Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 24-24659

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

„Der Umgestaltung des Bolzplatzes Bärenkamp in einen Dirt-Bike-Parcours und einen Basketballplatz (Halbfeld) auf der Basis des als Anlage beigefügten Entwurfsplans wird zugestimmt.“
 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Der Bolzplatz Bärenkamp ist zurzeit weitgehend in seiner Nutzung als Jugendplatz eingeschränkt, da Wildtiere den Ort wiederkehrend in einen Zustand versetzten, der Fußballspielen nicht möglich macht. Aufgrund der regelmäßigen Wildschweinbesuche und damit einhergehender Schäden stellt die Verwaltung mit der vorliegenden Planung ein alternatives Nutzungskonzept vor. Wildschweine wittern die 15 cm unter der Erde liegenden Trüffel, graben sie mit ihren Stoßzähnen aus und hinterlassen dabei Schäden auf der Fläche. Die Verwaltung hofft, dass die Schäden durch die zu erwartende höhere Frequentierung durch Nutzer und Nutzerinnen minimiert wird und die Wildschweine vertrieben werden.

 

Auf dem Großteil des derzeitigen Bolzplatzes Bärenkamp soll ein Dirt-Bike-Parcours für Anfänger und Fortgeschrittene entstehen. Im Nordosten des Platzes bietet zukünftig ein 3x3- Spielfeld mit Ballfangnetz die Möglichkeit zum Basketballspielen. Außerdem ist ein großzügiger Aufenthaltsbereich geplant, der zum Verweilen einlädt.

 

Der Dirt-Bike-Parcours bietet insgesamt vier verschiedene Strecken, so genannte Lines, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Es handelt sich um eine Flowjumpline (Line 1), einen Flowtrail (Line 2), eine große Jumpline (Line 3) und eine kleine Jumpline (Line 4). Außerdem gibt es einen Tricksprung mit Rindenmulchlandung.

 

Neben dem Basketballfeld sind drei Hip-Sprünge (Flowjumpline, Line 1) geplant. Diese Sprünge zeichnen sich dadurch aus, dass Absprung und Landung nicht in einer Linie, sondern in einem Winkel von bis zu 90° zueinander erfolgen. Anschließend kann man geradewegs in eine Sprungkombination gehen. Die Sprungkombination „StepUp-StepDown“ ist ein Tricksprung, der eine Herausforderung darstellt. Ein „StepUp“ ist ein Sprung, bei dem mit Anlauf über eine Rampe gesprungen und auf einer höheren Ebene gelandet wird, wodurch ein Höhenunterschied überwunden wird. Ein „StepDown“ ist ebenfalls ein Sprung bei dem sich der Fahrer oder die Fahrerin über eine emporragende Absprungkante herunterfallen lässt. Dabei gewinnt der Fahrer oder die Fahrerin zunächst etwas an Höhe, bevor es nach unten geht.

 

Die Anlage bietet einen kurvigen Bereich (Flowtrail, Line 2) an. Der Flowtrail zeichnet sich durch Anlieger und Tables aus, die ein weiches und flüssiges Fahrgefühl vermitteln. Anlieger sind Steilkurven, bei denen der äußere Streckenrand höher liegt als der innere. Ein Table ist ein abgeflachter Erdwall, der aus drei Teilen besteht: einer Absprungrampe und einer abfallenden Landerampe, die durch ein flaches Mittelstück verbunden sind. Von der Seite betrachtet hat ein Table die Form eines Trapezes. Für Anfänger ist dieser Parcours ideal, da ein Table zu Beginn einen kurzen Sprung ermöglicht, der nicht im leeren Raum endet.

 

Die Anlage bietet auch eine große Jumpline (Line 3) und eine kleine Jumpline (Line 4). In diese Lines kann man sich durch den Roll-In-Bereich „hineinrollen“ lassen, um so die notwendige Geschwindigkeit aufzubauen. Die große Jumpline (Line 3) bietet auf der Strecke zwei große Sprünge (h=1,80m) mithilfe einer Stahl-/Holzkonstruktion. Die Strecke endet mit einem Auslauf in einer Anliegerkurve und geht über einen Pumptrail zum Aufenthaltsbereich bzw. zurück zum Startpunktl. Bei einem Pumptrail handelt es sich um eine spezielle, künstlich angelegte Mountainbike-Strecke, bei der das Ziel darin besteht, durch Ausnutzung des stark welligen Längsprofils und durch koordinierte, „pumpende“ Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers Geschwindigkeit zu gewinnen, ohne dabei in die Pedale zu treten.

 

Die kleine Jumpline (Line 4) ist ähnlich aufgebaut wie die große Jumpline (Line 3), jedoch mit zwei kleineren Absprüngen (Höhe=1,10 m), die ebenfalls aus einer Stahl-/ Holzkonstruktion bestehen. Zusätzlich bietet die Dirt-Bike-Anlage einen Tricksprung (Line 5) mit einem großen Absprung (Höhe=1,80 m) und einer Rindenmulchlandung.

 

Das Gestaltungskonzept sieht in der Streckenführung vor, dass die Rückfahrt zum Ausgangspunkt über den Aufenthaltsbereich erfolgt. Im Aufenthaltsbereich kann bei Bedarf eine Pause eingelegt werden. Entlang des Weges von dem Aufenthaltsbereich zum Startpunkt befinden sich noch zwei Sitzgelegenheiten mit Rückenlehne zum Verweilen.

Der Dirt-Bike-Parcours verfügt über einen großen Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten auf einer Natursteintribüne und einer Sitzplattform. Außerdem gibt es zwei Abfallbehälter sowie Fahrradbügel. Auf der Zuwegung zum Startpunkt befinden sich zwei Sitzbänke mit Rückenlehne.

 

Auf der Anlage soll zusätzlich zu dem Dirt-Bike-Parcours im Nordosten zukünftig ein 3x3-Basketballfeld mit einem EPDM-Bodenbelag entstehen. Das Basketballfeld würde zeitlich nach der Fertigstellung des Dirt-Bike-Parcours entstehen. Das Feld ist 15 Meter lang und 11 Meter breit. Es wird auf einer Spielfeldhälfte mit einem Korb gespielt, der auf einer Höhe von 3,05 Metern angebracht ist.

 

Für die Neugestaltung der Dirt-Bike-Anlage wird aus Gründen der Nachhaltigkeit weitestgehend auf langlebige Materialien zurückgegriffen wie beispielsweise Holz und Stahl für die Rampen und Naturstein für die Tribüne. Die Profilierung der einzelnen Lines erfolgt durch Erdmodellierung in einer gewellten Flächenform.

 

Die Umsetzung der dargestellten Maßnahmen für den Dirt-Bike-Parcours belaufen sich auf geschätzte Kosten in Höhe von 277.000 €. Bei der Umsetzung des 3x3-Spielfeldes belaufen sich die Kosten schätzungsweise auf 40.000 €. Ausreichende Finanzmittel stehen im Teilhaushalt des Fachbereichs Stadtgrün zur Verfügung.

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Anlagen

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