Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 24-23901

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

 

Einmal jährlich ist dem Schulausschuss in der ersten Sitzung nach den Sommerferien ein Sachstandsbericht zur Digitalisierung an den Schulen vorzulegen (DS 22-20088). Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden ein Überblick über die Fortschritte der Digitalisierung der Braunschweiger Schulen im Rahmen der dritten Fortschreibung des Medienentwicklungsplans inkl. Digitalpakt Schule gegeben.

 

1. Medienentwicklungsplan (2019-2024) inkl. Digitalpakt Schule

 

Internetzugang an Schulen

 

Seit Mai 2019 wurde der Anteil der mit Glasfaser (LWL-Internet-Anbindung) versorgten

Schülerinnen und Schüler (SuS) von 20 Prozent auf 97 Prozent gesteigert.

 

 

Abb. 1: LWL-Internet-Anbindung in Prozent der SuS

 

Bis zum Jahresende wird noch eine Grund- und Hauptschule über das städtische Glasfasernetz zentral an das Internet angebunden werden können, womit dann 98 Prozent der SuS standardisiert versorgt werden. Bei 5 Grundschulen sind die Liegenschaften derzeit noch nicht an das städtische Glasfasernetz anbindbar. Dort wird derzeit mit breitbandigen Kabel- und VDSL-Anschlüssen gearbeitet und diese werden - wann immer die Provider ihre Technik modernisieren - auch noch optimiert. Wo der allgemeine privatwirtschaftliche Glasfaser-Ausbau dies ermöglicht, werden zukünftig auch lokale Glasfaser-basierte Internetzugänge für eine logische Kopplung mit der zentralen städtischen Infrastruktur genutzt werden.

 

Datennetzmodernisierung

 

Für 96 Prozent der Schülerinnen und Schüler werden aktuell moderne Netzwerkkomponenten eingesetzt. Dieser Anteil soll zum Jahresende 2024 auf 100 Prozent gesteigert werden.

 

 

Abb. 2: Netzwerkmodernisierung in Prozent der SuS

 

 

WLAN (Kabelloses Datennetz)

 

Die Entwicklung der Ausstattung der Unterrichtsräume mit Access-Points (kabelloses Datennetz) hat sich auf insgesamt 79 Prozent (Stand 07/2024) erhöht und wird bis Ende des Jahres auf 80 Prozent (Gesamtzahl) steigen.


 

 

Abb. 3: Ausstattung der Klassenräume mit Access-Points in Prozent

 

Ein vollständiger Ausbau des WLAN-Netzes wird erst mit der Fertigstellung der kompletten Datennetzmodernisierung erreicht werden können.

 

 

Digitale Präsentationsflächen

 

Bei den Präsentationsflächen handelt es sich sowohl um passive als auch um interaktive Displays. Die Art der Präsentationsflächen ergibt sich aus den jeweiligen Medienbildungskonzepten der Schulen sowie den Standards des aktuell gültigen Medienentwicklungsplans.

 

Für den digitalen Ausbau der Schulen hat die Stadt Braunschweig im Rahmen des Förderprogramms Digitalpakt rd. 13,7 Mio. € in Aussicht gestellt bekommen (siehe auch Punkt „Digitalpakt Schule“). Hiervon ist ein Teil auch für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Präsentationsflächen bereitgestellt worden.

 

Die Folgekosten (Ersatz der Ausstattungen, Betreuungen, Instandhaltungen) werden nicht gefördert. Es ist weiterhin zu forcieren, dass sich der Fördergeber auch an diesen Kosten beteiligt.

 

Aus dem nachstehenden Diagramm ist ersichtlich, dass mit Stand Juli 2024 ca. 60 Prozent aller unterrichtsrelevanten Räume mit digitalen Panels ausgestattet sind. Bis Ende des Jahres werden 62 Prozent der Unterrichtsräume über digitale Panels verfügen.


 

 

Abb. 4: Ausstattung der Klassenräume mit Panels in Prozent

 

Werden Panels und Beamer zusammengezählt (siehe Abb. 5), zeigt sich, dass aktuell insgesamt 98 Prozent der Unterrichtsräume mit digitalen Präsentationsflächen ausgestattet sind.

 

 

Abb. 5: Ausstattung der Unterrichtsräume mit digitalen Präsentationsflächen (Panels + Beamer) in Prozent

 

EDV-Arbeitsplätze

 

Schulische Endgeräte

 

Die nachstehende Tabelle zeigt die Ausstattung mit EDV-Arbeitsplätzen (07/2024) im Verhältnis zu den Schülerzahlen 2019.

