Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 25-25363-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Vorbemerkung

 

Aktuell laufen auf dem Hagenmarkt archäologische Untersuchungen in Vorbereitung auf die Platzumgestaltung. Der Entwurf für diese Platzumgestaltung des Berliner Planungsbüros capattistaubach entsprang einem Freiflächenwettbewerb, hat eine einstimmige Zustimmung der Wettbewerbsjury und im Nachgang eine einstimmige Zustimmung des APH erhalten. Dieser Entwurf ist weiter in eine Ausführungsplanung umgesetzt worden; auf dieser Grundlage wurden auch die Arbeiten ausgeschrieben. Konzeptionelle Änderungen an diesem Entwurf sind nicht mehr möglich.

 

Dass im Zuge der Grabungen Funde der Oper zu Tage treten war und ist für alle Beteiligten nicht überraschend. Bei aller Freude über die gut erhaltenen Keller- und Fundamentreste der Oper sind diese Funde in erster Linie interessant, um die genaue Lage der Oper heute feststellen zu können. Materiell sind diese Funde in Anbetracht von mehreren umfänglich erhaltenen historischen Geuden in der Innenstadt (z.B. die mittelalterlichen Kirchen) nicht spektakulär. Einzelne kleinere Funde sind im Übrigen auch dem mittelalterlichen Hagenrathaus zuzuordnen. Ganz offenbar wurde beim Abbruch dieses mittelalterlichen Gebäudes Steine zur Gründung der Oper wiederverwendet; eine nachhaltige Ressourcenverwendung, die ganz zeitgemäß erscheint.

 

Dies vorangestellt werden die Fragen wie folgt beantwortet:

 

 

  1. Die Fundstücke, die der alten Oper zuzuordnen sind, sind mengenmäßig sehr umfangreich. Es handelt sich letztlich aber um gewöhnliches Steinmaterial ohne weitere Bearbeitungsspuren. Hier ist derzeit keine öffentliche Zugänglichkeit bzw. Präsentation geplant. Ggf. wird das Material gelagert und auch der Tradition folgend wiederverwendet. Dies wird noch geprüft und ist abhängig von geeigneten Lagerflächen.

 

Besondere Fundstücke mit Bearbeitungsspuren, die z. B. dem mittelalterlichen Hagenrathaus zuzuordnen sind, werden gesichert und zunächst natürlich dokumentiert. Hier ist je nach weiterem Verlauf der Grabungen und Fundlage eine öffentliche Präsentation vorstellbar.

 

  1. Siehe Vorbemerkung. Die Planungen zur Platzgestaltung sind abgeschlossen. Eine Aufnahme von Konturen des Operngebäudes ist nicht vorgesehen.

 

  1. Es ist vorgesehen eine eigene BLIK-Tafel (Braunschweiger Leit- und Informationssystem) zu der Geschichte des Opernhauses und der Vorgängerbauten auf dem Platz zukünftig aufzustellen. Diese Tafel wird mit einem QR-Code versehen sein, der dann weitere Inhalte (z.B. auch die Grabungsgeschichte) digital vermitteln kann.

 

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