Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 24-23417
Grunddaten
- Betreff:
-
Veränderungen beim Braunschweiger Trinkwasser
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- SPD-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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zur Beantwortung
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09.04.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Bisher galt der Satz „Die Braunschweiger lieben ihr Trinkwasser!“ Dies hat sich in Teilen seit dem Februar 2024 verändert. Galt das Leitungswasser bisher als besonders weich und besonders lecker, mehren sich nun Stimmen, die deutlich Kritik am Geschmack und an der Härte des Wassers äußern.
Ein spürbarer Anstieg der Wasserhärte und ein muffiger Geruch werden von einigen Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen und lassen nun die Frage nach der weiterhin bestehenden unbedenklichen Trinkwasserqualität aufkommen.
Grund für diese Feststellungen könnte die seit Februar 2024 veränderte Zusammensetzung des Braunschweiger Leitungswassers sein. Denn nun besteht das Trinkwasser zu fast einem Drittel aus Wasser, das von den Wasserwerken Börßum im Landkreis Wolfenbüttel stammt. Dieses hatte bisher vordringlich die Stahlwerke der Salzgitter AG mit sogenanntem Brauchwasser versorgt. Nun verdreifachte das Werk seine Trinkwasserproduktion für den neuen Braunschweiger Anschluss.
Auf Nachfrage von Bürger*innen beim Gesundheitsamt der Stadt Braunschweig sei diesen mitgeteilt worden, dass solche Beschwerden zuletzt vermehrt angezeigt wurden, Probenentnahmen aber bisher immer unbedenkliche Werte aufgewiesen hätten. Empfohlen wurde dann aber auch, die persönlichen Feststellungen direkt dem Wasserlieferanten BS-Energy mitzuteilen.
Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. In welchem Umfang sind bei der Verwaltung Beschwerden oder negative Feststellungen zur veränderten Trinkwasserqualität eingegangen?
2. Wie bewertet die Verwaltung die Veränderung der Trinkwasserbeschaffenheit und deren Auswirkungen?
3. Zu welchem Ergebnis kam ein bisher ggf. erfolgter Austausch mit BS-Energy zur Ursachenforschung und auch Beseitigung dieser teilweise negativ beurteilten Veränderungen?
