Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 25-26507
Grunddaten
- Betreff:
-
Errichtung eines Nachbarschaftszentrums im Westlichen Ringgebiet ab Anfang 2027
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Frakt. B90/Grüne im Stadtbezirksrat 310 / SPD-Fraktion im Stadtbezirksrat 310 / Gruppe Die LINKE. / Die PARTEI / BIBS im Stadtbezirksrat 310 / CDU-Fraktion im Stadtbezirksrat 310 / Föllner, Michael
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet
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Entscheidung
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30.09.2025
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Beschlussvorschlag
a) Errichtung eines Quartierszentrum im WRG ab 2027:
Wir beantragen die Errichtung eines Nachbarschaftszentrums im Westlichen Ringgebiet,
im Idealfallb im ehemaligen Sanierungsgebiet, das direkt an das Ende der
Stadterneuerung zum 31.12.2026 anschließt, um die bestehende Quartiersarbeit zeitnah
fortsetzen zu können.
b) Finanzierung weiterer Quartiersarbeit:
Wir beantragen die Errichtung eines Verfügungsfonds ab 2027 zur weiteren Finanzierung
von sozialen Projekten sowie der Quartiersarbeit im Westlichen Ringgebiet.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Der Rat hat vor sieben Jahren den Antrag [DS-18-08424] beschlossen und damit die Verwaltung beauftragt, ein Entwicklungskonzept für Nachbarschaftszentren zu erstellen. Im Verwaltungskonzept „Nachbarschaftszentren in Braunschweig“ [DS 22-19319] ist für das westliche Ringgebiet ab 2027 ein solches Zentrum vorgesehen.
Als größter und bevölkerungsreichster Stadtteil benötigt das Westliche Ringgebiet dringend
Unterstützung, um das Zusammenleben zu stärken. In den letzten Jahren gab es zahlreiche
Neubauten (z. B. Hermannshöfe, Noltemeyer, Spinnerstraße, Ernst-Amme-Straße). Mit weiteren Bauprojekten wie Feldstraße, Eichtal, Neustadtring, Sackviertel, Holwede, Rennelberg und anderen Gebieten erwarten wir mehr als 1.000 zusätzliche Wohneinheiten.
Gleichzeitig ist die Zahl der Grün- und Aufenthaltsflächen rückläufig. Schon seit Jahren besteht ein Defizit von 23 %.
Für das Gebiet „Nordwestliches Ringgebiet/Eichtal“ gab es bereits 2001 und 2008 Untersuchungen zur möglichen Aufnahme in ein Förderprogramm. Dennoch wurde das Eichtal bislang nicht als Fördergebiet „Sozialer Zusammenhalt“ ausgewählt.
Im Gutachten Fördergebiete heißt es: „Es herrscht ein sehr großes Defizit an öffentlichen
Grünflächen und daraus resultierend eine nachteilige bioklimatische Situation. Auch ein
Nachbarschaftstreff oder Quartierszentrum fehlt im nordwestlichen Ringgebiet.“
Die Stadterneuerung endet am 31.12.2026 und betrifft nur etwa 30 % des Stadtteils, vor allem im Süden. Das dortige Quartierszentrum wird geschlossen. Deshalb ist ein nahtloser Übergang durch ein neues Nachbarschaftszentrum erforderlich. Nur so können weiterhin Projekte organisiert und die Menschen im Stadtteil erreicht werden. Die Nachbarschaft braucht Treffpunkte, die leicht zugänglich sind und allen offenstehen. Der innenstadtnahe Stadtteil ist besonders auf solche Angebote angewiesen und derzeit unterversorgt.
