Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 25-25432
Grunddaten
- Betreff:
-
Arbeitgeberattraktivität - Präsentation der Ergebnisse der Mitarbeitendenumfrage
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 10 Fachbereich Zentrale Dienste
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT II - Personal-, Organisations-, Digitalisierungs- und Ordnungsdezernat; 20 Fachbereich Finanzen
- Verantwortlich:
- Dr. Pollmann
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung
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zur Kenntnis
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20.03.2025
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Seit einigen Jahren läuft das Recruiting bei der Stadt Braunschweig bereits komplett digital, auch weil die Bewerberinnen und Bewerber erwarten, einen möglichst einfachen und strukturierten Bewerbungsprozess zu durchlaufen. Um die Werbung für die Stadt Braunschweig als Arbeitgeberin noch zielgruppengerechter zu gestalten, finden derzeit erste Vorbereitungen für ein städtisches Karriereportal statt, auf dem sich Bewerbende bereits im Vorfeld u. a. einen ersten Überblick über Aufgabenbereiche, Berufszweige sowie Entwicklungsmöglichkeiten verschaffen können.
In diesem Zuge soll mit Unterstützung einer externen Agentur auch eine Arbeitgebermarke (Employer Branding) entstehen, die aussagt, was die Stadt Braunschweig als Arbeitgeberin ausmacht und wofür sie steht. Um hierbei eine möglichst realistische, aber auch nachhaltige Marke kreieren zu können, ist die Meinung der Mitarbeitenden zur Arbeitgeberin Stadt Braunschweig von besonderer Bedeutung. Daher erfolgte Anfang des Jahres eine anonyme Umfrage, bei der alle Mitarbeitenden aufgerufen waren, online zwölf Fragen zu verschiedenen Themenfeldern zu beantworten.
Insgesamt haben an der Umfrage rd. 1.100 Mitarbeitende teilgenommen. Aus den Ergebnissen lassen sich nicht nur Erkenntnisse für eine zukünftige Arbeitgebermarke ableiten, sondern auch Rückschlüsse zur Attraktivität der Stadt Braunschweig als Arbeitgeberin ziehen. Hervorzuheben sind hierbei folgende Punkte:
- Deutlich wurde, dass die Mitarbeitenden zu einem Großteil aufgrund der Heimatverbundenheit oder der Wohnortnähe bei der Stadt Braunschweig arbeiten,
- mit dem Arbeitsklima sind mehr als 3/4 der Teilnehmenden zufrieden oder sehr zufrieden,
- mit der Büroausstattung sind rd. 2/3 der Teilnehmenden zufrieden oder sehr zufrieden,
- mit den angebotenen Benefits sind rd. 3/4 der Teilnehmenden zufrieden oder sehr zufrieden, wobei die flexiblen Arbeitszeiten, das Angebot der mobilen Arbeit oder auch Hansefit die beliebtesten Benefits sind,
- die Teilnehmenden schätzen an ihrer täglichen Arbeit die Aufgabenvielfalt, die Kollegialität sowie die Autonomie am meisten,
- rd. 55 % der Teilnehmenden sind mit den Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung zufrieden oder sehr zufrieden,
- rd. 63 % der Teilnehmenden sind mit dem Informationsfluss unzufrieden oder eher unzufrieden,
- mit der Unterstützung und Führung durch die/den direkte/n Vorgesetzte/n sind rd. 75 % zufrieden oder sehr zufrieden.
Die Verwaltung wird das Ergebnis der Umfrage in der Sitzung des Finanz-, Personal- und Digitalisierungsausschusses detaillierter präsentieren, auch differenziert nach Geschlecht und Alter der Teilnehmenden.
Die durchaus hohe Zufriedenheit der Mitarbeitenden spiegelt sich auch in der aktuellen Stellenbesetzungsquote der Stadt Braunschweig wider. Trotz Fachkräftemangels und demographischen Wandels sind aktuell rd. 94 % der im Stellenplan hinterlegten Stellen besetzt. Aus einem aktuellen interkommunalen Vergleich von 16 Kommunen der Größenklassen 1 (mehr als 400.000 Einwohner/innen) und 2 (200.000 bis 400.000 Einwohner/innen) ist bekannt, dass der Mittelwert hierzu bei rd. 89 % liegt, der unterste Wert bei rd. 83 %.
Dennoch wird die Verwaltung trotz der vorherrschenden Rahmenbedingungen bestrebt sein, mit weiteren Maßnahmen (z. B. Karriereportal, Gewinnung und Qualifizierung weiterer Quereinsteigerinnen und –einsteiger, Ausweitung dualer Studiengänge, Angebot des Fahrradleasings) die Besetzungsquote zu halten oder sogar noch zu verbessern. Auch wird die Verwaltung Überlegungen anstellen, wie sich die Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit dem Informationsfluss erhöhen lässt.
