Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 23-22323-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Beschluss des Stadtbezirksrates 212 vom 07.11.2023:

„Parallel zu den Planungen für das neue Baugebiet „Rautheim-Möncheberg“ wird die Verwaltung beauftragt, Pläne zur Schaffung moderner Sportinfrastruktur in Rautheim zu erarbeiten, um den bereits existierenden und zukünftig steigenden Bedarf abdecken zu können. Bis zur Aufstellung des neuen Doppelhaushalts der Jahre 2025/2026 sind hierzu auch Finanzmittel für Planung und Umsetzung vorzusehen.“

 

Hierzu wird Folgendes mitgeteilt:

 

Eine bedarfsgerechte Anpassung der Sportinfrastruktur in Rautheim ist ein mittelfristiges Ziel der Verwaltung.

 

Aufgrund des Bevölkerungswachstums im südöstlichen Stadtgebiet durch das Baugebiet Heinrich-der-Löwe-Kaserne und der damit einhergehenden Schülerzahlentwicklung wurde die GS Rautheim gerade zu einer dreizügigen Ganztagsgrundschule baulich erweitert. Zum Schuljahr 2023/2024 wurde der Ganztagsbetrieb gestartet. Die Erweiterung zur Dreizügigkeit ergibt einen rechnerischen Sporthallenbedarf für den Schulsport von 1,2 Anlageneinheiten (AE) für die Schule, die derzeit über eine nicht DIN-gerechte Sporthalle (0,8 AE) verfügt. Rechnerisch besteht hier ein Fehlbedarf von 0,4 AE.

 

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 11. Oktober 2022 die Aufstellung des Bebauungsplanes „Rautheim-Möncheberg“ (DS 22-19235) beschlossen. Es ist geplant, dass in diesem Baugebiet bis zu 800 Wohneinheiten bis ca. 2030 entstehen sollen, was den Zuzug von ca. 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bedeuten würde. Nach einer Prognose zur Schülerzahlentwicklung aus dem Baugebiet ist gegenwärtig damit zu rechnen, dass zwei weitere Grundschulzüge nötig sein werden, um das Aufkommen an Schülerinnen und Schüler abzudecken. Von diesem Baugebiet sind die Schulbezirke der Grundschulen Lindenberg und Rautheim betroffen.

 

Zum Bebauungsplan wurde außerdem ein interfraktioneller Antrag (DS 22-19235-03) beschlossen, der die Verwaltung auffordert zu prüfen und Vorschläge zu erarbeiten, inwieweit die soziale Infrastruktur, z. B. im Rahmen einer Erweiterung der GS Rautheim durch Abriss der Turnhalle und Errichtung von Unterrichtsräumen an dieser Stelle angepasst und verbessert werden kann.

 

 

 

Eine Machbarkeitsprüfung der Verwaltung hat ergeben, dass ein Erweiterungsbau für Unterrichtsräume anstelle der derzeit vorhandenen Sporthalle der GS Rautheim im Gesamtkontext aller sich daraus ergebenden zusätzlichen Maßnahmen überdurchschnittlich hohe Kosten verursachen würde. Gleichzeitig böte sich aber nur eine eingeschränkte Funktionalität insbesondere in den Bereichen Mensa und Ganztagsbetrieb, da man diese nicht sinnvoll erweitern könnte. Daher wird die Lösung nicht weiterverfolgt.

 

Die Prüfung einer Erweiterung der GS Lindenberg hat ergeben, dass es grundsätzlich möglich wäre, diese zur Unterbringung für zwei weitere Grundschulzüge zu einer vierzügigen Schule auszubauen. Schulsportlich hätte die GS Lindenberg dann einen Bedarf von 1,6 AE. Derzeit verfügt die GS Lindenberg über eine nicht DIN-gerechte Sporthalle (0,8 AE), sodass ein rechnerischer Fehlbedarf von 0,8 AE entstünde.

 

Aus schulsportlicher Sicht bestünde nach Realisierung des Baugebietes „Rautheim-Möncheberg“ insgesamt ein Fehlbedarf von 1,2 AE für die Grundschulen Lindenberg und Rautheim. Ob es zur Abdeckung dieses Fehlbedarfs lohnt, die sanierungsbedürftige Sporthalle der GS Lindenberg dauerhaft zu erhalten und nur eine Ein-Fach-Sporthalle zu bauen oder ob es aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoller ist, die derzeitige Sporthalle der GS Lindenberg abzubrechen und dort eine Zwei-Fach-Sporthalle zu errichten, müsste zu gegebener Zeit geprüft und in Abhängigkeit vom Ergebnis ggf. die finanziellen Folgerungen gezogen werden.

 

An dieser Stelle wird aber auch darauf hingewiesen, dass zur Beseitigung des vorhandenen Sporthallendefizits im Stadtgebiet in den nächsten Jahren diverse neue Schulsporthallen geplant sind. Diese Hallen und die geplante Sanierung des von der Stadt angekauften „Vienna House“, Salzdahlumer Straße, werden zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten im Schul- und Vereinssport eröffnen.

 

Zur Ertüchtigung der vorhandenen Schießanlage im Dorfgemeinschaftshaus Rautheim wurde dem Schützenverein Freischütz Rautheim von 1920 e. V. im November 2023 ein städtischer Zuschuss zur Erneuerung der Scheibenzuganlagen mit elektronischer Erfassung und Anzeige sowie der Schießstandbeleuchtung bewilligt, so dass eine Modernisierung der Schießanlage erfolgt.

 

Weiterhin plant die Verwaltung mittelfristig eine Erweiterung des Sportgeländes Rautheim, Braunschweiger Straße, um einen weiteren Kunststoffrasenplatz. Ob und inwieweit die auf dem Sportgelände vorhandene Sportstätteninfrastruktur darüber hinaus angepasst werden muss, wird in diesem Zusammenhang zu gegebener Zeit mit geprüft.
 

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