Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 25-25630
Grunddaten
- Betreff:
-
Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH Jahresabschluss 2024 - Feststellung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Verantwortlich:
- Hübner
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung
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Entscheidung
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15.05.2025
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
Die Vertreter der Stadt in der Gesellschafterversammlung
a) der Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH werden angewiesen,
b) der Braunschweig Beteiligungen GmbH werden angewiesen, die Geschäftsführung der Braunschweig Beteiligungen GmbH zu veranlassen, in der Gesellschafterversammlung der Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH
folgenden Beschluss zu fassen:
Der Jahresabschluss 2024 wird festgestellt. Er enthält einen Ertrag aus Verlustübernahme in Höhe von 6.508.065,42 € und weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,00 € aus.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Gesellschaftsanteile an der Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH (BSVS) werden in Höhe von rd. 94,8077 % von der Braunschweig Beteiligungen GmbH (BSBG) und in Höhe von rd. 5,1923 % von der Stadt Braunschweig (Stadt) gehalten.
Der Jahresabschluss ist gemäß § 16 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages der BSVS von der Geschäftsführung aufzustellen. Die Feststellung des Jahresabschlusses obliegt gemäß § 14 Ziffer 1 des Gesellschaftsvertrages der Gesellschafterversammlung. Zuvor ist gemäß § 11 Abs. 5 Ziffer 1 des Gesellschaftsvertrages eine Beratung im Aufsichtsrat erforderlich.
Nach § 12 Ziffer 5 des Gesellschaftsvertrages der BSBG unterliegt die Stimmabgabe in der Gesellschafterversammlung der BSVS der Entscheidung durch die Gesellschafterversammlung der BSBG.
Um eine Stimmbindung der städtischen Vertreter in den Gesellschafterversammlungen der Stadthalle und der BSBG herbeizuführen, ist ein Anweisungsbeschluss erforderlich. Gemäß § 6 Ziffer 1 Buchstabe a) der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in der aktuellen Fassung entscheidet hierüber der Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung.
Der Aufsichtsrat der BSVS hat den Jahresabschluss 2024 in seiner Sitzung am 2. April 2025 beraten und der Gesellschafterversammlung die Feststellung empfohlen.
Bei Gesamterträgen in Höhe von 4.694 T€ und Gesamtaufwendungen in Höhe von 11.201 T€ (inkl. Zinsaufwendungen und Steuern) erwirtschaftet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 einen Fehlbetrag in Höhe von 6.508 T€.
Der Fehlbetrag wird gemäß § 17 des Gesellschaftsvertrages der BSVS von den Gesellschafterinnen BSBG und Stadt entsprechend ihrem Beteiligungsverhältnis ausgeglichen. Folglich wird von der BSBG ein anteiliger Verlust in Höhe von 6.170 T€ übernommen, während auf die Stadt Braunschweig ein Verlustanteil in Höhe von 338 T€ entfällt.
Die Entwicklung der Aufwands- und Ertragspositionen im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:

Das Jahresergebnis setzt sich aus einem Zuschussbedarf für den Betriebsteil Stadthalle in Höhe von 3.271 T€, einem Zuschussbedarf für den Betriebsteil Volkswagen Halle in Höhe von 2.166 T€ sowie einem Zuschussbedarf für den Betriebsteil Eintracht-Stadion in Höhe von 1.071 T€ zusammen.
Die Abweichungen in den einzelnen Betriebsteilen gegenüber der Wirtschaftsplanung 2024 stellen sich wie folgt dar:
Betriebsteil | Plan-Ergebnis 2024 - in T€ - | Ist-Ergebnis 2024 - in T€ - | Differenz - in T€ - | |||
Stadthalle | -3.516 |
| -3.271 |
| +245 |
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Volkswagen Halle | -2.211 |
| -2.166 |
| +45 |
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Eintracht-Stadion | -1.318 |
| -1.071 |
| +247 |
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Gesamt | -7.045 |
| -6.508 |
| +537 |
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Zum 1. Oktober 2024 erfolgte die Umbenennung der Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH zu der Braunschweiger Veranstaltungsstätten GmbH (BSVS). In diesem Zuge wurden Logo und Internetauftritt der Gesellschaft angepasst.
