Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 25-25965
Grunddaten
- Betreff:
-
Umgestaltung des Spielplatzes Ludwigstraße
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün
- Beteiligt:
- 51 Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
- Verantwortlich:
- Gekeler
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 330 Nordstadt-Schunteraue
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Entscheidung
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10.06.2025
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Beschlusskompetenz des Stadtbezirksrates ergibt sich aus § 93 Abs. 1 NKomVG. Im Sinne dieser Zuständigkeitsnorm handelt es sich bei dem Vorhaben um eine Maßnahme zur Unterhaltung und Ausgestaltung einer Grünanlage, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht.
Der Spielplatz Ludwigstraße ist ein in die Jahre gekommener Spielplatz, bei dem der Erhaltungszustand der Geräte und Spielbereiche beträchtliche Defizite aufweist. Die Spielgeräte wurden in den letzten Jahren bereits vielfach repariert und zuletzt auch schon stückweise zurückgebaut. Die Einfassung des Sandspielbereiches, die Palisadenstützwände an den Seiten der Aufenthaltsbereiche sowie die vorhandenen Bänke und die Tisch-Bank-Kombination sind ebenfalls abgängig.
Der Spielplatz liegt in der Braunschweiger Nordstadt, inmitten von Wohngebäuden und Industrieflächen. Er umfasst ca. 530 m².
Mit der Umgestaltung des Spielplatzes Ludwigstraße soll die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert und das abgängige Spielangebot ersetzt werden.
Geplante Gestaltung des Spielplatzes
Als Grundlage für die Neugestaltung dienten die Ergebnisse der Kinderbeteiligung, die am 18.03.2022 stattfand. Hierbei wurden insbesondere folgende Wünsche, die seitens der Verwaltung als umsetzbar eingestuft wurden, geäußert:
- Schaukeln
- Reckstangen
- Klettern
- Rutsche
- Seilbahn
- Sprunggerät
In der vorliegenden Planung wurde versucht, diese Wünsche möglichst zu berücksichtigen. Da jedoch der Platz auf der Fläche durch den vorhandenen Baumbestand und die bestehenden Einfriedungen sehr begrenzt ist, konnten nicht alle Wünsche erfüllt werden. Auf eine Seilbahn wurde verzichtet, weil die Spielplatzfläche dafür zu klein ist. Ein Sprunggerät zu platzieren ist auf Grund des sehr großen notwendigen Fallraumes ebenfalls nicht möglich.
Der vorliegende Entwurf (s. Anlage) sieht für die Umgestaltung des Spielplatzes Ludwigstraße folgende Planung vor:
An der Grundstruktur des Spielplatzes wird größtenteils festgehalten, die Aufteilung der einzelnen Bereiche jedoch neu geordnet und mit Bezug auf die Rahmenbedingungen angepasst. So bleiben die drei Nutzungszonen (Sandbereich, Fallschutzbereich, Tischtennisplatte) grundsätzlich erhalten.
Im Eingangsbereich werden drei Fahrradständer sowie ein Müllbehälter fest installiert. Von der derzeitigen Pflasterfläche wird eine der beiden Tischtennisplatten, die Sitzgelegenheiten sowie der vorhandene Kunststoffplattenbereich einschließlich des darauf befindlichen Wippers entfernt. Die freiwerdenden Bereiche werden teilweise entsiegelt und durch zwei neue Baumstandorte aufgewertet, die die angrenzenden Spielbereiche zukünftig beschatten sollen. Im Bereich der Tischtennisplatte wird eine ca. 1m² große Sitzinsel platziert. Der östlich verlaufende Weg wird zurückgebaut und mittig auf dem Spielplatz neu angelegt. Am Ende des neuen Weges wird ein kleiner Aufenthaltsbereich entstehen, der mit einer rollstuhlunterfahrbaren Tisch-Bank-Kombination aufgewertet wird. Der Weg wird zu allen Seiten barrierefrei eingefasst, so dass keine Hindernisse mehr zu den umliegenden Flächen entstehen.
Auf der Ostseite wird an Stelle der Sandkiste eine neue Holzhackschnitzelflläche erstellt, in der eine Dreifach-Schaukel-Kombination und eine Wippe platziert werden.
Der Kleinkindbereich mit Sandspielfläche wird auf die Westseite verlegt und dadurch in den Nachmittagsstunden von den vorhandenen Gehölzen beschattet. In der Sandfläche werden ein Sandbagger, ein Spielhaus und ein Spieltisch installiert. Hier können jüngere Kinder haptische Erfahrungen mit Sand machen. Der Sandbereich wird auf der Südseite mit Sitzblöcken eingefasst, die zum Sitzen dienen oder als erweiterter „Backtisch“ beim Spielen mit Sand eingebunden werden können. Die nördliche und westliche Einfassung des Sandbereiches wird mit ca. 30cm bis 60cm hoch aufragenden Betonpalisaden hergestellt um einerseits ein Balancierangebot und andererseits eine Durchmischung der unterschiedlichen Materialien zu verhindern.
Nördlich des Kleinkinderbereiches wird eine weitere Hackschnitzelfläche entstehen, welche sich direkt an den Sandspielbereich anschließt. Hier werden zukünftig ein Großspielgerät inkl. Rutsche, Kletter- und Balanciermöglichkeiten, ein Einfachkarussell und zwei Wipper platziert. Die Kinder können sich hier spielerisch motorisch ausprobieren und in Rollenspielen soziale Kompetenzen erlernen. Das Klettern bietet den Kindern Herausforderungen, die die Geschicklichkeit, den Gleichgewichtssinn und die Koordination fördern. Unterschiedliche Höhen der Geräte und die Herausforderung im Erklimmen stärken das Selbstwertgefühl.
Die rückwärtige Rasenfläche wird deutlich vergrößert, und bietet zukünftig Platz für freies Spielen oder zum Zusammensitzen und Verweilen. Für kleine Turner oder auch nur zum „Rumhängen“ werden in dem von Bäumen beschatteten Radbereich der Rasenfläche noch eine Zweifach-Reckstange aufgestellt.
Durch die geplanten Spielgeräte in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen werden verschiedene Bewegungsabläufe und Fähigkeiten trainiert und gefördert (Geschicklichkeit, Gleichgewichtssinn, Beweglichkeit). Zusätzlich fördern diese die Interaktion
Die klare Aufteilung der unterschiedlichen Spielbereiche erleichtern die Orientierung und bieten wahrnehmungseingeschränkten Personen eine übersichtliche Struktur.
Um die Teilhabe körperbehinderter Kinder und mobilitätseingeschränkter Personen an Spiel und Aufenthalt zu gewährleisten, werden alle Spielbereiche um den gepflasterten Weg herum angeordnet. Durch die neue Flächeneinteilung und die Verwendung von Holzhackschnitzeln als Fallschutzmaterial wird der gesamte Spielplatz (mit Ausnahme des Sandspielbereiches) mit Rollstühlen befahrbar.
Dem Behindertenbeirat lag die Entwurfsplanung vor.
Nach erfolgtem Beschluss durch den Stadtbezirksrat kann das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren starten. In Abhängigkeit der vergaberechtlich vorgeschriebenen Fristen sowie der gegenwärtigen Lieferzeiten der geplanten Geräte kann mit einer Umsetzung der Maßnahme voraussichtlich frühestens ab 4. Quartal 2025 gerechnet werden.
Die Kostenschätzung für die Umsetzung der Umplanung beträgt rund 160.000€ brutto.
Haushaltsmittel in ausreichender Höhe stehen im Teilhaushalt des FB Stadtgrün zur Verfügung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,2 MB
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