Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 25-25385-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Die Verwaltung nimmt wie folgt Stellung:

 

Zu 1:

Von den empfohlenen Maßnahmen konnten bereits einige umgesetzt werden. So konnte das Wasserregime des Dowesees verbessert und im Zuge dessen der Wasserspiegel angehoben werden (Vergrößerung des Wasservolumens). Hierfür wurde der Startpegel für die Pumpen der Hebeanlage angepasst. Des Weiteren sind die begleitenden Pflegemaßnahmen zur Reduzierung der organischen Einträge und zum Nährstoffentzug (Wasserlinsenmahd, wechselnder Schnitt des Schilfgürtels) dauerhaft in die Arbeitsplanung des Fachbereichs Stadtgrün aufgenommen worden. Inwieweit die Besprudelung des Oberflächenwassers zur Reduzierung der Wasserlinsenausbreitung beibehalten wird, soll im Kontext mit der Durchführung des Förderprojektes „Stillgewässersanierung mit einer minimalinvasiven Methode als Pilotprojekt“ entschieden werden.

 

Der Vorschlag, bestehende Zuflüsse mit sauerstoffarmem und nährstoffreichem Wasser zu unterbinden, konnte hingegen bisher nicht umgesetzt werden. Für das betroffene Einzugsgebiet, aus dem die Zuflüsse stammen, gibt es nach Entschätzung der SE BS derzeit keine alternative Entwässerungsmöglichkeit. Dieser Vorschlag soll im Zuge der Umsetzung des vorstehend erwähnten Förderprojektes noch einmal vertiefend geprüft werden.

 

Zu 2:

Aufgrund des bevorstehenden Starts des betreffenden Förderprojektes  im April/Mai 2025 wurde die Klärung der offenen Fragen zurückgestellt.

 

Zu 3:

In den nächsten drei Jahren soll der Handlungsschwerpunkt auf der Teichbodenbelüftung mit einem entsprechenden begleitenden Monitoring gelegt werden, um eine weiteren Verbesserung der Stillgewässerökologie zu erreichen. Hierbei sollen durch die gezielte Einbringung von feinen Luftbläschen am Gewässergrund eine gleichmäßige Sauerstoffversorgung des Teichsediments erreicht und damit anaerobe Abbauprozesse verhindert und ein verstärkter Mineralisierungsprozess des organischen Anteils des Teichsediments innitiiert werden.

 

Mit diesem minimalinvasiven Verfahren soll im Rahmen des Pilotprojektes getestet werden, ob diese Form der Gewässersanierung eine Alternative zur aufwändigen und kostenträchtigen mechanischen Entschlammung darstellt. Diese Fragestellung ist insbesondere in Gewässern wie dem Dowesee nicht unerheblich, da aufgrund der enormen Schlammstärken und des Kampfmittelverdachts eine konventionelle Entschlammung nur schwer umzusetzen und zu finanzieren wäre. Außerdem stellt das Ausbaggern oder Absaugen des Schlamms zunächst einmal einen enormen Eingriff in das Gewässerökosystem dar.

 

Im Rahmen des Pilotprojektes sollen darüber hinaus weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässergüte geprüft werden.

 

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