Im Jahr 2024 wurden in Summe 267 Veranstaltungen mit insgesamt 691.596 Teilnehmenden durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 46 Veranstaltungen weniger durchgeführt, sowie 20.980 weniger Teilnehmende verzeichnet. Fast die Hälfte der Veranstaltungen (124) entfällt auf das Segment „Tagung/Kongresse“. Die höchste Besucherdichte ist mit 502.330 unter den Sportveranstaltungen zu verbuchen.
Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 4.637 T€ und stellen eine Verbesserung gegenüber der Planung von 345 T€ dar. Für den Betriebsteil Stadthalle ergibt sich eine Verbesserung um 251 T€ gegenüber der Planung. Dies liegt im Wesentlichen an den zum Ende der Öffnungszeit noch stattgefundenen Verhandlungstage des LG und des OLG. Die Umsatzerlöse für den Betriebsteil Volkswagen Halle belaufen sich auf 2.897 T€ und liegen mit 195 T€ über dem Plan. Die Verbesserung der Umsatzerlöse resultiert aus höheren Mieteinnahmen aus dem Jahr 2023, welche sich nun vollständig auswirken. Weiter profitiert die Gesellschaft durch die gesteigerte Umsatzbeteiligung von den sehr guten Gastronomieumsätzen. Die Umsatzerlöse für den Betriebsteil Eintracht-Stadion belaufen sich auf 1.309 T€ und liegen aufgrund von zwei nicht durchgeführten Großveranstaltungen mit 30 T€ unter dem Planniveau.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 57 T€ und beinhalten im Wesentlichen Auflösungen von Wertberichtigungen, Rückstellungen und Sonderposten für Investitionszuschüsse.
Im Materialaufwand werden die Veranstaltungskosten ausgewiesen. Diese fallen korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse mit 1.207 T€ um 23 T€ höher aus als geplant.
Die Personalaufwendungen liegen mit 3.099 T€ um 206 T€ unterhalb des Planwertes. Dies liegt an der Nichtbesetzung einer Planstelle im IT-Bereich sowie übergangsweise unbesetzte Stellen im Bereich Lichttechnik und Gebäudemanagement.
Die Abschreibungen belaufen sich auf 1.388 T€ und liegen damit rund 64 T€ unter dem Planansatz.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen mit 4.886 T€ um 18 T€ niedriger aus als geplant.
Das Zinsergebnis liegt mit -382 T€ leicht über dem Planansatz.
Steuern vom Einkommen und Ertrag sind nicht angefallen. Die sonstigen Steuern belaufen sich auf 239 T€ und betreffen Grundsteuern (238 T€) und Kfz-Steuern (1 T€).
Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2024 beträgt 1.429 T€. Wesentliche Investitionen waren die Erneuerung der Entrauchung der Arena (1.051 T€) und die Trennung Trinkwasser/Löschwasser (324 T€), neue Scheinwerfer für die Volkswagen-Halle (156 T€) sowie der Ausbau des WLANs (63 T€). Ebenso musste das Videoüberwachungssystem im Eintracht-Stadion ausgetauscht werden (158 T€). Das Anlagevermögen der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 17.817 T€ und hat sich damit unter Berücksichtigung der Anlagenzu- und -abgänge sowie den Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr (17.776 T€) um 41 T€ erhöht.
Die Prüfung durch die PKF Fasselt Partnerschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat zu keinen Einwendungen geführt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde am 17. Februar 2025 erteilt.
Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebericht 2024 der BSVS sind als Anlagen beigefügt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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16,5 kB
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2
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(wie Dokument)
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16,8 kB
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3
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(wie Dokument)
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74,9 kB
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