Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 24-24909

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:


Im Jahr 2025 werden im Rahmen der Internationalen Jugendarbeit des Fachbereiches Kinder, Jugend und Familie folgende Jugendbegegnungen und Angebote durchgeführt:

 

  1. Zwei Jugendbegegnungen mit Omaha (USA), in Omaha und Braunschweig, mit jeweils 12 Teilnehmenden aus Omaha und Braunschweig.

 

  1. Jugendbegegnung mit Bila Zerkwa (Ukraine) und der polnischen Jugendorganisation „Project Warmia“ in Olsztyn mit jeweils 10 Teilnehmenden.

 

  1. Zwei Jugendbegegnungen mit Jugendzentren aus Bila Zerkwa, Dublin und Barcelona, in Dublin und Barcelona, mit jeweils sechs Mädchen, begleitet durch das Kinder- und Jugendzentrum Mühle.

 

  1. Eine Jugendbegegnung mit dem Jugendparlament aus Lille, in Lille, mit den Mitgliedern beider Jugendparlamente, begleitet durch die Fachkraft des Braunschweiger Jugendparlaments.

 

  1. Eine Jugendbegegnung mit Jugendzentren aus Italien, Finnland und Spanien, in Südtirol, mit jeweils sieben volljährigen Teilnehmenden, begleitet durch das Kinder- und Jugendzentrum Rühme.

 

  1. Zwei Jugendbegegnungen mit Jugendorganisationen aus Spanien und Polen, in Olsztyn und Calvia, mit jeweils 15 Teilnehmenden, begleitet durch das Kinder- und Jugendzentrum Rühme.

 

  1. Eine Jugendbegegnung mit einem Jugendkulturzentrum aus Rumänien, in Rumänien mit jeweils 15 Teilnehmenden, begleitet durch das Kinder- und Jugendzentrum Querum.

 

  1. Drei „DiscoverEU Inklusion“-Fahrten, mit jeweils 10 volljährigen Teilnehmenden.


 

 

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Mit den Partnern in den USA (Omaha) ist eine Jugendbegegnung in der konkreten Vorbereitung. Die erste Jugendbegegnung in den USA wird vom 05. April bis zum 26. April mit jeweils 12 jungen Menschen durchgeführt. Die Gruppe aus den USA kommt vom 31. Mai bis zum 21. Juni nach Braunschweig. Gefördert wird sie aus dem „Kinder- und Jugendplan des Bundes“.

 

Auf Grund des Ausreiseverbotes des israelischen Bildungsministeriums für israelische Jugendgruppen und der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Israel, können die israelischen Jugendbegegnungen mit Kiryat Tivon und Jerusalem nicht wie in den vorherigen Jahren geplant und durchgeführt werden. Auch die Durchführung in Europäischen Drittländern ist laut israelischem Bildungsministerium nicht erlaubt. Die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit in Form gemeinsamer Jugendbegegnungen wird regelmäßig geprüft.

 

Die Durchführung internationaler Jugendbegegnungen mit Kasan (Russland) ist weiterhin nicht möglich und bis auf weiteres ausgesetzt.

 

Die frei gewordenen Ressourcen wurden genutzt, um die Internationale Jugendarbeit in Braunschweig neu auszurichten. Nachdem die Pilotprojekte mit dem Jugendzentrum Roxy im Jahr 2024 von allen Beteiligten als bereichernd für Teilnehmende und Einrichtungen bewertet wurden, sind für 2025 neue, niedrigschwellige Jugendbegegnungen in Planung. Diese werden in Zusammenarbeit mit weiteren Braunschweiger Jugendzentren, europäischen Jugendorganisationen und dem Jugendparlament entwickelt.

 

Die Neuausrichtung und Intensivierung unserer Zusammenarbeit mit Jugendorganisationen im europäischen Ausland eröffnet uns neue Chancen, von optimierten Fördermodalitäten zu profitieren. Neben der bewährten Unterstützung durch den „Kinder- und Jugendplan des Bundes“ können wir dank des EU-Programms „Erasmus+ Jugend“ Jugendbegegnungen und Fachkräfteaustausche mit einer Förderung von bis zu 100 % realisieren. Diese neue Förderung ermöglicht es uns, Teilnahmebeiträge für diese Angebote in der Regel vollständig zu streichen oder auf ein Minimum zu reduzieren. Durch diesen neuen Ansatz sprechen wir gezielt auch junge Menschen aus marginalisierten Gruppen an und schaffen so mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit.

