Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 25-25535

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

An der Sonnenstraße steht eine BLIK-Tafel, die die Geschichte des Hohen Tores erzählt (s. Anlage). Die Überreste des mittelalterlichen Hohen Tores wurden 2003 bei Kanalbauarbeiten in der Sonnenstraße entdeckt. Zwei mächtige u-förmige Mauerzüge bildeten die Seitenwände des Stadttores. Ihre Lage wurde nach Abschluss der Tiefbauarbeiten durch eine Pflastermarkierung im Asphalt der Sonnenstraße markiert, worauf abschließend auf der BLIK-Tafel hingewiesen wird.

Die Stadtverwaltung teilte 2011 u. a. mit: „Archäologen und Denkmalpfleger empfehlen ... einen noch zu konzipierenden ‚Archäologischen Pfad Stadtbefestigung‘... Stationen dieses Weges wären u. a. die erhaltenen Stadtmauerreste am Prinzenweg und am Inselwall, der Wehrgang und ein Wehrturmstumpf an der Echternstraße, die Markierung des Bodenfunds ‚Hohe Tor‘ im Verlauf der Sonnenstraße, die zu Aussichtsbergen und Parks umgebauten Bastionen wie z. B. der Gaußberg und schließlich der innere und der äußere Umflutgraben“ (Drs. 11938/11).

Im Juni 2022 berichtet die Braunschweiger Zeitung unter der Überschrift „Kanalsanierung in Braunschweig halbiert das Hohe Tor“ zu der erwähnten Pflastermarkierung: „Zwar ist ein Teil tatsächlich noch angedeutet, aber leider auf der anderen Straßenseite [stadteinwärts] verschwunden, offenbar ein Opfer des neuen Straßenbelags.“ Die Stadtverwaltung habe als Grund genannt, dass die Sonnenstraße innerhalb der nächsten zwei Jahre umfassend umgebaut werden solle. Stadtpressesprecher Rainer Keunecke wird zitiert: „Bei der Neugestaltung soll wieder ein historischer Bezug zum mittelalterlichen Stadttor herausgearbeitet werden. Es wird noch geklärt, ob dies erneut mit Pflasterspuren im Asphalt geschehen soll.“

Im Investitionsprogramm zum jüngst beschlossenen Doppelhaushalt 2025/2026 stehen zum Projekt 5E.660153 jedoch keine „Finanzmittel für die Umgestaltung des Straßenzuges Sonnenstraße/Am Hohen Tore/Madamenweg (Güldenstraße bis Goslarsche Straße) inkl. Radwegeverbindung. Ab 2025 sind lediglich Personalkosten vorgesehen“ (Drs. 24-23936).

Dazu fragen wir an:

1. Wie ist die weitere Zeitplanung für die Neugestaltung des genannten Straßenzuges?

2. In welcher Form soll die Markierung, auf die interessierte Personen immer noch auf der  BLIK-Tafel über das Hohe Tor hingewiesen werden, wiederhergestellt werden?

 

3. Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, die o. g. interessante Idee eines archäologischen Pfades Stadtbefestigung zu realisieren?

 

gez.

 

Mareike Islar

 

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Anlagen

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