Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 25-26552-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Aufgrund der bereits in der Anfrage beschriebenen Zuständigkeiten wurden die Fragen auch an das Regionale Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig (RLSB BS) weitergeleitet und die Antworten in die Stellungnahme integriert.


Zu 1.

Dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig sowie auch der Stadt Braunschweig liegen mit Stand 30.09.2025 keine Erkenntnisse von Einschüchterungsversuchen an den Schulen in der Stadt Braunschweig vor.

 

Zu 2.

Grundsätzlich bestehen für betroffene Lehrkräfte verschiedene Unterstützungsangebote seitens des RLSB BS:

 

  • Beratung und Unterstützung durch die schulfachliche Aufsicht: Betroffene Lehrkräfte können sich an die zuständigen schulfachlichen Dezernentinnen/Dezernenten wenden, die im Bedarfsfall beratend tätig werden und geeignete Maßnahmen einleiten.
  • Schulpsychologische Unterstützung: Das schulpsychologische Dezernat steht Lehrkräften in belastenden Situationen zur Verfügung.
  • Kooperation mit der Polizei: Es besteht ein bewährter, direkter Kontakt zwischen Schulen, der Polizei und dem Regionalen Landesamt, sodass bei konkreten Bedrohungen schnell reagiert werden kann.
  • Fortbildungsangebote: Lehrkräfte können Angebote zur Stärkung der Handlungssicherheit in Konflikt- und Bedrohungssituationen wahrnehmen.

 

Diese Strukturen dienen dem Ziel, Lehrkräfte in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag nachhaltig zu stärken und sie im Falle von Angriffen oder Einschüchterungsversuchen nicht allein zu lassen.

 

Das Niedersächsische Kultusministerium wie auch die Kultusministerkonferenz betonen die Bedeutung der Demokratiebildung als Schulprinzip Lehrkräfte sollen aktiv zur politischen Mündigkeit beitragen. Das Kompetenzzentrum Lehrkräftefortbildung Braunschweig bietet Fortbildungen zu diesem Themenbereich an. Darüber hinaus finden sich im Bildungsportal des Landes Niedersachsen https://bildungsportal-niedersachsen.de/demokratiebildung hilfreiche Informationen.

 

Im Rahmen der Koordinierungsstelle „Demokratiebildung an Schulen“ hat zudem eine Vernetzung der Braunschweiger Schulen stattgefunden, die sich dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ angeschlossen haben. Von Einschüchterungsversuchen betroffene Lehrkräfte können sich auch an die Koordinierungsstelle oder das Netzwerk wenden, um Unterstützung zu erhalten.

 

Zu 3.
r eine systematische Erfassung solcher Fälle sind aus Sicht des RLSB BS und der Stadt Braunschweig insbesondere folgende Punkte wichtig:

 

  • Niederschwellige Meldewege: Schulen sollten über klare Kommunikationskanäle verfügen, über die Lehrkräfte Vorfälle melden können.
  • Dokumentation und Auswertung: Gemeldete Vorfälle sollten anonymisiert erfasst und regelmäßig ausgewertet werden, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
  • Koordination zwischen den Ebenen: Es soll ein regelmäßiger Austausch zwischen dem RLSB BS, der Stadt Braunschweig und weiteren relevanten Stellen (z. B. Polizei, schulpsychologische Dienste) stattfinden, um Informationen ndeln und Maßnahmen abstimmen zu können.

 

Das RLSB BS und die Stadt Braunschweig befinden sich im Austausch über den Aufbau geeigneter Strukturen mit dem Ziel, dass Einschüchterungsversuche nicht nur im Einzelfall bearbeitet, sondern auch strukturell sichtbar gemacht werden. Zudem sollen die präventiven Maßnahmen weiterhin gestärkt werden.

 


 

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