Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 25-26350

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Sachverhalt

Sachverhalt:
Am 11. Juni 2025 hat die Braunschweig Stadtmarketing GmbH aktuelle Tourismuszahlen für das erste Quartal 2025 veröffentlicht. Demnach wurden 85.552 Gästeankünfte gezählt, was einer Steigerung von 7,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Gleichzeitig ging die Zahl der Übernachtungen leicht zurück (–2,5 %), was auf eine kürzere durchschnittliche Aufenthaltsdauer (von 1,9 auf 1,8 Nächte) hinweist. Auch der Anteil internationaler Gäst*innen hat spürbar zugenommen, was unter anderem auf die frühe Terminlage der Hannover Messe zurückgeführt wird. Diese Entwicklung wurde ebenfalls in einem Artikel der Braunschweiger Zeitung vom 26. Juni 2025 aufgegriffen.

Ebenfalls liegt dem Ausschuss mit Drucksache 25-25882-01 als Beantwortung auf eine Anfrage unserer Fraktion der aktuelle Umsetzungsstand des städtischen Tourismuskonzepts vom 3. Juni 2025 vor. Das Konzept bildet seit 2020 die strategische Grundlage für den Tourismus in Braunschweig und wurde nach der Pandemie in Teilen überarbeitet. Es enthält die zentralen Erlebniswelten „Zeitreise“, „Braunschweiger Flair“ und „MeetBS“ sowie thematische Handlungsfelder wie Stadtnatur, Kultur, Veranstaltungen oder MICE-Tourismus. Ziel ist es, Braunschweig als vielfältige und attraktive Destination für Freizeit- und Geschäftstourismus zu positionieren – auch mit Blick auf nachhaltige Entwicklung und zukunftsfähige Stadtmobilität.

Gerade im Städtetourismus kommt der Mobilität eine Schlüsselrolle zu: Tourist*innen bewegen sich häufig zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Leihangeboten durch die Stadt. Eine gut ausgebaute, leicht zugängliche und klimafreundliche Mobilitätsinfrastruktur steigert nicht nur die Aufenthaltsqualität, sondern auch die wirtschaftliche Wertschöpfung, da Gäste mehr lokale Angebote wahrnehmen können. Im Fall internationaler Besucher*innen ist eine funktionierende An- und Abreise mit Bahn oder Bus ebenso entscheidend wie eine barrierearme Mobilität vor Ort. In einer Stadt wie Braunschweig, die vermehrt auf Stadtnatur, Radverkehr und urbane Aufenthaltsqualität setzt, ist die Integration dieser Aspekte in die Tourismusstrategie von besonderer Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Welche Schlüsse zieht die Verwaltung aus den aktuellen Veränderungen bei Ankünften, Aufenthaltsdauer und Herkunft der Gäst*innen für die priorisierten Handlungsfelder des Tourismuskonzepts (u. a. saisonale Entzerrung, nachhaltige Wertschöpfung, Stadtnatur)?

2. Welche Berichtsroutinen und Kennzahlenformate beabsichtigt die Verwaltung einzuführen, um den Ausschuss regelmäßig und transparent über Fortschritte bei der Umsetzung des Tourismuskonzepts zu informieren (z. B. quartalsweise Kurzberichte)?

3. Wie werden nachhaltige An- und Abreiseoptionen sowie klimafreundliche Mobilitätsangebote vor Ort (z. B. ÖPNV, Fahrradverleih, Sharing-Systeme) konkret weiterentwickelt, um insbesondere die wachsende Zahl internationaler Gäst*innen umweltverträglich in die Stadt und zu touristischen Angeboten zu lenken?   

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