Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 25-25803-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage von Herrn Mirco Hanker (AfD) vom 09.05.2025 wird wie folgt Stellung genommen:

 

Zu 1.:

In Park- und Grünanlagen wie u. a. Theater- und Museumpark sowie in den Bereichen Querum und Kralenriede wurden durch die Verwaltung ca. 60 künstliche Quartiere für Fledermäuse ausgebracht. Weiterhin konnten bisher 12 größere Winterquartiere für Fledermäuse im Stadtgebiet hergerichtet werden.

 

Der Haussperling sowie der Turmfalke beziehen im Siedlungsbereich überwiegend Nistplätze an Gebäuden. Im Rahmen der Bauleitplanung werden künstliche Nisthilfen für gebäudebewohnende Vogel- und Fledermausarten verbindlich festgesetzt und so regelmäßig Nistglichkeiten für u. a. Haussperling, Hausrotschwanz, Mauersegler und Mehlschwalbe im Stadtgebiet geschaffen.

 

Zu 2.:

r die Stadt Braunschweig wurde im Jahr 2021 ein Biodiversitätskonzept erstellt. Das Konzept schafft einen Rahmen und eine Fachgrundlage für die Verwaltung sowie für die Bürgerinnen und Bürger zum Erhalt und Steigerung der Biodiversität in der Stadt Braunschweig.

 

Weiterhin liegen ein Artenschutzkonzept sowie unterschiedliche Fachkonzepte für u. a. Amphibien und Feldvögel für das Stadtgebiet vor, an denen sich die Verwaltung bei der Maßnahmenplanung fachlich orientiert. Alle Schutzkonzepte können unter der Rubrik Natur auf der Homepage www.braunschweig.de/leben/umwelt eingesehen werden.

 

Zu 3.:

Die öffentlichen Park- und Grünanlagen bieten durch ihre artenreichen Baum- und Strauchbestände vielen Wildtieren eine breite Nahrungsgrundlage. Das Eichhörnchen zum Beispiel ernährt sich neben Nüssen hauptsächlich von Baumsamen von Buche, Eiche, Kiefer, Ahorn und Fichte, einheimische Baumarten, die in den Grünanlagen (u. a. Viewegsgarten) regelmäßig vorkommen. Eine gezielte Anpflanzung der Gemeinen Hasel in den Parkanlagen ist aufgrund der vorhandenen artenreichen Baum- und Strauchbestände nach Einschätzung der Verwaltung nicht erforderlich. Die Gemeine Hasel wird generell im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen u. a. bei der Anlage von Hecken regelmäßig im Stadtgebiet gepflanzt.

 

Grundsätzlich überleben Wildtiere auch längere Zeiten ohne Regen, indem sie Wasser aus der Nahrung und durch Abstreifen von Morgentau zu sich nehmen. Die Bereitstellung von flachen Tränken für u. a. Vögel, Insekten, Igel und Eichhörnchen ist in privaten Gärten eine sinnvolle Maßnahme, die Tiere bei anhaltender Trockenheit zu unterstützen. Hier ist in der Regel auch eine tägliche Reinigung gewährleistet um die Weitergabe von Krankheiten zu verhindern. Eine derartige regelmäßige Wartung und Pflege sowie Sicherung gegen Vandalismus in öffentlichen Grünanlagen ist sehr aufwendig, weshalb diese Maßnahme kritisch gesehen wird.

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