Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 24-24030-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zur Anfrage des Fraktion Bündnis 90/ Grüne vom 24.07.2024 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Laut Auskunft der Polizei ist im Harzstieg kein relevantes Verkehrsunfallgeschehen und auch keine Gefährdungslage bekannt.

 

Zu 1:

Die Einrichtung von Ausweichbuchten im Harzstieg wäre mit einer Reduktion des vorhandenen Parkraums verbunden. Dies würde den bereits allgemein hohen Parkdruck in den meisten Straßen der Gartenstadt jedoch weiter verschärfen und die Problematik des Begegnungsverkehrs auf andere Straßen verlagern. Aus diesem Grund ist die Einrichtung zusätzlicher Ausweichbuchten nicht sinnvoll.

 

Zu 2:

Es ist grundsätzlich möglich, Verkehre innerhalb eines Quartiers durch die Einrichtung von Einbahnstraßen zu führen. Einbahnstraßen sind jedoch auch mit den folgenden Nachteilen behaftet:

  •     Gegenverkehr mit Kraftfahrzeugen ist in Einbahnstraßen nicht vorhanden. Daher können die Fahrzeugführer unter Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fahrbahnbreite here Fahrgeschwindigkeiten erzielen. Erfahrungen aus der Praxis haben bestätigt, dass ungeachtet einer Geschwindigkeitsbeschränkung Einbahnstraßen ein höheres Geschwindigkeitsniveau aufweisen als Straßen identischer Fahrbahnbreite mit Gegenverkehr. Dies widerspricht jedoch dem eigentlichen Zweck einer Tempo 30-Zone, den Verkehr insgesamt zu beruhigen, die Fahrgeräusche zu vermindern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
  •     Durch Bestehen einer Einbahnstraßenregelung sind bestimmte Örtlichkeiten innerhalb der Einbahnstraßen nicht mehr auf dem kürzesten Weg erreichbar. Dadurch müssen Umwegfahrten in Kauf genommen werden, die sonst nicht erforderlich wären.
  • Durch die unvermeidbaren Umwege werden andere Straßenzüge belastet. Die Belastung besteht aus einer erhöhten Verkehrsstärke, höherer Abgasbelastung und höherem Feinstaubeintrag sowie einem ebenfalls erhöhten Geräuschpegel über den Tag verteilt zum Nachteil der dortigen Anwohner.

Die dargestellten Nachteile haben unmittelbare Auswirkung auf die Anwohner des Harzstiegs und auch auf die übrigen Anwohner des Quartiers, die von unvermeidbaren Umwegen betroffen sind. Um die Anwohner aus den angrenzenden Straßen, wie Lappwaldstraße nicht durch zusätzlichen Verkehr zu belasten, wird aus Sicht der Verwaltung die Einrichtung einer Einbahnstraße im Harzstieg nicht empfohlen. Auch wenn der Harzsteig in dem Abschnitt eng ist, überwiegen die Nachteile einer Ausweisung als Einbahnstraße.

 

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