Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 24-24169

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:


„Der Gestaltung der Grünanlage zwischen Hochstraße, Howaldstraße und Helmstedter Straße wird entsprechend des als Anlage beigefügten Entwurfsplans zugestimmt.“

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Im Rahmen eines eingereichten Vorschlags des Kreisverbands Braunschweig-Salzgitter e.V. des Deutschen Roten Kreuzes auf der Ideenplattform wurde angekündigt, dass die Verwaltung ein Gestaltungskonzept für die Grünfläche zwischen Hochstraße, Howaldstraße und Helmstedter Straße entwickelt und im Stadtbezirksrat vorstellt (vgl. DS 23-22622). In die Planung sind neben den Vorschlägen des DRK-Quartiersmanagement als Ideengeber auch die Wünsche der Schülerinnen und Schüler der nahegelegenen Martha-Fuchs-Schule eingeflossen. Grund der Beteiligung der Schülerschaft war, dass diese sich häufig im beengten Gehwegbereich vor der Schule aufhält und zukünftig die naheliegende Grünfläche zum Aufenthalt nutzen sollte.

 

Die Wünsche des Quartiersmanagements und der Schülerschaft beinhalteten primär Sitzgelegenheiten (Picknicktisch), Abfallbehälter, Sonnenliegen, einen Fitnessbereich, vegetationstechnische Maßnahmen und einen Unterstand für den geschützten Aufenthalt. Viele der Wünsche wurden in der Planung aufgegriffen. Einige Vorschläge, wie z.B. Sitzrundbänke um die Kastanie im westlichen Bereich, können aufgrund des großen und erhaltungswürdigen Baumbestandes nicht realisiert werden.

 

Die Entwurfsplanung berücksichtigt insbesondere die Stärkung der Grünanlage als Aufenthaltsbereich. Das wird vor allem durch die Installierung verschiedener Sitzmöglichkeiten umgesetzt. Diese reichen von einer Picknick-Kombination über eine Solarsitzbank und mehrere Sonnenliegen, eine Sitz-Fitness-Kombination bis hin zu einer bepflanzten Pergola.

 

In räumlicher Nähe zur Gewöhnlichen Rosskastanie im westlichen Bereich (botanisch: Aesculus hippocastanum) wird eine runde Tisch- und Bankkombination, welche sich gestalterisch an dem dort befindlichen runden Platz orientiert, installiert. Bei dieser Sitzgelegenheit werden durch das pinkfarbene Edelstahlgestell und den hellgrauen HPL-Vollkernmaterialplatten Gestaltungselemente, die sich in der gesamten Grünanlage wiederfinden, aufgegriffen.

Sehr zentral sind vier drehbare Sonnenliegen vorgesehen, die mit einer Pflasterfläche aus Naturstein (Sandstein-Kleinstein-Pflaster) befestigt werden. Die Sonnenliegen bestehen aus einem Edelstahlkorpus und langlebigen Recycling-Kunststoffplatten.

Entlang des nördlich verlaufenden Weges wird eine Solarsitzbank eingeplant. Diese besteht aus einem Edel- oder Cortenstahlkorpus und PV-Modulen zur Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom. Mit den Solarbänken werden nicht nur weitere Sitzgelegenheiten geschaffen, sondern sie ermöglichen auch das Aufladen von mobilen Endgeräten per USB-Anschluss.

Dem Wunsch nach einem Fitnessangebot auf der Grünanlage zwischen Hochstraße, Howaldstraße und Helmstedter Straße kommt die Verwaltung auf Grund der Nachfrage gern nach und setzt dieses in Form eines kombinierten Sitz- und Fitnessbereiches um. Dieser besteht aus einem Edelstahlkorpus und ist einbettet in eine Robinienholz- und Korkfläche, die dem Fallschutz dient. Die Fitnesselemente besitzen höhenverstellbare Füße, die sowohl für Anfänger als auch für Geübte eine Möglichkeit für Outdoor-Fitness bieten. Dazu gehört ein Ganzkörpertrainer, ein Core-/Stabilitätstrainer und ein Hüft-/Rückentrainer. Zudem findet sich ein Hinweisschild neben den Elementen, wo beschrieben wird wie die einzelnen Elemente zu benutzen sind und welche Übungen ausgeführt werden können. Der vorgesehene Bodenbelag im Fitnessbereich besteht aus Holzhackschnitzeln. Das gewählte Fallschutzmaterial Holzhackschnitzel hat eine gute Dämpfeigenschaft und ermöglicht zugleich u.a. das Befahren mit Rollstuhl und Rollator, so dass auch mobilitätseingeschränkte Personen die Fitnessgeräte erreichen können. An der Fitnessanlage sollen zudem zwei Bänke aufgestellt werden.

Die geplante Pergola greift das Element der pinkfarbenen Stahlkonstruktion, die sich im Zugangsbereich zur Grünfläche an der Seite der Helmstedter Straße befindet, auf. Diese gilt als kulturell und historisch wertvoll, da sie an das zerstörte ehemalige pinkfarbene Haus erinnern soll, welches bis nach dem Krieg auf der Fläche stand. Die Pergola soll, wie der Zugangsbereich im südlichen Teil, mit Blauregen (botanisch: Wisteria sinensis) berankt werden.

Die Findlinge im westlichen Teil der Anlage dienen der Hangsicherung und schützen vor Erosion. Im östlichen Teil fungieren sie als Barriere, um Autos die Möglichkeit zu nehmen die Fläche als Wendeschleife zu nutzen.

Einen Abfallbehälter findet sich am nördlichen Eingang der Grünanlage, um das Sammeln von Abfällen zu ermöglichen.

Die vorhandene Vegetation wird in der Planung aufgegriffen. Auf der Seite der Helmstedter Straße wird die Lücke zur befahrenden Straße mit dem Europäischen Pfeifenstrauch (botanisch: Philadelphus coronarius) geschlossen. Dies soll als Sichtschutz dienen und den Lärmpegel mindern.

 

Der Zugang zur Grünanlage erfolgt im südlichen Bereich über eine bestehende Treppenanlage. Der nördliche und östliche Zugang sind barrierefrei und ermöglichen auch mobilitätseingeschränkten Personen den Zutritt zu der Grünanlage. Das inklusive Design gewährleistet ein vergleichbares Nutzungserlebnis der Ausstattungselemente für alle Nutzer und Nutzerinnen.

Für die Neugestaltung der Grünfläche wird aus Gründen der Nachhaltigkeit weitestgehend auf langlebige Materialien zurückgegriffen wie beispielsweise Holzhackschnitzel und Naturstein für Wege- und Platzflächen.

Zudem ist vorgesehen, kostenfreies WLAN auf der gesamten Fläche zur Verfügung zu stellen.

 

Die Umsetzung der dargestellten Maßnahmen belaufen sich auf geschätzte Kosten in Höhe von 90.000 €. Ausreichende Finanzmittel stehen im Teilhaushalt des Fachbereichs Stadtgrün zur Verfügung.
 

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Anlagen

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