Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 25-25877-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstand Fernwärmeplanung Westliches Ringgebiet
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Beteiligt:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen; 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT VII - Finanz- und Sportdezernat; 68 Fachbereich Umwelt
- Verantwortlich:
- Backhauß
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet
|
zur Kenntnis
|
|
|
|
03.06.2025
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Anfrage der SPD-Fraktion vom 21. Mai 2025 wurde BS|Energy mit der Bitte um Stellungnahme übermittelt, welche herzu wie folgt mitteilt:
Zu Frage 1:
Im Westlichen Ringgebiet sind bereits eine Vielzahl von Straßen mit Fernwärme erschlossen. Hierzu gehören z.B. folgende Bereiche:
Bei dem Gerichte, Leibnizplatz, Kreuzkampstr., Spinnerstr., Celler Str., Maschstr., Holwedestr., Thomaestr., Goslarsche Str., Broitzmer Str., Sophienstr. Frankfurter Str., Münchenstr., Theodor-Heuss-Str., Am alten Bahnhof, Kramerstr., Ekbertstr., Cyriaksring, Altstadtring, Gutenbergstr., Tuckermannstr. (und weitere Bereiche des Sackringviertels).
In diesen Straßen ist die Anschlusssituation recht unterschiedlich: In einigen Straßen werden erst wenige Gebäude mit Fernwärme versorgt, in anderen Straßen ist nahezu jedes Haus angeschlossen. Die Untersuchungen von BS|Energy zeigen, dass ca. 45% des Wärmebedarfs im Bezirk 310 über Fernwärme abgedeckt wird. Hierbei sind vorrangig Mehrfamilienhäuser und größere Objekte z.B. Schulen angeschlossen.
Zu Frage 2:
BS|Energy prüft die Fernwärme-Erschließung eines möglichst großen Teils des Braunschweiger Stadtgebietes schrittweise bis zum Jahr 2045. Neben der Erfüllung der Dekarbonisierungsziele steht hierbei die technische und wirtschaftliche Machbarkeit im Fokus. Berücksichtigt werden die gegenwärtigen bzw. absehbar gültigen gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen.
Die Priorität der Wärmeversorgung liegt grundsätzlich zunächst auf verdichteten Wohnraum (Geschosswohnungsbau) in Braunschweig, da hier die größten Potentiale zur Dekarbonisierung bestehen und bei den Bürgerinnen und Bürgern weniger Alternativen zum Wechsel der Wärmeversorgung als bei Einfamilienhäusern bestehen.
Unsere aktuellen Planungen zeigen eine Fernwärme-Erschließung für folgende Straßen:
Madamenweg, Hohestieg, Kreuzstr., Kleine Kreuzstr., Gabelsbergerstr., Helenenstr., Hugo-Luther-Str., Jahnstr., Schöttlerstr., Odastr., Juliusstr., Petristr., Görgesstr., Besselstr., Hinter der Masch, Varrentrappstr., Baugebiet Feldstraße/Kälberwiese.
Vereinzelt sind in diesen Straßen auch schon Gebäude angebunden. Da sich im weiteren Planungsprozess Anpassungen ergeben können, ist diese Liste nicht abschließend, d.h. es können Straßen hinzukommen oder entfallen.
Im Bereich südlich der Bahntrasse (Gartenstadt) soll Fernwärme nicht ausgebaut werden, da hier die Gebäudestruktur zu kleinteilig ist.
Insgesamt sieht BS|Energy für den Stadtbezirk 310 - insbesondere aufgrund des hohen Anteils an Geschosswohnungsbau - zukünftig eine Deckung des Wärmebedarfs durch Fernwärme von rund 80%.
Der Zeitpunkt der Fernwärme-Erschließung kann noch nicht final mitgeteilt werden. In vielen genannten Straßen ist jedoch Fernwärme schon heute verfügbar. Für eine individuelle Prüfung empfiehlt es sich das Fernwärme -Team bei BS|ENERGY zu kontaktieren (fernwaerme@bs-energy.de).
Zu Frage 3:
Ja, über die Baukoordinierung der Stadt Braunschweig werden sämtliche Baumaßnahmen, d.h. der Bau von größeren Verteilleitungen aber auch der Bau der einzelnen Hausanschlüsse koordiniert. Hierbei werden, soweit möglich, Synergien mit den Maßnahmen anderer Versorgungssparten genutzt, um z.B. die Beeinträchtigungen der Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten.