Die Maßnahmen erfolgen stets unter dem übergeordneten Ziel der Demokratieförderung und der Friedenssicherung. Sie tragen zur Förderung internationaler und europäischer Solidarität und Zusammenarbeit bei und stärken das Bewusstsein für eine gemeinsame europäische Identität.

 

Die folgenden Projekte werden durch das EU-Programm „Erasmus+ Jugend“ sowie den „Kinder- und Jugendplan des Bundes“ gegenfinanziert.

 

Auf Grund der positiven Rückmeldungen und Erfahrungen aus 2024 wird 2025 eine trilaterale Jugendbegegnung mit unserer Solidaritätspartnerstadt Bila Zerkwa vom 11. Oktober bis zum 18. Oktober durchgeführt. Gemeinsam mit Jugendlichen aus Bila Zerkwa und Polen werden 10 Braunschweiger Jugendliche in Olsztyn gemeinsam zum Thema Nachhaltigkeit arbeiten.

 

Das Jugendzentrum Mühle wird gemeinsam mit Jugendzentren aus Bila Zerkwa, Dublin und Barcelona zwei Jugendbegegnungen begleiten, die sich speziell den Themen der Mädchenarbeit widmen. Jeweils sechs Mädchen werden vom 12. bis 19. April in Dublin und vom 12. bis 19. Juli in Barcelona zu Themen wie Selbstvertrauen, Beziehung und Gewalt gegen Frauen arbeiten.

 

Das Braunschweiger Jugendparlament wird mit dem Jugendparlament in Lille eine Jugendbegegnung vom 05. April bis zum 11. April durchführen. Gearbeitet wird zu den Themen Diskriminierung und Rassismus aber auch zu europäischer Identität und Demokratieverfahren. Außerdem wird sich über die jugendparlamentarische Arbeit und Struktur ausgetauscht.

 

Das Jugendzentrum Rühme wird mit Jugendzentren aus Italien, Finnland und Spanien in Südtirol eine Jugendbegegnung vom 17. April bis 26. April durchführen. Die volljährigen Teilnehmenden werden unter vollkommenem medialen Verzicht zum Thema moderne Medien und Naturverbundenheit arbeiten.

 

Das Jugendzentrum Rühme wird mit dem Jugendzentrum aus Calvia und der polnischen Jugendorganisation „Project Warmia“ zwei Jugendbegegnungen in Olsztyn und Calvia durchführen. Vom 10. Juli bis zum 20. Juli in Olsztyn und vom 16. Oktober bis zum 26. Oktober in Calvia wird innerhalb des „Teach and Learn“ Programms zum Thema Empowerment und Resilienz gearbeitet.

 

Das Jugendzentrum Querum wird mit dem Jugendkulturzentrum aus Rumänien, in Sibiu (ehemals Hermannstadt) mit jeweils 15 Teilnehmenden zu deutsch-rumänischer Geschichte und Kultur arbeiten.

 

Ebenfalls im Rahmen des EU Programms Erasmus+ Jugend werden drei „DiscoverEU Inklusion“ Fahrten organisiert, die ebenfalls aus europäischen rdermitteln zu 100% gegenfinanziert werden. Benachteiligte junge Menschen mit „geringen Chancen“[1]nnen an je einer Fahrt mit jeweils zehn 18-Jährigen kostenlos teilnehmen. Die jungen Menschen planen ihre Europareise mit dem Zug selbst und werden bei der Organisation und Durchführung unterstützt. Darüber hinaus wird die Fahrt selbst auch organisatorisch begleitet. Geplant sind drei Fahrten in verschiedenen Schulferien, acht Tage in den Osterferien, vier Tage über Himmelfahrt und 14 Tage in den Sommerferien.

 

Mittel für die Durchführung der Maßnahmen stehen im Entwurf des Haushaltsplans 2025 zur Verfügung. Die Maßnahmen mit Bila Zerkwa stehen im Zusammenhang mit der Vertragsunterzeichnung der Solidaritätspartnerschaft mit Bila Zerkwa am 14. Dezember 2022. Hierzu wurde u. a. vereinbart, dass beide Städte Jugendbegegnungen in Braunschweig durchführen und eine engere Zusammenarbeit der Jugendarbeit anstreben.

 

Gemäß Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom 9. November 2000 obliegt die Entscheidung über die Durchführung von einzelnen Maßnahmen und die Festsetzung von Teilnahmeentgelten der Verwaltung im Rahmen der hiermit vorgelegten Planung.


 


[1] Vgl. S.10 „Strategie für Inklusion und Vielfalt – Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps“ (2021): Europäische Kommission - https://erasmus-plus.ec.europa.eu/sites/default/files/2021-12/implementation-inclusion-diversity_apr21_de.pdf

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Anlagen

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