Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 24-23334-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Teurer Strom von BS Energy
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT VII - Finanz- und Feuerwehrdezernat
- Verantwortlich:
- Geiger
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung
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zur Kenntnis
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02.04.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Anfrage der Gruppe Die Fraktion.BS im Rat der Stadt Braunschweig vom 14. März 2024 wurde an BS|Energy mit der Bitte um Stellungnahme übermittelt, welche hierzu wie folgt mitteilt:
Zu Frage 1:
Als Grundversorger für Braunschweig trägt BS|Energy eine hohe Verantwortung für eine
sichere Energieversorgung. Um die Versorgung unserer Kunden jederzeit zu gewährleisten,
wird ein Großteil der benötigten Energiemengen bereits lange vorab beschafft.
Steigen die Preise kurzfristig, profitieren die Kunden von BS|Energy von dieser langfristigen Strategie, da die gestiegenen Preise erst zeitversetzt bei ihnen ankommen. Aus dem gleichen Grund können insbesondere Grundversorger aber auch auf sinkende Preise oft nur zeitversetzt reagieren.
Während der Energiekrise sind die Preise für Energie stark gestiegen. Marktanbieter mit
Discountpreisen, die für ihre Kunden nur an den kurzfristigen Beschaffungsmärkten Energie
einkaufen, haben Kundenverträge abgeworfen. Diese Kunden fielen in die Grundversorgung
des jeweiligen Grundversorgers. BS|Energy musste (als Grundversorger in Braunschweig, siehe hierzu auch die Stellungnahme zu Anfrage 24-23333)) für diese Kundengruppe kurzfristig an den extrem steigenden Beschaffungsmärkten Energie beschaffen. Dies führte zu hohen Beschaffungskosten in den Energieportfolien bei BS|Energy, die sich leider auf alle Kunden auswirken.
BS|Energy bewertet seine Beschaffungskosten, Mengen- und Absatzprognosen laufend
und wird - sobald wirtschaftlich möglich und die Beschaffungspreise dies zulassen - weitere
Preissenkungen vornehmen.
Zu Frage 2:
Grundsätzlich ist das betreffende Versorgungsgebiet differenziert zu betrachten:
Die angesprochenen Unternehmen haben größtenteils in ihren Grundversorgungsgebieten
die gleichen Herausforderungen (s. o.) und auch hohe Grundversorgungspreise.
Mainova in Frankfurt am 15.03.2024: Grundversorgung 1.287,14 EUR
WEMAG in Schwerin: 1.084,84 EUR
Enercity in Hannover: 1.061,45 EUR
In einem Geschäft außerhalb des Grundversorgungsgebietes ist es grundsätzlich denkbar, die Energie erst nach Vertragsabschluss zu derzeit günstigen Preisen am Energiemarkt zu
beschaffen. Sollten die Energiepreise am kurzfristigen Markt jedoch wieder steigen, werden diese Angebote erfahrungsgemäß sehr kurzfristig vom Markt genommen (zu Lasten des jeweiligen Kunden, s. o. zu Frage 1).
Zu Frage 3:
Diese Aussage trifft nicht zu. Die Grundversorgung ist nicht das günstigste Produkt, die
Kosten liegen gegenwärtig bei 2.500 kWh bei 1.080,75 EUR.
