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ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 24-23532-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90 – DIE GRÜNEN vom 03.05.2024 (24-23532) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Erstmalig hat sich das Sachgebiet FaBS (Ferien außerhalb Braunschweig) dazu entschieden, die diesjährige Sommerfreizeit auf dem Jugendzeltplatz in Lenste in zwei Freizeiten zu je neun Tagen aufzuteilen.

 

Damit wird aktuellen Entwicklungen, wie z. B. dem Rückgang ehrenamtlich Helfender und allgemeinen Kostensteigerungen, Rechnung getragen.

 

Zu Frage 1:

 

Kindern mit besonderen Betreuungsbedarf eine Teilnahme an beiden Sommerfreizeiten von FaBS auf dem Jugendzeltplatz zu ermöglichen, wird in diesem Jahr eine Ausnahme bleiben.

 

Sollte sich kurz vor Beginn der Freizeit herausstellen, dass noch Plätze frei sind, können interessierte Teilnehmende an beiden Freizeiten teilnehmen. Damit wären diese Teilnehmenden auf einer 17 tägigen Freizeit.

 

Zu beachten ist, dass es sich um zwei eigenständige Freizeiten mit eigenen Betreuerinnen und Betreuern sowie in sich geschlossenen Programmen und Höhepunkten handelt. Grundsätzlich ist es das Ziel, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine Teilnahme an der FaBS Sommerfreizeit zu ermöglichen, deshalb werden zurzeit nur Buchungen für je eine Freizeit angenommen.

 

Folgende Erfahrungen haben zu dieser Entscheidung geführt:

 

Im Jahr 2022 wurde unter den damals geltenden Vorschriften die Sommerfreizeit in drei einchige Fahrten aufgeteilt. Dabei stellte sich heraus, dass gerade Kindern mit auffälligem Verhalten eine kürzere Fahrt half, an dieser erfolgreich teilzunehmen. 2023 wurde wieder eine längere Fahrt durchgeführt. Einige Kinder hatten erhebliche Schwierigkeiten, sich über diese Dauer an Regeln zu halten und standen unter erheblichem Stress. Das hat sich auf alle Teilnehmenden ausgewirkt.

 

Auch im Zuge des Fachkräftemangels konnte nicht mehr gewährleistet werden, ausreichend Ehrenamtliche für die Dauer von zweieinhalb Wochen zu finden. Die Ferienfreizeit in Lenste wird maßgeblich von ehrenamtlich Helfenden mitbetreut, die keine pädagogische Ausbildung haben und nicht für Kinder mit besonderem Förder- und Betreuungsbedarf ausgebildet sind.

 

Zu Frage 2:

 

Es ist in der Planung, das Betreuerteam durch Sozialpädagogen im Anerkennungsjahr aus dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie aufzustocken. Diese sollen sich dann u. a. auch gezielt um Kinder und Jugendliche mit besonderen Betreuungsbedarf kümmern und die ehrenamtlich Helfenden entlasten. Zusätzliches Fachpersonal steht im Fachbereich nicht zu Verfügung.

 

Zu Frage 3:

 

Der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt führt immer häufiger dazu, dass ehrenamtlich Helfende weniger Sonderurlaub von ihren Arbeitgebern genehmigt bekommen. Darauf wurde mit der Aufteilung der Sommerfreizeit in zwei Freizeiten reagiert.

 

Das hat dazu geführt, dass einige Ehrenamtliche wieder mitarbeiten. Außerdem wird über Instagram und an der Ostfalia sowie der Martha-Fuchs-Schule geworben.

 

Eine weitere Stellschraube könnte ggf. auch die Erhöhung der Aufwandsentschädigung sein, was allerdings Auswirkungen auf den Preis der Freizeit für die Teilnehmenden hätte.


 

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