Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 25-25702

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Der Gestaltungsbeirat der Stadt Braunschweig hat sich nach seiner Neuausrichtung (Mitteilung 24-22762 im APH am 07.02.2024) am 08.08.2024 konstituiert. Er unterstützt als beratendes unabhängiges Sachverständigengremium den Oberbürgermeister, die politischen Gremien, den Stadtbaurat und die Verwaltung in Fragen der nachhaltigen baulichen bzw. städtebaulichen Entwicklung und gibt Empfehlungen ab zu konkreten Planungen.

 

Der Beirat setzt sich aus fünf stimmberechtigten Personen zusammen. Als externe unabhängige Fachleute mit besonderer Qualifikation konnten Frau Prof. Christa Reicher/RWTH Aachen (Fachgebiet Städtebau), Frau Prof. Ariane Röntz/Uni Kassel (Landschaftsarchitektur), Herr Prof. Dan Schürch/TU Braunschweig (Architektur) und Frau Prof. Dr. Tanja Remke/IU Internationale Hochschule (Ressourcenschonendes Bauen und Bauen im Bestand) gewonnen werden, die neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit an einer Hochschule jeweils umfassende Büropraxis vorweisen können. Sie wurden für maximal sechs Jahre in den Gestaltungsbeirat berufen. Auf Vorschlag des Stadtbaurats wurde Frau Prof. Reicher einstimmig zur Vorsitzenden des Gestaltungsbeirats gewählt.

 

Herr Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer begleitet als festes Mitglied des Gestaltungsbeirats alle Sitzungen. Der bisherige Dezernent für Umwelt, Stadtgrün, Sport und Hochbau Holger Herlitschke hat 2024 als gleichwertiges Mitglied an zwei Sitzungen teilgenommen, in denen Themen aus den Fachbereichen Hochbau bzw. Freiraumplanung beraten wurden. Die Vertreter bzw. Vertreterinnen der drei größten Ratsfraktionen haben in allen Sitzungen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, an der Beratung teilzunehmen und in der Diskussion mitzuwirken sowie selbst Themen anzuregen. Die Projekte wurden in der Regel vor Beginn der Sitzung bereist und die Situation vor Ort betrachtet.

 

In bisher drei Sitzungen hat der Gestaltungsbeirat beratend Stellung genommen zu jeweils 3 - 4 aktuellen Fragestellungen pro Sitzung, die vom Stadtbaurat, den Fachbereichen im Dezernat III und Dezernat VIII sowie den ständigen Vertreter/innen der Politik im Gestaltungsbeirat vorschlagen wurden. Ein wesentliches Thema war die Beratung im konzeptionellen Vorfeld von Wettbewerbsverfahren. Ausführlich diskutiert wurde in zwei Sitzungen der geplante kooperative Wettbewerb „BOMA+“ mit Fragestellungen zu den Inhalten, dem Verfahren und den Auslobungskriterien. Darüber hinaus wurden die Rahmenbedingungen zum städtebaulichen Wettbewerb „Hauptbahnhof Süd“ diskutiert und über die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs „Großer Hof“ informiert im Hinblick auf die weitere Konkretisierung des prämierten Entwurfs. Weiter begleitet werden soll das Gemeinschaftsprojekt mit der Technischen Universität Braunschweig „Coliving Campus“. Die Ergebnisse des innovativen Wettbewerbs- und Beteiligungsverfahrens werden als Grundlage des Bebauungsplans „Campus Nord“ stadt- und freiraumplanerisch qualifiziert.  

 

Der neue Gestaltungsbeirat wurde thematisch bewusst breiter aufgestellt vor dem Hintergrund aktueller klimapolitischer Fragestellungen beim Thema Bauen. Diskutiert wurden in diesem Themenfeld die Möglichkeit eines sommerlichen Wärmeschutzes an denkmalgesctzten Gebäuden. Beratungsgegenstand war auch das Thema PocketParks. Die Beratungen verfolgen das Ziel, die gestalterischen Qualitäten der Architektur im Stadtbild zu sichern und mit den aktuellen Klimazielen in Einklang zu bringen.

 

Darüber hinaus wurden verschiedene kleinere bauliche Maßnahmen beraten im Hinblick auf ihre gestalterische Zielstellung, die aufgrund ihrer Lage von besonderer Bedeutung für das Stadtbild sind. Dazu zählen unter anderem die geplanten Maßnahmen im historischen Magniviertel im Kontext des Förderprogramms „Resiliente Innenstädte“.

 

Deutlich wurde bereits in den ersten Sitzungen, dass der Gestaltungsbeirat in seiner interdisziplinären Zusammensetzung besonders geeignet ist, fachübergreifende Projekte aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und Prozesse zu hinterfragen sowie wesentliche Planungsaspekte in den Sitzungen herauszuarbeiten. In einer offenen Diskussion, die unter Einbeziehung der politischen Vertreter/innen und aller Fachbeteiligten auf Augenhöhe stattfindet, werden Hinweise, Leitlinien und Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise formuliert. Die bisherige nichtöffentliche Form der Sitzung wird von den Beiratsmitgliedern als sinnvoll und produktiv angesehen, um Projekte in einem glichst frühen Stadium zu diskutieren. Der Gestaltungsbeirat entscheidet nicht über Projekte, sondern bringt in einer fachlich-inhaltliche Diskussion die Projekte voran. Die Verwaltung überlegt derzeit zusätzlich ein öffentliches Format unter Beteiligung des Gestaltungsbeirats.

 

Weitere regelmäßige Berichte im Ausschuss für Planung und Hochbau sind vorgesehen.

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Anlagen

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