Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 24-22865-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Die Verwaltung kann zu der betroffenen Fläche folgendes mitteilen:

Die angesprochene Fläche ist entstanden, als aufgrund der Schwermetallbelastung im Überschwemmungsgebiet der Oker die Grabeland- bzw. Kleingartenkolonien aufgelöst werden mussten. Hierbei ist ein Restbestand an Obstbäumen zurückgeblieben, der von den ehemaligen Pächtern*innen gepflanzt wurde. Es handelt sich (auch aufgrund der geringen Größe und dem geringen Abstand der Obstbäume) daher nicht um eine Streuobstwiese im eigentlichen Sinne.

 

Primärer Zweck der Unterhaltung der Streu-Obstbäume auf dieser Fläche ist nicht die Steigerung des Ertrags, sondern die der Biodiversität. Obstbäume gehören zwar nach derzeitigem Wissensstand nicht zu den Schwermetalle-akkumulierenden Pflanzen, trotzdem erscheint es an diesen Stellen nicht ratsam im Sinne der „essbaren Stadt“ eine Streuobstwiese mit Selbsternte-Fokus zu entwickeln.

 

Unabhängig davon kann aus baumpflegerischer Sicht mitgeteilt werden, dass es im Alterungsstadium der Bäume nicht ratsam ist, diese nachträglich auf Ertrag zu schneiden. Baumpflegerische Maßnahmen, die über baumerhaltende sowie verkehrssichernde Schnittmaßnahmen an diesen alten Obstbäumen hinausgehen, würden sich eher negativ auf die Vitalität der Bäume auswirken.

 

Da die Obstbäume bereits sehr dicht beieinanderstehen (Streuobstbäume benötigen normalerweise mindestens zehn Meter Abstand zu den Nachbarbäumen), kommen Neupflanzungen derzeit noch nicht in Frage. Des Weiteren sind die wechselfeuchten Bedingungen an diesem Standort in Bereich der Okerniederung eher ungeeignet für die meisten Obstbaumsorten.

 

Da aus fachlicher Sicht derzeit keine – über die bereits durchgeführte extensive Pflege – hinausgehenden Maßnahmen erforderlich sind, können auch keine Kosten und Zeithorizonte benannt werden. Abschließend kann noch mitgeteilt werden, dass die Fläche nicht mehr für einen Kinderspielplatz vorgesehen ist.
 

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