Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 25-25417
Grunddaten
- Betreff:
-
Fördergebiet "Soziale Stadt - Donauviertel" Ausbau des Verbindungsweges zwischen der Donaustraße und Im Wasserkamp
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Geoinformation
- Beteiligt:
- DEZERNAT III Stadtplanungs-, Verkehrs-, Tiefbau- und Baudezernat; 0600 Baureferat; 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr; 20 Fachbereich Finanzen
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 221 Weststadt
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Anhörung
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23.04.2025
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Erledigt
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Ausschuss für Planung und Hochbau
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Entscheidung
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14.05.2025
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Sachverhalt
Beschlusskompetenz:
Die Beschlusskompetenz ergibt sich aus § 6 Nr. 4 e der Hauptsatzung in Verbindung mit
§ 76 Abs. 3 Satz 1 NKomVG, wonach der Ausschuss für Planung und Hochbau für die Entscheidung über Maßnahmen in Fördergebieten zuständig ist, die überwiegend aus Städtebaufördermitteln finanziert werden.
Anlass:
Im Fördergebiet “Soziale Stadt – Donauviertel” in der Weststadt von Braunschweig soll der vorhandene Verbindungsweg zwischen der Donaustraße und Im Wasserkamp eine neue Gestaltung erhalten, da dieser in einem schlechten baulichen Zustand ist. Unter diesen Voraussetzungen hat sich die Verwaltung dazu entschlossen, den Weg mit dem Ziel einer grundhaften Erneuerung zu überplanen.
Planung:
Mit der Neugestaltung des Verbindungsweges soll eine funktionale und gestalterische Aufwertung und somit eine Belebung des Weges erfolgen. Zudem soll die Nutzung als Fuß- und Radweg, sowie der vorbeugende Brandschutz durch Berücksichtigung von Rettungswegen und Feuerwehraufstellflächen gesichert werden.
Innerhalb des langestreckten Weges finden sich drei aufgeweitete Plätze, die bereits eine größere Aufenthaltsqualität bieten. Diese Standorte sollen ausgehend von der Leitidee zum Zweck des Verweilens neugestaltet und aufgewertet werden. Aufgrund der Leitungslagen gibt es begrenzte Möglichkeiten für neue Einbauten auf dem 4 m breiten Weg. Aufenthaltsbereiche können jedoch auf den angrenzenden Grünflächen eingerichtet werden.
Der Verbindungsweg soll mit einem modernen und ansprechenden, sowohl in Form, als
auch in Farbe, neuem Pflasterbelag befestigt werden. Vorgeschlagen wird ein Großformat-Betonpflasterstein in grauer und anthrazitfarbener Farbe der quer zur Wegerichtung in Reihe verlegt werden soll mit einem Steinformat 30x20 cm.
Als Sitzmöbel werden Drehstühle aus Stahl mit einer Holzauflage sowie mit und ohne Armlehne vorgeschlagen. Als Bänke können die Seniorenbänke der Nibelungen Wohnbau GmbH zum Einsatz kommen. Für die Erweiterungsbereiche werden einfache Spielobjekte, wie ein Geschicklichkeitsspiel der „Dribbler“ und ein Trampolin, die keinen Fallschutzbelag benötigen, vorgeschlagen.
Die Böden werden als schwach durchlässig eingestuft. Um jedoch nicht das gesamte anfallende Regenwasser in die Kanalisation abzuleiten, wird angestrebt, ein Teil des Regenwassers zu nutzen. Es wird demnach vorgeschlagen, Versickerungsmulden entlang des Weges zu schaffen. Die Versickerungsmulden sollen nicht nur das anfallende Regenwasser aufnehmen, sondern auch als neue Vegetationsflächen dienen. In den Versickerungsmulden werden Staudenpflanzen gesetzt, die sowohl wechselfeuchte als auch trockene Bedingungen tolerieren. So kann ein Teil des anfallenden Regenwassers zur Bewässerung der Pflanzen genutzt werden. Notabläufe verhindern zu hohe Wasserstände.
An den neugestalteten Aufenthaltsbereichen sind Solitär-Großsträucher vorgesehen, wie z. B. eine Felsenbirne, deren Früchte essbar sind, Maiblumenstrauch und Perückenstrauch. Die Erweiterungsbereiche an den Feuerwehrzufahrten sollen mit einer Ansaat aus trockenresistenten und teilweise schattenliebenden Blumen- und Gräserpflanzenmischung, mit ca. 60cm Höhe, angelegt werden.
Beteiligung:
Das Quartiersmanagement hat im Juli 2022 an 8 Tagen die Bürger und Bürgerinnen vor Ort nach ihren Wünschen für den Verbindungsweg gefragt und einen „Wunschbaum“ eingerichtet. Am 18.02.2025 wurde die Planung der Öffentlichkeit vorgestellt. In der Beteiligung wurden folgende Anregungen vorgebracht:
- Es wird angeregt nicht nur für die Kinder zu planen, sondern auch die Generation 60plus mit Spiel- und Sportgeräten einzubeziehen, wie z. B. im Kurpark Bad Harzburg. Auch fehlt eine Boulebahn in der Weststadt. Die Verwaltung führt aus, dass auch diese Generation von der Neuplanung profitiert (Nivellierung des Gehwegs, Seniorenbänke, Generationsübergreifendes Geschicklichkeitsspiel Dribbler). Die Anregung wird von der Verwaltung mitgenommen. Da es sich um eine Wegesanierung handelt, ist eine Umsetzung der Wünsche nicht möglich. Die Ideen werden jedoch für andere Maßnahmen im Donauviertel berücksichtigt.
- Die Mülleimer sollten in direkter Umgebung von den Sitzgelegenheiten sein. Die Abstände werden von der Verwaltung überprüft.
- Neben den geplanten Gräsern und Stauden soll auch geprüft werden, ob Naturkräuter gepflanzt werden können. Die Anregung wird mitgenommen.
Die Planung wurde insgesamt positiv aufgenommen.
Der Runde Tisch wird mit seiner Sitzung am 17.04.2025 in die Gremienschiene einbezogen.
Finanzierung:
Das Plangebiet des Verbindungsweges ist Bestandteil des Fördergebietes "Soziale Stadt - Donauviertel", in dem mit Hilfe von Städtebaufördermitteln städtebauliche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
Die Kostenschätzung für den Weg beläuft sich inkl. Planerkosten auf ca. 315.000 Euro. 2/3 der Kosten werden aus Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen finanziert, 1/3 verbleiben als städtischer Eigenanteil.
Im Projekt FB 61: Soziale Stadt - Donauviertel (4S.610039) stehen für die Finanzierung der Sanierung der Straße Im Wasserkamp ausreichend Haushaltsmittel für das Jahr 2025/2026 zur Verfügung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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4,2 MB
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