Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 24-24553

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

Die Stadt Braunschweig beteiligt sich über die Projektlaufzeit von 3 Jahren (01.01.2025 31.12.2027) mit einem Betrag von 90.000 € (30.000 € p. a.) an dem Gemeinschaftsprojekt „InnoREG - Regionales Innovationsscouting zur Förderung des Wissens- und Technologietransfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“ der Partner Technische Universität Braunschweig und Ostfalia Hochschule sowie Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH und Landkreis Gifhorn Innovation & Service GmbH mit Ko-Finanzierung durch Mittel aus der Förderung Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen.

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Mit der Vorlage 17-05217 wurde im Jahr 2017 das Projekt „Regionales Innovationsscouting“ mit dem Partner Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH, TU Braunschweig und Stadt Braunschweig umgesetzt. Im Vordergrund standen dabei Unternehmensbesuche und die Erhebung des Innovationsbedarfs der besuchten Wirtschaftsunternehmen. Vorrangig wurden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kontaktiert und besucht. Die Ergebnisse lassen sich dem Ergebnisbericht in der Anlage entnehmen. Im Anschluss konnte die TU Braunschweig eine Fortführung der Technologietransferformate im Rahmen des TranferHub38 Projektes durch Bundesförderung erreichen. Diese Förderung ist zum 30.06.2024 ausgelaufen.

 

Mit dieser Vorlage soll nun eine Fortführung des Innovationsscoutings bei regionalen Unternehmen gemeinsam mit den Partnern TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule sowie der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter und der Wirtschaftsförderung Landkreis Gifhorn im Rahmen der Förderung Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen beschlossen werden.

 

Nachhaltige kontinuierliche und breit angelegte Innovationsaktivitäten sind wichtige Voraussetzungen für die positive, langfristig orientierte Entwicklung Braunschweigs und der ansässigen Unternehmen. Daher wird das Thema Technologietransfer seitens der Wirtschaftsförderung im Verbund mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen nach wie vor bearbeitet und soll mit diesem Vorhaben gerade im Hinblick auf die massiven Transformationsprozesse, vor denen die Unternehmen stehen, wieder intensiviert werden. Im Rahmen des Handlungsfeldes Regionale Innovationsfähigkeit des Zukunftskonzepts der Region SüdOstNiedersachsen soll gemäß Leitprojekt ein regionales Innovations- und Transformationsmanagement entwickelt bzw. ausgebaut werden, um die Region zukunftsfähig aufzustellen. Ziel des Projektes InnoREG ist es deshalb, Transferprojekte zwischen Hochschulen bzw. außerhochschulischen Forschungseinrichtungen (AFE) und Unternehmen, vorzugsweise KMU sowie anderen Organisationen mit Innovationsbedarf zu initiieren. Konkret sollen Ergebnisse aus den Forschungseinrichtungen in andere Organisationen, vorzugsweise KMU, transferiert und dort wirtschaftlich verwertet werden.

 

Zur Initiierung und Umsetzung von Transferprojekten wird ein effizienter, prozessorientierter Lösungsansatz verfolgt: Im ersten Schritt, nachdem Bedarfe über die Wirtschaftsförderungen oder direkt von Unternehmen übermittelt wurden, nehmen die Innovationsscouts (Transferbeauftragte der Hochschulen) aktiv Kontakt mit den Interessenten auf, um den Innovationsbedarf dieser Unternehmen (hpts. KMU) konkret zu ermitteln. Im weiteren Verlauf des Prozesses analysieren und formulieren die Scouts diese Innovationsbedarfe der Unternehmen und erarbeiten gemeinsam mit ihnen Lösungsansätze in Form von Transferprojekten.

 

Der Mehrwert für die Region ergibt sich einerseits durch die nachhaltige Entwicklung des Transfers und des Innovationsökosystems und andererseits durch die Stärkung der Zusammenarbeit von kommunalen Einrichtungen, Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen und Wirtschaft in der Region. Für die Adressaten (Wirtschaftsunternehmen und sonstige Organisationen der Region) bietet das Vorhaben den Vorteil, dass der Innovationsbedarf mit Unterstützung der regionalen Forschungseinrichtungen unkompliziert und effizient gedeckt werden kann. Durch den Einsatz der Innovationsscouts können bestehende Bedarfe beim Innovationsmanagement der Unternehmen zumindest teilweise gedeckt werden und Innovationsprojekte initiiert werden, die sonst nicht zustande kommen würden.

 

r die Durchführung des Projekts werden die TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule Stellen im Umfang von 125% einer Vollzeitstelle bereitstellen. Die Gesamtkosten betragen 328.635,00 € insgesamt. Es ist geplant, dass die Stadt Braunschweig 30.000,00 €, die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH 25.000,00 € und die Wirtschaftsförderung Landkreis Gifhorn Innovation & Service GmbH 15.000,00 € im Rahmen einer Zuwendung jährlich für das Projekt bereitstellen. Der unterschiedliche Beitrag spiegelt unterschiedliche Mengengerüste der Unternehmenskontakte wider. Hinzu kommt eine zu 40% der Gesamtkosten anteilige Förderung des Projektes aus Mitteln der Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen, welche durch die TU Braunschweig beantragt wird. Die Bewilligung der Ko-Finanzierung ist Voraussetzung für die Durchführung des Projektes und Beteiligung der Stadt Braunschweig. Haushaltsmittel stehen im städtischen Haushalt zur Verfügung.

 

Die Projektpartner gehen davon aus, dass jährlich ca. 40 Unternehmensbesuche (inkl. entsprechender Vor- und Nachbereitung) durchgeführt werden können. Diese verteilen sich analog der Zuwendungshöhe auf ca. 17 Besuche in Braunschweig, 14 in Salzgitter und 9 im Landkreis Gifhorn. Der Projektstart wird für den 1. Januar 2025 geplant, die Projektlaufzeit soll zunächst für drei Jahre angesetzt werden. Dies ist einerseits ein Zeitraum der ausreicht, um schlagkräftige Projektstrukturen zu etablieren, andererseits wird erwartet, dass sich erste Erfolge in Form konkreter Transferprojekte zwischen Wirtschaftsunternehmen und TU Braunschweig sowie Ostfalia Hochschule einstellen. Rechtzeitig vor dem Auslaufen des Projekts werden sich die Projektpartner darüber verständigen, ob und ggf. wie die aufgebauten Strukturen fortgeführt oder sogar verstetigt werden können.

 


 

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Anlagen

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