Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 24-23674

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Sachverhalt

Sachverhalt:
Auf verschiedenen Veranstaltungen zum Thema Kommunale Wärmeplanung wurde von BS|ENERGY das Ziel formuliert, eine Fernwärmequote von 50 Prozent Marktanteil erreichen zu wollen.* Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes 2.0 (IKSK 2.0) wurde der Anteil der Fernwärme an der Wärmeenergie insgesamt in Braunschweig mit 26 Prozent angegeben. Laut IKSK 2.0 setzte sich die Wärmeenergie von BS|ENERGY im Jahr 2020 zu 60 Prozent aus Erdgas und Heizöl und zu 40 Prozent aus Steinkohle zusammen.**

Ziel der Investition in eine Altholzverbrennungsanlage war es, statt der Steinkohle eine klimaneutrale Alternative für den Grundlastanteil des Wärmenetzes zu finden. Um die Quote von 65 Prozent erneuerbarer Energie oder gar die komplette Klimaneutralität der Fernwärmenetzversorgung zu erreichen, bedarf es also auch einer Alternative zu den 60 Prozent Wärmeenergie, die noch durch Erdgas erzeugt werden. Dies erscheint angesichts der gleichzeitigen Expansion des Fernwärmenetzes von 26 auf 50 Prozent Marktanteil und des dadurch steigenden Wärmebedarfes als ehrgeizig.

Unter anderem die Wohnungswirtschaft ist für ihre eigenen Zielvorgaben in Bezug auf den Anteil erneuerbarer Energien im Gebäudeportfolio darauf angewiesen, dass die von BS|ENERGY bezogene Fernwärme einen entsprechend hohen Anteil an regenerativer Energie aufweisen wird. Jedoch ist, wie schon im IKSK 2.0 formuliert, „das Energieerzeugungskonzept von BS|ENERGY für eine Treibhausgasneutralität bis 2035 bisher nicht bekannt“. Bislang werden zwar Möglichkeiten wie Solarenergie, Geothermie, Wasserenergie, Flusswärme oder Wasserstoffeinspeisung benannt. Jedoch ist es aus Kapazitätsgründen und im Falle des Wasserstoffs auch aus wirtschaftlichen Gründen zweifelhaft, dass diese geeignet sind, den Anteil von Erdgas im Wärmenetz komplett zu ersetzen.

Daher fragen wir an, mit der Bitte, die folgenden Fragen in Rücksprache mit BS|ENERGY zu beantworten:

1. Wie groß ist der Anteil der Wärmemenge des Holzkraftwerkes am Gesamtbedarf der Wärmemenge bei gleichzeitiger angestrebter Expansion des Markanteils an Fernwärme in den Jahren 2030, 2035 und 2040, mit dem BS|ENERGY plant?

2. Welche Wärmemengen könnten bis dahin mit weiteren konkreten klimaneutralen Methoden der Wärmebereitstellung etabliert werden?

3. Wann ist mit einer Veröffentlichung des Transformationsplanes von BS|ENERGY zu rechnen, aus dem der Pfad zur Klimaneutralität hervorgeht?  

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