Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 24-23345
Grunddaten
- Betreff:
-
Roter Faden Braunschweig - ein Projekt für Geh- und Sehbehinderte und Touristen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Hillner, Andrea
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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zur Beantwortung
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14.05.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Vor kurzem gab es eine Stadtführung für Blinde, bei der viele Mängel für behinderte Menschen deutlich wurden. In der Braunschweiger Innenstadt fehlt zum Beispiel ein Blindenleitsystem, wie es die Stadt Wolfenbüttel hat.[1][1] Die Wege in der Innenstadt sind zum Teil auch sehr holprig; das Kopfsteinpflaster und viele weitere Hürden erschweren gehbehinderten Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren den Stadtbesuch.
Auch Touristen haben es nicht immer leicht in Braunschweig. So erzählen viele Gäste der Stadt, dass ihnen die Orientierung in Braunschweig schwerfällt. Dies liegt u.a. an der pentapolischen Struktur der Stadt Braunschweig; kaum eine andere Stadt hat so viele Kirchen, Plätze, Rathäuser wie Braunschweig innerhalb des Okerumflutgrabens. Die Stadt Hannover hat für Gäste der Stadt ein Touristenleitsystem entwickelt: den Roten Faden. Der 4,2 km lange Rote Faden ist auf das Straßenpflaster gemalt und führt durch die Innenstadt an den 36 wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt entlang.[2][2]
Es bietet sich daher an, ein Leitsystem analog des Hannoveraner Modells des „Roten Fadens“ zu schaffen, das in Braunschweig sowohl Touristen, als auch Seh- und Gehbehinderte sicher durch die Stadt führt. Dieser Faden sollte ebenerdig sein, leicht zu begehen bzw. mit Rollstühlen zu befahren und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet sein.
Einen möglichen Streckenverlauf für einen solchen „Roten Faden“ habe ich als Anhang an die Anfrage angehängt. Die im Plan gezeigte Strecke ist ca. 4 Kilometer lang, zu Fuß beträgt die Strecke bei normaler Geschwindigkeit ca. eine Stunde und sie führt an rund 30 touristischen Attraktionen entlang.
Ein solch „Roter Faden“ lässt sich auch gut in mehreren Schritten realisieren. Zunächst wird die rote oder auch blau-gelbe Linie auf den Gehwegen markiert, sodass sie für Touristen schnell nutzbar ist. Und anschließend wird die Strecke nach und nach behindertengerecht gestaltet, wobei jeweils die Strecken priorisiert werden, bei denen Straßenbauarbeiten stattfinden. Wenn jährlich 400 Meter realisiert werden, dann wäre ein behindertengerechter Roter Faden nach zehn Jahren fertiggestellt.
Um diesen Roten Faden aufzugreifen und damit Touristen und Geh- und Sehbehinderte sicher durch Braunschweig geleitet werden, frage ich die Verwaltung:
1) Was ist geplant, um die Situation für Geh- und Sehbehinderte in der Braunschweiger Innenstadt zu verbessern?
2) Was würde ein solcher „Roter Faden“ in Braunschweig kosten (grober Schätzwert reicht aus)?
3) Was spricht aus Sicht der Verwaltung für und gegen die Realisierung eines solchen „Roten Fadens“, wie ihn auch die Stadt Hannover hat?
[1] Die Wolfenbütteler Beschlussvorlage (0116/2016) dazu findet man hier unter dem Tagesordnungspunkt Ö3: https://ris.wf.de/bi/si0057.asp?__ksinr=1536
[2] www.visit-hannover.com/Sehenswürdigkeiten-Stadttouren/Stadttouren/Der-Rote-Faden-Hannover
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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(wie Dokument)
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98,2 kB
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