Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 24-23567
Grunddaten
- Betreff:
-
Neugestaltung des Spielplatzes Wildemannstraße
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 222 Südwest
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Entscheidung
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16.04.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Der Spielplatz Wildemannstraße liegt im Ortsteil Rüningen und ist ein in die Jahre gekommener Spielplatz. Der Erhaltungszustand einiger Geräte und die Gestaltung der Spielbereiche weist beträchtliche Defizite auf.
Mit der Umgestaltung des Spielplatz Wildemannstraße soll die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert und das vorhandene Spielangebot ergänzt bzw. wo notwendig ersetzt werden.
Als Grundlage für die Neugestaltung dienten die Ergebnisse der Kinderbeteiligung, die am 28. April 2022 stattfand. Hierbei wurden insbesondere folgende Wünsche geäußert:
- Klettergerät
- Vogelnestschaukel
- Trampolin
- Rutsche
- Basketballkorb
- Karussell
- Tischtennisplatte
- Fußballfeld
- Wippe
- Sand
- Wasser
- Spielhaus
Die Wünsche Klettern, Schaukeln, Trampolin, Rutsche, Wippe, Sand und Haus wurden seitens der Verwaltung als umsetzbar eingestuft und bei der Erstellung des Entwurfs berücksichtigt.
Weitere Wünsche konnten aus Gründen der Umsetzbarkeit sowie des begrenzten Platzangebotes nicht umgesetzt werden. So haben beispielsweise das Karussell, die Tischtennisplatte, der Basketballkorb und das Fußballspielen u.a. einen zu hohen Platzbedarf, der auf der vorhandenen Spielfläche nicht abgedeckt werden kann. Wasserspielgeräte können aufgrund der einzuhaltenden Hygienestandards und den damit einhergehenden Kosten vor allem in der Unterhaltung und Pflege nicht umgesetzt werden.
Geplante Gestaltung des Spielplatzes
Der vorliegende Entwurf (s. Anlage) sieht für die Neugestaltung des Spielplatz Wildemann-straße folgende Planung vor:
Der Spielplatz umfasst ca. 310 m² Spielfläche. Grundlegender Entwurfsgedanke ist die Beibehaltung der rechteckigen Form in der Horizontalen wie Vertikalen. Sowohl in der Kontur der befestigten Flächen, deren Befestigungsmaterial sich aus Platten und Pflaster zusammensetzt, als auch in der Gestalt der Spielgeräte und Ausstattungselemente (Bänke Papierkörben) findet sich diese Planungsidee wieder.
Südwestlich ist der Kleinkinderspielbereich vorgesehen. In einer Sandfläche wird ein Spielhaus aus Robinie mit teilweise lasierten Seitenwänden, zwei unterschiedlich großen Öffnungen und zwei geschlossenen Seitenwänden integriert. Zusätzlich erhält die Sandfläche einen Backtisch aus Sandstein. Im Sandspielbereich können haptische Erfahrungen mit Sand erlernt und in Rollenspielen soziale Kompetenzen gestärkt werden. Nördlich der Sandfläche bleibt die vorhandene Doppelschaukelmit Einfach- und Nestschaukel, an ihrem derzeitigen Standort bestehen.
Im östlichen Teil des Spielplatzes werden ein Großspielgerät inkl. Edelstahlrutsche, sowie ein Trampolin und ein Wipptier in Waldkäferoptik aus Robinie fest installiert. Das Großspielgerät besteht aus zwei Türmen, die durch eine schräge Seilgeländerbrücke mit einander verbunden sind. Innerhalb der Türme befinden sich Sitzbänke. Außen sind an den Türmen eine Kletterwand, ein Kurvenrutschgeländer und ein Leiter- sowie Ringeaufstieg angebracht. Mit diesen Geräten werden zentrale Wünsche aus der Kinderbeteiligung abgedeckt. Die Kinder können sich spielerisch und motorisch ausprobieren und in Rollenspielen soziale Kompetenzen erlernen. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen bieten Herausforderungen, die die Geschicklichkeit und den Gleichgewichtssinn fördern und das Selbstwertgefühl stärken. Durch Kletter- und Hangelaktivitäten in den Netzen wird die Beweglichkeit gefördert. Als Fallschutzmaterial werden in der Fläche des Großspielgerätes, des Trampolins und Wipptiers sowie im Bereich der Schaukel Holzhackschnitzel eingebaut.
