Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 25-25510-03
Grunddaten
- Betreff:
-
Weiterbetrieb des Bades Gliesmarode
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Verantwortlich:
- Geiger
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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zur Kenntnis
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27.05.2025
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zu den in den Fachausschüssen aufgekommen Fragestellungen nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
- Was passiert bis zur Wiedereröffnung des Bades im Jahr 2028?
Die notwendigen Bahnenstunden für das Schulschwimmen werden weiterhin über zusätzliche Zeiten in den anderen Schwimmbädern der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH (Stadtbad GmbH) – vor allem im Sportbad Heidberg – sichergestellt. Zum Schuljahr 2025/2026 erfolgt eine neue Zuordnung der Schulen und Bäder, so dass möglichst kurze Wegstrecken und somit Fahrzeiten realisiert werden können.
- Warum kann der Bau nicht schneller erfolgen?
Nach Beauftragung der Planer (Architektenausschreibung Mitte 2025) und Planung könnte ein Baubeginn Ende 2026 erfolgen, der zu einer Inbetriebnahme voraussichtlich 2028 führen könnte.
Einen detaillierten Bauzeitenplan gibt es noch nicht. Deshalb ist zu beachten, dass neben dem Vergaberecht auch Planungs- und Genehmigungsphasen erforderlich sind, die ihre Zeit benötigen.
- Wieso hat die Verwaltungsvorlage so lange gedauert?
Aus baufachlicher Sicht ist anzumerken, dass nach den ersten Begehungen des Bades im Herbst klar wurde, dass neben der komplexen Schwimmbadtechnik auch hochbauliche und anlagentechnische Untersuchungen zur Feststellung eines groben Kostenrahmens erforderlich sind. Einige Untersuchungen konnten erst nach Schließung des Badebetriebes im Dezember 2024 erfolgen. Zugleich war zu prüfen, welche Maßnahmen in welcher zeitlichen Abfolge notwendig sind, um damit ein abgestuftes zeitliches und inhaltliches Sanierungskonzept aufzubauen. Diese Untersuchungen und Abstimmungen erforderten entsprechende Zeiten.
Die für die Ausarbeitung der Vorlage relevanten Gutachten und Kalkulationen lagen final im Februar vor und wurden anschließend in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbereichen ausgewertet. Ein wichtiger Punkt war zudem die Finanzierung der verschiedenen Varianten.
Die Gewinnung von Spendern aus Wirtschaft und Stadtgesellschaft sowie die konzeptionelle Ausarbeitung des sogenannten „Badretter-Zuschlags“ nahmen zusätzliche Zeit in Anspruch. Ziel war es stets, eine umfassende und tragfähige Grundlage für die politische Entscheidungsfindung zu schaffen. Die nun vorliegende Vorlage bildet den abschließenden Stand dieser intensiven Prüfungs- und Abstimmungsprozesse ab.
- Wie kann das Bad Gliesmarode künftig so effizient genutzt werden, dass dort möglichst viele Schülerinnen und Schüler das Schwimmen erlernen können?
Die Frage, ob neben den sechs städtischen Schulen, die das Bad Gliesmarode in der Vergangenheit genutzt haben, weitere Schulen das Bad nach einer Wiedereröffnung für das Schulschwimmen nutzen könnten, wird bereits zwischen dem Fachbereich Schule und der Stadtbad GmbH thematisiert. Konkrete Planungen liegen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vor.
- Bei den Einsparungen wird der Pocketpark Bäckerklint angeführt, dessen Finanzierung jedoch zu 100 Prozent über den Regionalverband Braunschweig und das Bundesamt für Naturschutz laufen soll. Der Stadt Braunschweig einstünden demnach keine Kosten. Wie kann hier eine Einsparung entstehen?
In der Mitteilung außerhalb von Sitzungen zum Weiterbetrieb des Bades Gliesmarode (DS 25-25510-01) informiert die Verwaltung über die Akquirierung von Fördermitteln in Höhe von 1.286.867,49 € für das Projekt „Pocket-Park Bäckerklint“. Die Realisierung des Projektes wird somit über die Fördermittel abgedeckt.
