Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 24-23570

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

„Der Neugestaltung bzw. Grunderneuerung des Spielplatzes Birkenheg wird auf der Grundlage des als Anlage beigefügten Entwurfsplans zugestimmt.“
 

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Der Spielplatz Birkenheg in Volkmarode ist ein, in Hinblick auf seine Infrastruktur, komplett abgängiger Spielplatz, der in seiner jetzigen Form wenig zum Verweilen einlädt. Das Potential der Lage an der landwirtschaftlich genutzten Fläche mit Verbindung zur freien Landschaft wird derzeit nicht ausgenutzt. Des Weiteren weisen der Erhaltungszustand der Geräte und die Gestaltung der Spielbereiche beträchtliche Defizite auf. Ein Teil der vorhandenen Spielgeräte musste bereits aufgrund nicht mehr vorhandener Verkehrssicherheit demontiert werden. Der verbleibende Rest muss spätestens um die Jahresmitte 2024 aufgrund mangelnder Verkehrssicherheit ebenfalls demontiert werden.

 

Eine zeitnahe Grunderneuerung der Spielflächenstruktur und die Neuschaffung von verloren gegangenen Spielangeboten ist dringend erforderlich.

 

Als Grundlage für die Neugestaltung dienten die Ergebnisse der Kinderbeteiligung, die am 27.04.2022 stattfand. Hierbei wurden insbesondere folgende Wünsche geäußert:

 

- Klettern,   - Rutsche,   - Wippe,

- Trampolin,   - Hoverboard,   - Basketballkorb,

- Seilbahn,    - Wasser,   - Motto Abenteuerland,

- Karussell,    - Sitzen,   - niedrige Tischtennisplatte

- Labyrinth,   - Schaukel,   - Bowlingbahn,

- Natur,     - Sand,   - kleine Theaterbühne

 

Klettern, Trampolin, Natur, Rutsche, Sitzen, Schaukel und Sandspiel sowie das Motto Abenteuerland wurden u.a. seitens der Verwaltung als umsetzbar eingestuft und bei der Erstellung des Entwurfs berücksichtigt.

 

Weitere Wünsche konnten aus Gründen der Umsetzbarkeit, des begrenzten Platzangebotes und Kostenrahmens nicht umgesetzt werden. So haben beispielsweise die Seilbahn, das Karussell, ein Labyrinth oder eine Theaterbühne u.a. einen zu hohen Platzbedarf für die vorhandene Spielfläche. Das Thema Wasser wird auf Grund der benötigten Hygienestandards und den damit einhergehenden Kosten nicht umgesetzt. Basketball und Tischtennis gehören zu den Jugendspielangeboten und sind auf dem Kinderspielplatz daher nicht angedacht. Hoverboard und Bowlingbahn sind keine allgemeinen Spielplatzangebote.

 

Geplante Gestaltung des Spielplatzes

 

Der vorliegende Entwurf (s. Anlage) sieht für die Neugestaltung des Spielplatzes Birkenheg folgende Planung vor:

 

Als zentrales Element erhält der Spielplatz einen Kletterbaum aus Beton, der im Aussehen an eine abgebrochene Eiche erinnert. Dieser wird im Schnittpunkt der Achse vom nördlichen und westlichen Eingang platziert. Von hier aus führt eine Hangelleiter zu einem großen Kombinationsgerät mit Rutsche, auf dem weitere Bewegungs- und Kletteraktivitäten stattfinden können. Die Geräte sollen zum Großteil, passend zu der groben Rindenstruktur des Betonkletterstammes, aus rustikalen, gewundenen Robinienrundhölzern gefertigt werden. Die vorhandene Doppelschaukel ist im südlichen Bereich geplant.

 

Mit dem Kletterbaum, dem Kombinationsgerät mit Rutsche und dem Trampolin werden zentrale Wünsche aus der Kinderbeteiligung abgedeckt. Die Kinder können sich spielerisch motorisch ausprobieren und in Rollenspielen soziale Kompetenzen erlernen.

 

Neben dem Großspielgerät wird ein kleines Trampolin installiert und ein Familiensitzplatz aus rustikalen Holzmöbeln (Bank-Tisch-Kombi) platziert. Als Fallschutzmaterial unter dem Groß-spielgerät sowie im Bereich des Trampolins, der Schaukel und der Bank-Tisch-Kombi werden Holzhackschnitzel eingebaut.

