Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 24-23680

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Sachverhalt

Sachverhalt:
Im Jahr 2020 (DS 20-12470) wurden auf ehemaligen Ackerflächen an der Helmstedter Straße zwei Kurzumtriebsplantagen (KUP) angelegt, davon ca. 15 ha Pappeln/Weiden und 1,5 ha Miscanthus („Elefantengras“), sowie mehrjährige Blühstreifen. Dazu wurden Kooperationen mit der TU Braunschweig (Institut für Geoökologie) und dem Julius-Kühn-Institut vereinbart. Zusammen mit anderen Projekten konnten hierfür aus der Nationalen Klimaschutzinitiative ca. 1,8 Mio. € Fördermittel bei einem Eigenanteil der Stadt von ca. 467.000 € eingesetzt werden. Inzwischen wurden die Miscanthus-Flächen bereits „geerntet“, während die Bäume noch stehen. Voraussichtlich sind sie um das Jahr 2028 erntereif (DS 24-23533-01). Ein ähnlicher „Energiewald“ steht bei Geitelde.

KUP eignen sich nach Einschätzung des BUND (2010) [1] zur Rekultivierung ehemals intensiv bewirtschafteter Ackerflächen, ihre Beiträge zu Energieproduktion durch thermische Nutzung der Biomasse sind aber im Vergleich zu Freiflächen-Photovoltaik eher gering. Sie bieten zwar mehr Artenvielfalt als der ehemalige Acker, jedoch deutlich weniger als ein dem Standort angepasster neu angelegter Wald.

Vor diesem Hintergrund fragen wir mit Bezug auf das Projekt an der Helmstedter Straße an:

1. Was ergab bisher das begleitende Monitoring durch die TU Braunschweig und das Julius-Kühn-Institut?

2. Wie wird das Holz genutzt (thermisch, stofflich oder als Biomasse)?

3. Welche Überlegungen (oder auch Planungen) für eine Nachnutzung der Fläche gibt es?


[1] https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Energiewende/Erneuerbare_Energien/BUND-Position-Kurzumtriebsplantagen_55_.pdf     

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