwasser nicht erschwert und auch für Kleinstlebewesen ist ein Bodenkontakt bei der geringen Stärke der Deckschicht (< 10 cm) nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Die Mineralmulchschicht dient dazu, dass der Boden an solchen Extremstandorten nicht so schnell austrocknet und erspart dadurch erheblichen Pflegeaufwand in der Folge. Diese Art der Abdeckung wird für solche Extremstandorte sowohl in der Fachliteratur als auch von Fachleuten ausdrücklich empfohlen. Bei der Auswahl der Pflanzen wird in der Folge auf sehr robuste, trockenheitsverträgliche Arten zurückgegriffen, die mit den dort herrschenden Rahmenbedingungen naturgemäß klarkommen.

 

Der Unterschied zu einem sogenannten Schottergarten definiert sich neben dem fehlenden Vlies als Sperrschicht darüber hinaus insbesondere in dem überwiegenden Vegetations­charakter. Im Sinne der Niedersächsischen Bauordnung muss die Vegetation auf einer solchen Fläche überwiegen, damit sie nicht als Schottergarten eingestuft wird. Das allerdings ist bei dieser Art der Kreiselgestaltung unmittelbar nach Herstellung meist noch nicht wahrnehmbar. Als Beispiel für die weitere Entwicklung können der vor Jahren in gleicher Machart bereits angelegte Kreisel am Möncheweg/Elsa-Neumann-Straße (Lindenberg­siedlung) sowie der Kreisel an der Senefelderstraße gelten.

 

Für einen abwechslungsreicheren Gesamteindruck soll in dem hier angesprochenen Kreisel punktuell noch gröbere Körnung ergänzt werden. Der in der Entstehungszeit anmutende Eindruck eines reinen Schottergartens wird sich, vergleichbar mit den anderen benannten Kreiseln, üblicherweise nach einer überschaubaren Anwuchszeit deutlich anders darstellen. Die bereits gesetzten Stauden bilden eine Initialpflanzung, da sich diese angepassten und überwiegend bienenfreundlichen Pflanzen auch durch Versamung und Ausläufer über die Kreiselinnenfläche ausbreiten sollen. Darüber hinaus sind in diesem Frühjahr auch noch ergänzende Pflanzungen geplant.
 

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