 

Schulform 

Computer

Notebook

Tablet

2019

2023

2024

2019

2023

2024

2019

2023

2024

BBS

30%

38%

39%

5%

13%

12%

1%

8%

8%

S

21%

37%

35%

4%

19%

22%

1%

4%

7%

GHS

8%

17%

18%

11%

36%

38%

0%

10%

12%

GS

16%

23%

23%

7%

23%

23%

1%

15%

18%

GYM

9%

15%

16%

5%

12%

13%

1%

11%

13%

HS

15%

23%

29%

6%

30%

30%

0%

0%

0%

IGS

14%

19%

19%

9%

16%

17%

6%

17%

20%

RS

10%

18%

20%

9%

17%

19%

0%

19%

23%

Gesamt

15%

24%

24%

7%

21%

17%

1%

10%

15%

 

In den Daten sind die Geräte aus den Sofortausstattungsprogramm für SuS aus benachteiligten Familien sowie dem Förderprogramm für geflüchtete ukrainische SuS enthalten.

 

Die Beschaffungen von EDV-Geräten (PC, Notebook und Tablets) aus den Jahresinvestitionsgesprächen 2024 erfolgen erst nach Durchführung aller Jahresinvestitionsgespräche mit den Schulen (Voraussichtlich Ende August 2024). Dabei liegt die erste Priorität auf den aus dem Digitalpakt Schule zu finanzierenden Geräten, um die zeitgerechte Umsetzung der Fördermaßnahmen zu ermöglichen. 

 

 

Digitalpakt Schule

 

Für die Stadt Braunschweig stehen im Rahmen des Digitalpakts Fördermittel i. H. von insgesamt 13.733.878 € zur Verfügung. Zum 30.06.2023 (Ende der Antragsfrist) sind alle Fördermittel (100 Prozent) beantragt und bewilligt worden.

 

Maßnahme-Art

Anzahl Maßnahmen

Bewilligte Förderanträge

Datennetz

34

5.788.028,47 €

WLAN

24

1.277.734,51 €

Digitale Präsentations-flächen

81

6.668.115,02 €

Gesamt

139

13.733.878,00 €

 

 

Von den 139 bewilligten Maßnahmen konnten bereits 61 Maßnahmen komplett fertiggestellt und gegenüber dem Land abgerechnet werden (rund 5,1 Mio. €). Bei 47 weiteren Maßnahmen konnte aufgrund des Maßnahmenfortschritts schon ein Teilabruf der Fördermittel beim Land erfolgen. Insgesamt konnten bis 31.07.2024 rund 8 Mio. € an Fördermitteln eingenommen werden.


 

Vor dem Ende der Antragsfrist (30.06.2023) konnten für die sich abzeichnenden Einsparungen neue Anträge zum Ausgleich gestellt werden. Einsparungen bei Einzelmaßnahmen können nach Ende der Antragsfrist nicht für andere Maßnahmen der Stadt genutzt werden und reduzieren daher die für die Stadt zur Verfügung stehenden Gesamtfördermittel entsprechend.

 

Bisher sind 19 der 61 abgerechneten Maßnahmen davon betroffen. Dort haben sich Einsparungen in Höhe von insgesamt rund 50.000 € im Vergleich zur bewilligten Fördersumme dieser Maßnahmen (rund 1,4 Mio. €) ergeben. D. h. mit Stand 31.07.2024 sind nur noch 13.685.536,40 € Gesamtfördermittel für die Stadt Braunschweig verfügbar.

 

Bei drei Maßnahmen aus dem Bereich der Datennetzmodernisierung zeichnet sich jetzt ab, dass insgesamt rund 527.000 € nicht in Anspruch genommen werden können (Einsparungen zur Angebotssumme bzw. Maßnahme ist nicht wirtschaftlich bis Ende des Förderzeitraums umsetzbar).

 

Daraus ergibt sich voraussichtlich eine Reduzierung der Gesamtfördersumme um knapp 5 Prozent.

 

Die restlichen Maßnahmen werden bis zum 16.12.2024 umgesetzt und gegenüber dem Land abgerechnet.

 

 

Medienentwicklungsplan (MEP) 4.0

 

Die Beschlussfassung zur vierten Fortschreibung des MEP (DS 24-23468) ist am 06.06.2024 im VA erfolgt. Die Umsetzung beginnt vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien über den Haushalt 2025/2026 / IP 2024-2029 mit der Freigabe des Haushalts im Jahr 2025.

Wesentliche Inhalte der 4. Fortschreibung sind:

  • Ausstattung aller Klassen- und Fachräume mit interaktiven Tafeln bis 2029 (mit Ausnahme der Computerräume)
  • Erhöhung der Ausstattungsquote der mobilen Endgeräte von ca. 1:5 auf 1:4 (1 Gerät für 4 SuS)
  • Budget von 12.000 € /Jahr für Inklusion (temporäre Geräte zum Verleih an Schulen)
  • Budget von 40.000 / Jahr für Werkstätten und Labore BBSen im Zusammenhang mit IT- Technik.
  • Zusätzliches Personal für die Umsetzung des MEP 4.0 (3,7 Stellen)
    • eine Medienpädagogin/ein Medienpädagoge (1,0 E 11),
    • eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter im Vor Ort Service (1,0 E 9a)
    • Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter in der Organisation, Umsetzung und unterstützenden Koordination bei Baumaßnahmen (1,7 A 10/E 9c)

 

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