Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 24-24149
Grunddaten
- Betreff:
-
Archäologische Prüfung im Bereich Volkmarode-Nord bzw. -Nordost
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Thomas Ahrens (FDP) im Stadtbezirksrat 111
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Gestoppt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 111 Hondelage-Volkmarode
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Entscheidung
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15.08.2024
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
Die Verwaltung der Stadt Braunschweig wird gebeten, archäologische Untersuchungen im Zuge
- des geplanten Baugebiets Volkmarode-Nordost (wie in der Beschlussvorlage 24-22773 dargestellt) sowie
- des geplanten Baus der Wendeschleife für die Stadtbahnverlängerung
vorzunehmen und abhängig von dem Ergebnis die nötigen Schritte einzuleiten, wie Erstellung von Dokumentationen, Sicherung von Funden, ggf. Restriktionen für die Bauplanung und dergleichen. Das betrifft insbesondere das historische Teichgebiet Volkmarode (s.u.) westlich der Berliner Heerstraße.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Hier liegt ein Artikel unseres Heimatpflegers Jörn Miehe vom 25.04.2016 mit dem Titel „Im Teichgebiet Volkmarode“ vor. Dieses historische Teichgebiet betrifft folgende Teiche:
- „Feuerteich“ (existent; östlich der Berliner Heerstraße)
- „Schafbade“ (existent; westlich der Berliner Heerstraße
sowie auch die nicht mehr vorhandenen Teiche „Muddeteich“ und „Hinterster Teich“, die westlich der Berliner Heerstraße lagen.
Dem Artikel ist zu entnehmen, dass der Heimatpfleger neben dem Wegebau zu dem Fuß- und Radweg entlang der Rotten und der Schafbade einen größeren Block (80/60/20 cm) von Eisenerzschlacke (sog. Raseneisenstein) fand. Dieser stammt vermutlich aus einem historischen Schmelzofen. Außerdem verweist der Heimatpfleger auf den ehemaligen Dorfschullehrer Heinrich Daues (Volkmarode 1929-1947), der einige historische Funde am Ufer der Schafbade fand und diese beschrieb, sowie auf den Domprediger Abt Thiele, der 1884 im Teichgebiet grub und dort Urnen und Scherben fand.
Weiterhin verweist der Heimatpfleger auf die Erläuterungen zum städtebaulichen B-Plan-VoNord und den dortigen Hinweis auf mögliche archäologische Funde, die zu sichern und zumindest zu dokumentieren wären.
Gez.
Thomas Ahrens
