Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 25-25827
Grunddaten
- Betreff:
-
Spielstätte für die freie Theaterszene
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Braunschweig
|
zur Beantwortung
|
|
|
|
27.05.2025
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Mit inzwischen drei Artikeln alleine in den zurückliegenden sechs Wochen hat die Braunschweiger Zeitung zuletzt intensiv über den umstrittenen Kauf des früheren LOT-Theaters in der Kaffeetwete durch die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) berichtet. Denn neben der Freude des Dachverbands Freie Darstellende Künste Braunschweig hat es scharfe Kritik gegeben – auch innerhalb der SBK.
Hintergrund ist der Umstand, dass die Liegenschaft in der Kaffeetwete für rund 660.000 Euro aus der Insolvenzmasse der Freie Spielstätten Braunschweig gGmbH (FSB) herausgekauft wurde und nun für weitere etwa 900.000 Euro saniert werden soll. Nach der Umbauphase könnte die freie Theaterszene damit eine altbekannte Heimstätte bekommen. Dies stößt insofern nicht nur auf Zustimmung, da im inklusiven Quartier St. Leonhard eine erst vor zwei Jahren eröffnete und sofort zur Verfügung stehende Spielstätte vorhanden ist. Zumal der konkrete bauliche Zustand des Gebäudes in der Kaffeetwete und somit der genaue Finanzbedarf für die Sanierung nicht bekannt sind.
In dem zuletzt erschienenen Artikel vom 7. Mai dieses Jahres wird über eine mündliche Vorstellung in der letzten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft berichtet. Hierin heißt es, dass die „Stadt Braunschweig […] der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK) unter die Arme greifen [will] bei deren Vorhaben, das frühere LOT-Theater wieder als Spielstätte für die freie Szene zu ertüchtigen. Zugleich und nicht ganz unkomplex geht es darum, den Dachverband Freie Darstellende Künste Braunschweig mit den nötigen Finanzmitteln von knapp 50.000 Euro zu versorgen […]“ (Stadt unterstützt SBK, Borek Immobilien erneut sauer; Braunschweiger Zeitung am 7. Mai 2025).
Die im Artikel angekündigten Zahlungsströme decken sich mit den Aussagen von Kulturdezernentin Hesse von Anfang April, wonach die Stadt die Liegenschaft Kaffeetwete nicht direkt anmieten werde. Einen Zusammenhang gibt es jedoch sicherlich dadurch, dass die nun im Raum stehenden 50.000 Euro für den Dachverband von diesem auch für Mietzahlungen genutzt werden dürften.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Wieso unterstützt die Stadt Braunschweig ein kostspieliges Risiko mit der SBK, während in St. Leonhard die Räumlichkeiten sofort nutzbar zur Verfügung stehen?
2. Welche (räumlichen) Konzepte für die Zukunft der freien Theaterszene liegen der Verwaltung vor?
3. Mit welchen weiteren Schritten soll der Zuschuss für den Dachverband Freie Darstellende Künste Braunschweig politisch auf den Weg gebracht werden?
