Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung außerhalb von Sitzungen - 24-23692
Grunddaten
- Betreff:
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Ergebnisse der Schadstoffbelastung Großbrand am Schöppenstedter Turm
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung außerhalb von Sitzungen
- Federführend:
- 68 Fachbereich Umwelt
- Beteiligt:
- DEZERNAT VIII -Umwelt-, Stadtgrün-, Sport- und Hochbaudezernat; 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport; 0100 Steuerungsdienst; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen; 0130 Referat Kommunikation
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Umwelt- und Grünflächenausschuss
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 112 Wabe-Schunter-Beberbach
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 130 Mitte
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 212 Südstadt-Rautheim-Mascherode
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 322 Nördliche Schunter-/Okeraue
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 330 Nordstadt-Schunteraue
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Mitteilungen außerhalb von Sitzungen
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zur Kenntnis
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31.05.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Bei den Löscharbeiten am Schöppenstedter Turm gelangte Löschwasser mit Brandrückständen in unbekannter Menge in Wabe und Mittelriede. Die Stadt Braunschweig hatte deshalb vorsorglich davor gewarnt, diese Bäche zu betreten, zur Bewässerung zu nutzen oder etwa Hunde darin baden zu lassen.
Zugleich wurden im Auftrag der Verwaltung an jeweils 4 Stellen aus der Mittelriede und der Wabe Wasserproben entnommen und sowohl auf brandtypische Verbindungen als auch auf umweltgefährdende Stoffe, mit denen nach jetzigem Kenntnisstand bzw. vermutlich auf dem Werksgelände umgegangen wurde, untersucht.
Die Ergebnisse liegen nunmehr vor:
In keiner der untersuchten Wasserproben konnten die brandtypischen Verbindungen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), polychlorierte Biphenyle (PCB) und Dioxine/Furane nachgewiesen werden.
Da auf dem Werksgelände auch Löschmittel unbekannter Art gelagert wurden, erfolgte eine chemische Analytik auf per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS, auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt). In sieben der acht Wasserproben waren keine PFAS nachweisbar. Lediglich in der direkt nördlich der B1 aus der Mittelriede entnommenen Probe wurde eine sehr geringe PFAS-Konzentration analysiert, die jedoch fast eine Zehnerpotenz unterhalb des gesundheitlichen Orientierungswertes des Umweltbundesamtes sowie des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung liegt.
Auch sämtliche Untersuchungen auf betriebsspezifische aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe sowie die Screenings auf leicht-, mittel- und schwerflüchtige Schadstoffe blieben glücklicherweise ohne Befund.
Im Rahmen des Screenings auf Pflanzenschutzmittel und Biozid-Produkte waren nur drei der insgesamt 500 untersuchten Einzelstoffe in sehr geringer Konzentration nachweisbar. Es handelt sich hierbei um zwei Stoffe, die z. B. im Obstbau sowie in der ökologischen Landwirtschaft eingesetzt werden. Weiterhin wurde ein in gängigen Anti-Mücken-Sprays eingesetzter Wirkstoff festgestellt. Anhand der Messwerte ist zwar grundsätzlich eine Beeinflussung der Gewässer durch Pestizide zu erkennen, eine hiervon ausgehende Gefährdung für Mensch und Tier ist jedoch nicht zu besorgen.
Die vorsorgliche Warnung der Stadt, die betroffenen Gewässer nicht zu betreten oder für Bewässerungszwecke zu nutzen, wird daher aufgehoben.
Zur Verifizierung der Ergebnisse sowie um festzustellen, ob für die Beeinflussung der Gewässer durch Pestizide ggf. auch andere Quellen, z. B. aus der Landwirtschaft, infrage kommen, werden durch die Verwaltung weitere Untersuchungen in Wabe und Mittelriede veranlasst.
Ganz anders sehen die Ergebnisse einer Wasserprobe aus dem Feuerlöschrückhaltebecken aus. Hier wurde ein breites Spektrum an betriebs- und brandtypischen Schadstoffen festgestellt. Zudem waren auch relevante PFAS-Konzentrationen nachweisbar. Das im Rückhaltebecken aufgefangene Löschwasser wurde mittlerweile abgepumpt und entsorgt. Inwieweit sich das Löschwasser auf den Untergrund ausgewirkt hat, ist im Rahmen der noch erforderlichen Boden- und Grundwasseruntersuchungen zu überprüfen.
Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass durch das vorhandene Löschwasserrückhaltebecken sowie das schnelle und zielgerichtete Eingreifen von Verwaltung und Einsatzkräften ein Schaden von Wabe, Mittelriede und Schunter abgewendet werden konnte.
Neben den Gewässeruntersuchungen wurde auch eine Probe aus dem im direkten Umfeld des Brandortes vorgefundenen Aschenmaterial entnommen und auf brandtypische Schadstoffe untersucht. In der Probe waren keine Dioxine oder Furane nachweisbar. Es wurden sehr geringe PAK- und PCB-Konzentrationen gemessen, die nicht geeignet sind, eine sogenannte „schädliche Bodenveränderung“ hervorzurufen. Hiervon ausgehende Gefährdungen der menschlichen Gesundheit sind diesbezüglich nicht zu befürchten. Weitergehende Bodenuntersuchungen sind daher für das Braunschweiger Stadtgebiet derzeit nicht vorgesehen.
