Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 25-26576-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Zu der Anfrage der SPD-Fraktion „Nach einem weiteren Hitze-Sommer: Wie kann der Hitzeschutz an Braunschweiger Schulen verbessert werden?“ vom 26.09.2025 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Zu 1.:

Zur Verbesserung des Hitzeschutzes an Schulstandorten wurden in den vergangenen Jahren sowohl bauliche als auch organisatorische Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Schulen umgesetzt.

 

Bauliche Maßnahmen umfassten insbesondere:

 

 die Installation außenliegender Verschattungselemente (z. B. Raffstores, Markisen oder Lamellenanlagen) insbesondere an Südfassaden und großen Fensterflächen (GS Wenden),

 die Pilotinstallation einer außenliegenden Verschattung, speziell für denkmalgeschützte Gebäude in Abstimmung mit dem Denkmalschutz und Evaluierung für einen flächendeckenden Einsatz (GS Comeniusstraße),

 den Einbau von mechanischer Lüftung oder Nachtlüftungsklappen in Neubauten

(z. B. GS Schölkestraße)

 den Einbau von Sonnenschutzverglasungen bei Neubauten sowie im Zuge von Fenstererneuerungen,

 das Anbringen von Sonnenschutzfolien am Gebäudebestand an diversen Standorten,

 die Begrünung von Schulhöfen sowie die Pflanzung von Bäumen zur Schaffung zusätzlicher Beschattungsflächen,

 die Dach- und Fassadenbegrünung an ausgewählten Standorten (Jugendzentrum Heideblick, Schulzentrum Heidberg Außenstelle Stöckheim, Sporthallen Güldenstraße, Gymnasium Neue Oberschule) im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen oder Modellprojekten,

 die Verbesserung der Wärmedämmung und Belüftungssysteme im Zuge energetischer Sanierungen (Lessinggymnasium),

 die Durchführung von Nachtauskühlungen (Querlüftung, Einzellüftung) in denkmalgeschützten Gebäuden (GS Comeniusstraße und GS Heinrichstraße),

 die Testung eines Klimageräts ohne Abluftschlauch für den Einsatz in denkmalgeschützten Gebäuden (GY Gaußschule).

 

Organisatorische Maßnahmen beinhalteten unter anderem:

 

 die Bereitstellung von Trinkwasser über Wasserspender bzw. Zapfstellen,

 die Beratung von Schulleitungen und Lehrkräften hinsichtlich eines geeigneten Lüftungs- und Verschattungsmanagements,

 die regelmäßige Wartung und Funktionsprüfung vorhandener Sonnenschutzeinrichtungen.

 

Zu 2.:

Vor dem Hintergrund zunehmender sommerlicher Hitzeperioden ist vorgesehen, die bestehenden Hitzeschutzmaßnahmen schrittweise auszubauen und systematisch weiterzuentwickeln.

 

Geplant sind insbesondere:

 

 die systematische Erfassung und Bewertung aller Schulstandorte im Hinblick auf ihre Hitzebelastung sowie die Erstellung eines Priorisierungskonzeptes im Rahmen der städtischen Klimaanpassungsstrategie,

 die verstärkte Berücksichtigung von Hitzeschutzaspekten bei sämtlichen Neubau- und größeren Sanierungsmaßnahmen, u. a. durch konsequente Anwendung aktueller energetischer und klimatischer Standards,

 die Erweiterung von Dach- und Fassadenbegrünungen sowie die Entsiegelung von Freiflächen - falls möglich mit ergänzender Baumpflanzung - zur Verbesserung des Mikroklimas,

 die Umsetzung von Pilotprojekten zur passiven Gebäudekühlung (z. B. automatisierte Verschattungssysteme, Nachtauskühlung),

 die sukzessive Marktrecherche in Hinblick auf neue zu integrierende Technologien bezüglich des sommerlichen Wärmeschutzes.

 

Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Aufenthaltsqualität in den Schulgebäuden und auf den Schulhöfen nachhaltig zu verbessern sowie gesundheitlichen Belastungen durch Hitzeperioden wirksam vorzubeugen.
 

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