Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung außerhalb von Sitzungen - 24-24344-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Anfrage zum Ausbaubedarf des Stromnetzes im Rahmen der Wärmewende
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung außerhalb von Sitzungen
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT VII - Finanz- und Feuerwehrdezernat; DEZERNAT VIII -Umwelt-, Stadtgrün-, Sport- und Hochbaudezernat; 68 Fachbereich Umwelt; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Hübner
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 112 Wabe-Schunter-Beberbach
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zur Kenntnis
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13.11.2024
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Erledigt
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Mitteilungen außerhalb von Sitzungen
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zur Kenntnis
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30.10.2024
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Anfrage der CDU-Fraktion, BIBS-Fraktion und Tobias Zimmer (FDP) im Stadtbezirksrat 112 vom 6. September 2024 wurde BS|Energy/BS|Netz mit der Bitte um Stellungnahme übermittelt, welche hierzu wie folgt mitteilten:
Zu Frage 1:
Im Hinblick auf die Fernwärme- und Nahwärmeversorgung im Stadtbezirk 112 wird darauf hingewiesen, dass im Bereich der Kurzekampstraße/Vossenkamp die Wärmeversorgung über Fernwärme stattfindet.
Ferner werden über das Energie-Effizienz-Quartier (EEQ) Hungerkamp viele Wohngebäude in Gliesmarode (z.B. Paul-Jonas-Meier-Str., Querumer Str., Friedrich-Voigtländer-Str. usw.) und auch in Querum (z.B. Osnabrückstr., Baugebiet Dibbesdorfer Str. Süd) mittels Nahwärme versorgt.

Schematische Darstellung von Fernwärme und Nahwärme in Gliesmarode/Querum
Für Kommunen mit einer Einwohnerzahl größer 100.000 sieht das Wärmeplanungsgesetz den 30. Juni 2026 als Stichtag für die Umsetzung der Wärmeplanung vor. Aus diesem Grunde befinden sich auch die Braunschweiger Planungen aktuell noch im Entstehungsprozess. Konkrete Festlegungen werden erst noch erfolgen.
BS|Netz geht zunächst von einem alterungsbedingten schrittweisen Wechsel der Heizungstechnologie und damit davon aus, dass das Stromnetz lediglich punktuell ertüchtigt werden muss - abhängig davon, wie der Ausbau der Wärmepumpen dies erfordert und wo es größere Bedarfe gibt. Aus diesem Grund betrachtet die BS|Netz die Anschlussgesuche punktuell und sehr aufmerksam.
Bei einem Vollausbau wird an vielen Stellen eine Ertüchtigung des Stromnetzes notwendig sein. So wird die Hochlaufkurve gemonitort und die Ausbauplanung entsprechend angepasst. Konkrete Aussagen, wo das Verteilnetz ertüchtigt werden muss, können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden.
Zu Frage 2:
Das Stromnetz ist das Rückgrat einer gelungenen Energiewende: Mehr erneuerbare Energien, ein perspektivisch steigender Stromverbrauch und ein reger europäischer Binnenmarkt bedeuten, dass das Stromnetz neuen Anforderungen gerecht werden muss. Die dafür notwendigen Ausbaumaßnahmen und etwaigen Netzverstärkungen werden unter dem Begriff Netzausbau zusammengefasst.
Gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind die vier Übertragungsnetzbetreiber (siehe hierzu beispielsweise die Informationen der Bundesnetzagentur: https://www.smard.de/page/home/wiki-article/446/205184) mit der Ausarbeitung eines sogenannten Netzentwicklungsplans (NEP) beauftragt. Hierin erfassen sie alle Maßnahmen, die in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren erforderlich sein werden, um das jeweilige Übertragungsnetz bedarfsgerecht zu verstärken, zu optimieren und auszubauen. Investitionen in die Energieinfrastruktur sind demzufolge langfristig angelegt und auch der aktuelle NEP blickt erstmals auf das Zieljahr 2045.
Analog zum NEP haben auch die Verteilnetzbetreiber entsprechende Planungen in mehreren sogenannten Netzausbauplänen (NAP) aufgestellt. Herzstück der NAP sind die Ziele der Bundesregierung sowie die konkreten Vorhaben, mit denen die Verteilnetzbetreiber in den kommenden fünf und zehn Jahren das jeweilige Netz optimieren, verstärken oder ausbauen wollen.
Eigentümer und Betreiber des Braunschweiger Stromverteilnetzes ist BS|Netz. Hier sind allein 90 Mitarbeiter für den Betrieb der Stromnetze und -infrastruktur zuständig. Viele weitere Mitarbeiter planen, kalkulieren und projektieren außerdem die Weiterentwicklung des über 3.033 Kilometer langen Stromversorgungsnetzes, der zwölf Umspannwerke, 815 Ortsnetzstationen und 3.126 Kabelverteilerschränke, die die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger, von Gewerbe und Industrie mit Strom in Braunschweig sichern - jetzt und in Zukunft.
Zu Frage 3:
Die Kosten hängen vom konkreten Ausbaubedarf ab, der momentan noch nicht abschätzbar ist
