Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 25-24935

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Sachverhalt

Sachverhalt:
TikTok ist eine Social Media-Plattform, die vor allem bei jungen Nutzern beliebt ist. Doch die App ist höchst umstritten: wegen der Masse an Falschmeldungen und Propaganda, die dort unter anderem auf Betreiben Russlands geteilt wird, wegen Zensur durch Sperrung einzelner Begriffe oder Unterdrückung von Kritik, wegen Intransparenz über die gesammelten Daten, wegen der möglichen Einflussnahme durch die chinesische Regierung bis hin zu Spionageverdacht, und wegen der teils für Körper („Challenges“) und Psyche gefährlichen Inhalte. In diversen Ländern, darunter auch die USA, wird immer wieder über ein Verbot der App diskutiert.

Durch die schiere Menge an Daten und die mehrheitliche Versorgung von Servern und Rechenzentren mit Strom aus Kohle und Öl ist darüber hinaus die Klimabilanz des Unternehmens denkbar schlecht: Einer Schätzung von Greenly zufolge dürfte TikTok mehr Kohlendioxid produzieren als ganz Griechenland (https://www.n-tv.de/wissen/Schaetzung-Tiktok-hat-hoeheren-CO2-Fussabdruck-als-Griechenland-article25435044.html).

Die Stadt Braunschweig möchte nun ihre Präsenz nach Facebook, Instagram, Youtube und LinkedIn auch auf diese Plattform ausweiten und hat deswegen die Stelle einer/eines TikTok-Managers/Managerin ausgeschrieben – eine Vollzeitstelle, je nach Ausbildung mit E11 oder E10 TVöD.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Wie begründet die Stadtverwaltung die Nutzung von TikTok in Anbetracht der o.g. Risiken und Kritikpunkte?

2. Wie geht die Verwaltung mit dem Thema Cybersicherheit in Bezug auf die App um (z.B. separate Infrastruktur)?

3. Inwieweit rechtfertigt das Anforderungsprofil (Betreuung des Kanals, Beratung der Verwaltung, Ergänzung des schon bestehenden Teams für Social Media) eine Vollzeitstelle der genannten Gehaltsstufe?   

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