Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 24-23208-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zu der Anfrage der CDU/FDP-Gruppe vom 22.02.2024 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Zu 1.:

In dem Bezirk 322 weisen die evangelische Kita Wenden, die evangelische Kita Thune sowie das Gemeinschaftshaus Thune ältere Heizsysteme des Typs Nachtspeicherheizung auf. Der überwiegende Anteil der Liegenschaften im Bezirk wird mit gasbetriebenen Wärmeerzeugungsanlagen betrieben, welche größtenteils ein Alter von weniger als 20 Jahren aufweisen.

 

Zu 2.:

Die Betriebskosten der oben genannten Gebäude haben sich bezüglich Wartung/Instandhaltung unbeständig entwickelt. Auswertungen in den Jahren 2019 – 2023 haben ergeben, dass kein spezifischer Trend der Betriebskosten bezüglich Wartung/Instandhaltung erkennbar ist. Die Wartung/Instandhaltungskosten schlüsseln sich in den oben genannten drei Liegenschaften zusammen wie folgt auf:

 

- Jahr 2019:  7.900 Euro

- Jahr 2020:  884 Euro

- Jahr 2021:  4.790 Euro

- Jahr 2022:  5.205 Euro

- Jahr 2023:  1.590 Euro

 

Die evangelische Kita Wenden und die evangelische Kita Thune beziehen ihre Medien selbst. Aktuell liegen der Stadt Braunschweig die Betriebskosten nach Energieverbrauch für diese Liegenschaften nur für die Jahre 2011 bis 2013 vor. Der Energieverbrauch betrug diesbezüglich bei der evangelischen Kita Thune 59.600 kWh pro Jahr und bei der evangelische Kita Wenden 63.600 kWh pro Jahr.

Stellvertretend der letzten Jahre kann der Trend des Gemeinschaftshauses Thune mit herangezogen werden. Der Energieverbrauch des Gemeinschaftshauses Thune war in den Jahren 2011 - 2022 nahezu konstant. Der Jahresdurchschnittswert des Energieverbrauchs über diesen Zeitraum betrug 65.100 kWh mit einem Wert von 80.700 kWh im Jahr 2011 und einem Wert von 68.100 kWh im Jahr 2022. Die spezifischen Kosten haben sich in diesem Zeitraum um 25 Prozent erhöht.

 

Zu 3.:

Ein geeigneter Zeitpunkt für den Austausch der Alt-Heizung ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Der vorherrschende energetische Gebäudezustand ist maßgeblich für die Integration von geeigneten Wärmeversorgungsanlagen. Des Weiteren spielen die verfügbaren Energieträger eine wichtige Rolle. Die Versorgung mit Fernwärme ist aufgrund der kilometerweiten Entfernung zum bestehenden Fernwärmenetz nicht realisierbar. Die Gebäude stammen aus den 1960/1970er Jahren und sind aktuell nicht für den Einsatz einer Wärmepumpe geeignet. Es wurde in der Kita Wenden bereits die Fassade erneuert und auch die Erneuerung der Dächer von der Kita Wenden und Kita Thune befinden sich in fortgeschrittenen Überlegungen. Die Umrüstung auf Wärmepumpen ist in den drei Liegenschaften zum jetzigen Zeitpunkt sehr aufwändig, da neben der Wärmeversorgungsanlage auch entsprechende Heizkörper zu beschaffen sind. Fußbodenheizungen bieten aufgrund ihrer großen Fläche zwar einen bevorzugten Einsatz einer Wärmepumpe, sind aber aufgrund ihres Aufwands bei Bestandssanierungen differenziert zu betrachten.

Der Austausch der Alt-Heizung gegen ein modernes, umwelt- und klimafreundliches Heizsystem ist nur bei gleichzeitiger entsprechender energetischer Sanierung anzuraten. Aufgrund des Gesamtverbrauchs werden durch die Stadtverwaltung größere Liegenschaften priorisiert, um einen größeren energetischen Effekt zu erzielen.
 

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