Die Einfassung des Spielplatzes mit einem umlaufenden Weg bleibt an der Süd-, West- und Nordseite erhalten, bekommt jedoch eine neue Form und Befestigung. Die östliche Seite zur Gehölzpflanzung bleibt frei und wird dem Bewegungsraum zugeschlagen. Auch der gegenwärtige Zugang zum Spielplatz wird weiterhin genutzt und bekommt neue Wegesperren, um ein plötzliches Herausrennen der Kinder auf die Straße zu vermeiden. In diesem Bereich wird auch ein Mülleimer aufgestellt. Am südlichen Ende, etwa mittig der Platzfläche, werden zwei Fahrradständer fest installiert.
Mittig durch die Spielfläche verläuft ein Weg mit unterschiedlich breiten Platten, der im Norden auf eine aufgeweitete Pflasterfläche mit fest installierter Hockerbank aus Gussgestell mit Holz-auflage trifft. Nordöstlich, ebenfalls auf der aufgeweiteten Pflasterfläche wird ein Familiensitzplatz mit 2 Bänken und einem Tisch, ebenfalls aus Gussgestell mit Holzauflage, fest installiert. Der mittig angeordnete Weg trennt u.a. den Kleinkinderspielbereich optisch vom übrigen Spielbereich um konfliktfreies und altersgruppenspezifisches Spielen zu ermöglichen. Das Auslaufen der Platten des Weges in die angrenzenden Flächen ohne klare Kanten lockert den Platz auf. Im Verlauf dieses Weges ist eine dem Sandspielbereich zugeordnete Hockerbank aus Gussgestell mit Holzauflage platziert.
Die rahmende Gehölzvegetation bleibt weitestgehend erhalten. Nur die sich stark auf die Spielfläche ausgeweiteten Bodendecker werden z.T. entfernt. Im Südosten wird der Plattenweg im Bereich der vorhandenen Birke entfernt, um die Standortverhältnisse für den Baum zu verbessern.
Um die Teilhabe körperbehinderter Kinder und mobilitätseingeschränkter Personen an Spiel und Aufenthalt zu gewährleisten sind die Fallschutzbereiche in Holzhackschnitzel vorgesehen und die unterschiedlichen Spielbereiche durch befestigte Flächen miteinander verbunden. Das Fallschutzmaterial und die Sandspielfläche lassen unterschiedliche haptische Erfahrungen zu.
Die klare Aufteilung der unterschiedlichen Spielbereiche dient einer guten Orientierung und bietet wahrnehmungseingeschränkten Personen eine übersichtliche Struktur.
Verschiedene Bewegungsabläufe und Fähigkeiten werden durch die geplanten Spielgeräte in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen trainiert und gefördert (Geschicklichkeit, Gleichgewichtssinn, Beweglichkeit). Zusätzlich fördern diese die Interaktion.
Der Behindertenbeirat stimmt dem Entwurf zu.
Nach erfolgtem Beschluss durch den Stadtbezirksrat kann das Ausschreibungs- und Vergabe-verfahren starten. In Abhängigkeit der vergaberechtlich vorgeschriebenen Fristen sowie der gegenwärtigen Lieferzeiten der geplanten Geräte kann mit einer Umsetzung der Maßnahme voraussichtlich frühestens ab Mitte 3. Quartal 2024 gerechnet werden.
Die Kostenschätzung für die Umsetzung der Neuplanung beträgt rund 121.000 € brutto. Finanzmittel in ausreichender Höhe stehen im Teilhaushalt des FB 67 zur Verfügung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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10,2 MB
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