 

Die Sandspielfläche verbleibt im nordwestlichen Bereich des Geländes und erhält zusätzlich ein Spielhaus, einen flachen Sandsteinfelsen als Backtisch sowie ein Wipptier. Hier können haptische Erfahrungen mit Sand erlernt und in Rollenspielen soziale Kompetenzen gestärkt werden.

 

Der als Backtisch verwendete Sandstein findet sich rund um die Sandspielfläche sowie an einzelnen Eckpunkten als wiederkehrendes Element wieder. Die Sandsteine können Kleinen wie großen Besuchern als weiteres Sitzelement oder zum Balancieren und Hüpfen dienen.

 

Im südlichen Bereich wird als eine Eingrenzung eine Hainbuchenhecke angelegt. So entsteht Platz für weitere Spielgeräte sowie Bewegungsflächen und die Fläche wird visuell zur umliegenden Landschaft hin geöffnet und erlebbar gemacht.

 

Umlaufend um die Sandspielfläche verläuft ein Weg, der an der Nordseite aufgeweitet wird. In diesem Bereich wird eine Bank fest installiert, um den Begleitpersonen Sitzgelegenheiten zur Verfügung zu stellen. Die diagonal über den Platz verlaufende Wegeführung trennt gleichzeitig den Kleinkinderspielbereich optisch vom übrigen Spielbereich um Konflikten vorzubeugen. Das Auslaufen der zweifarbigen Betonplatten in die angrenzenden Flächen ohne klare Kanten lockert den Platz auf.

 

Um dem Wunsch aus der Kinderbeteiligung nach Naturelementen zu entsprechen, sieht die Gestaltung des Spielplatzes zum Großteil natürliche Materialien wie Holz, Sand und Sandstein vor. Auch die visuelle Öffnung des Spielplatzes zur umliegenden Landschaft entspricht dem Naturgedanken und macht diese wahrnehmbar und erlebbar.

 

Die vorhandenen großkronigen Solitärbäume am Spielplatz sorgen für ausreichend Beschattung im nordwestlichen Bereich. Für zusätzliche Beschattung der Spielbereiche ist südöstlich ein Französischer Ahorn, mittig des Spielplatzes eine Ungarische Eiche und ein Feldahorn sowie am südlichen Rand ein Haselnussstrauch geplant.

 

Um ein plötzliches Herausrennen der Kinder auf die Straße zu vermeiden, werden in den Eingangsbereichen werden sogenannte Wegsperren gesetzt. Als weitere Ausstattungsgegen-stände werden ein Mülleimer und Fahrradstellplätze in Form von Anlehnbügeln. fest installiert.

Um die Teilhabe körperbehinderter Kinder und mobilitätseingeschränkter Personen an Spiel und Aufenthalt zu gewährleisten, sind die Fallschutzbereiche in unter barrierefreien Gesichtspunkten zertifizierte Holzhackschnitzel vorgesehen und die unterschiedlichen Spielbereiche durch befestigte Flächen miteinander verbunden. Das Fallschutzmaterial und die Sandspielfläche lassen unterschiedliche haptische Erfahrungen zu.

 

Die klare Aufteilung der unterschiedlichen Spielbereiche dient einer guten Orientierung und bietet wahrnehmungseingeschränkten Personen eine übersichtliche Struktur.

 

Weiterhin werden verschiedene Bewegungsabläufe und Fähigkeiten durch die geplanten Spielgeräte in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen trainiert und gefördert.

 

Sowohl der Behindertenbeirat als auch der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie heben dem Entwurf zugestimmt.

 

Die Kostenschätzung für die Umsetzung der Neuplanung beträgt rund 245.000€ brutto.

 

Finanzmittel stehen im Teilhaushalt des Fachbereiches Stadtgrün in ausreichender Höhe zur Verfügung.

 

Nach erfolgtem Beschluss durch den Stadtbezirksrat kann das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren starten. In Abhängigkeit der vergaberechtlich vorgeschriebenen Fristen sowie der gegenwärtigen Lieferzeiten der geplanten Geräte kann mit einer Umsetzung der Maßnahme voraussichtlich frühestens ab Beginn des 3. Quartals 2024 gerechnet werden.
 

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Anlagen

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