Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 25-26506
Grunddaten
- Betreff:
-
Nachbarschaftszentrum im Westlichen Ringgebiet Anfang 2027 einrichten
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Frakt. B90/Grüne im Stadtbezirksrat 310 / Gruppe Die LINKE. / Die PARTEI / BIBS im Stadtbezirksrat 310 / CDU-Fraktion im Stadtbezirksrat 310 / Föllner, Michael
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet
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Entscheidung
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30.09.2025
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Vor sieben Jahren wurde der Ratsantrag [DS-18-08424] beschlossenen. Hiermit wurde die
Verwaltung beauftragt wurde, ein Entwicklungskonzept für Nachbarschaftszentren in Stadtquartieren zu erarbeiten. Das Konzept der Verwaltung sieht dabei ein Nachbarschaftszentrum im Westlichen Ringgebiet für 2027 vor, vgl. „Nachbarschaftszentren in Braunschweig“ [DS 22-19319].
Als einwohnerreichster Stadtteil brauchen wir dringend eine Unterstützung für das Zusammenleben im Stadtteil. In den letzten Jahren wurde in unserem Bezirk baulich stark nachverdichtet (z. B. Hermannshöfe, Noltemeyer, Spinnerstraße, Ernst Amme Straße). Mit dem geplanten Baugebiet Feldstraße und den Entwicklungen Eichtal, Neustadtring, Sackviertel, Holwede, Rennelberg sowie kleineren Gebieten rechnen wir aktuell mit einem Zuwachs von über 1000 neuen Wohneinheiten.
Auch hat es für das Gebiet "Nordwestliches Ringgebiet/ Eichtal“ schon in 2001 und 2008
vorbereitende Untersuchungen für die Aufnahme in ein Förderprogramm gegeben. Leider wurde das Eichtal als neues Fördergebiet „Sozialer Zusammenhalt“ auch dieses Jahr nicht berücksichtigt (Auszug aus dem Gutachten Fördergebiete: „Es herrscht ein sehr großes Defizit an öffentlichen Grünflächen und daraus resultierend eine nachteilige bioklimatische Situation. Auch ein Nachbarschaftstreff oder Quartierszentrum fehlt im nordwestlichen Ringgebiet.“)
Am 31.12.2026 endet das Projekt Stadterneuerung im Westlichen Ringgebiet. Damit endet auch die Tätigkeit des Quartiermanagements, das viele soziale Projekte selbst initiiert, unterstützt und finanziell gefördert hat. Das Stadterneuerungsgebiet umfasst zwar nur circa 30% unseres Bezirkes im südlichen Teil des Westlichen Ringgebietes, die Aktionen strahlen aber weit über die Grenzen des Stadterneuerungsgebietes hinaus.
Deswegen brauchen wir einen lückenlosen Anschluss durch ein neues Nachbarschafts-zentrum. Es müssen auch zukünftig Möglichkeiten geschaffen werden, die etablierten Projekte weiterhin zu veranstalten, zu verstetigen und zu finanzieren und die
Menschen im Stadtteil zu erreichen. Die aktive Nachbarschaft braucht zur Identitätsstiftung im Quartier einen Treffpunkt, der niederschwellig erreichbar ist und für die Stadtteil-bevölkerung zur Verfügung steht.
Ein ersatzloser Wegfall des Quartiersmanagement und der finanziellen Förderung zum 01.01.2027 ist für das Westliche Ringgebiet nicht akzeptabel, weil er zu einem Zusammenbruch des über zwei Jahrzehnte entstandenen sozialen Gefüges führen würde.
Unser innenstadtnaher Stadtteil hat einen besonderen Bedarf und ist, auch mit dem Quartiersmanagement aufgrund der hoher Einwohnerzahl mit sozialen Einrichtungen, akut unterversorgt.
Mit dem Wegfall des Quartiersmanagements und des Verfügungsfonds wären u. a. Einrichtungen bzw. Veranstaltungen nicht mehr durchführbar (Stadtteilzeitung Neue Westpost, Stadtteilfest, Flohmarkt, Gesundheitsfest, Pflanzentauschmarkt, Ladies on Tour, Kinder entdecken die Natur, Hitzeschutztag, Mal- und Kreativkurse für Kinder mit Eltern und Senioren, Martinsumzug, Ferienmaßnahmen mit dem „Kunstkoffer“) sowie die Unterstützung kleinerer Vereine und Verbände in Gefahr.
