Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 25-26901
Grunddaten
- Betreff:
-
Gymnasium HvF, Errichtung Containeranlage - Objekt- und Kostenfeststellungsbeschluss
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 65 Fachbereich Gebäudemanagement
- Beteiligt:
- 40 Fachbereich Schule; 20 Fachbereich Finanzen; DEZERNAT VIII - Umwelt-, Stadtgrün- und Hochbaudezernat; 0100 Steuerungsdienst; 0600 Baureferat; 67 Fachbereich Stadtgrün
- Verantwortlich:
- Hanusch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Planung und Hochbau
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Entscheidung
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28.11.2025
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Beschlussvorschlag
Beschluss:
Dem o. a. Investitionsvorhaben wird gemäß den Plänen vom 26.09.2025 zugestimmt.
Die Gesamtkosten - einschl. der Eigenleistung des Fachbereiches Gebäudemanagement
und eines Zuschlags für Unvorhergesehenes - werden aufgrund der Kostenberechnung vom
15.10.2025 auf 944.300,00 € festgestellt.
Sachverhalt
Sachverhalt:
1. Beschlusskompetenz
Die Beschlusskompetenz des Ausschusses für Planung und Hochbau für Objekt- und Kostenfeststellungen ergibt sich aus § 6 Nr. 4 lit. a) der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig in Verbindung mit § 76 Abs. 3, Satz 1 NKomVG.
2. Begründung und Beschreibung des Investitionsvorhabens
Aufgrund der steigenden Schülerzahlen an allen Braunschweiger Gymnasien wurde entschieden, dass auch das Gymnasium Hoffmann-von-Fallersleben-Schule auf eine volle Fünfzügigkeit ausgebaut werden soll. Mit Beginn des Schuljahres 2024/2025 nimmt die Schule daher bereits fünfzügig auf.
Die Jahrgänge 5 und 6 werden an der Außenstelle in Lehndorf beschult. Ab Jahrgang 7 erfolgt die Beschulung am Hauptstandort Sackring. Da die Schule über keine freien räumlichen Kapazitäten verfügt, ist an beiden Standorten eine bauliche Erweiterung geplant.
Um die zusätzlichen Klassen jetzt schon unterbringen zu können, ist die Errichtung eines Interims durch die Aufstellung von Schulraumcontainern erforderlich.
Am Standort Lehndorf wurden bereits zwei Schulraumcontainer errichtet, in denen die zusätzlichen Klassen untergebracht sind.
Am Standort Sackring erfolgt die Beschulung der zusätzlichen Klassen ab dem Schuljahr 2026/2027.
Zusätzlich zur Fünfzügigkeit gibt es ab dem Schuljahr 2024/2025 eine dauerhafte Kooperation mit der FÖS Oswald-Berkhan-Schule.
Die räumlichen Ressourcen für die Kooperationsklasse sollen im Rahmen der baulichen Erweiterung ebenfalls geschaffen werden. Am Standort Sackring muss hierfür ab dem Schuljahr 2026/2027 ein Schulraumcontainer als Interim errichtet werden.
Bis zur Realisierung der geplanten Erweiterung am Hauptstandort der Schule am Sackring sollen daher insgesamt sechs Container als zusätzliche Unterrichtsräume errichtet werden.
In den 6 Klassenraumcontainern werden ca. 144 Schüler und Schülerinnen unterrichtet. Davon wird ein Klassenraumcontainer von der Förderschule Oswald-Berkhan-Schule und fünf Klassenraumcontainer vom Gymnasium Hoffmann-von-Fallersleben genutzt.
3. Angaben zum Raumprogramm
Sechs Klassenräume. Die Entwurfsplanung ist als Anlage enthalten.
4. Erläuterungen zur Planung
Bei dem geplanten Hochbauvorhaben handelt es sich um die temporäre Errichtung einer Containeranlage mit einer begrenzten Standzeit von fünf Jahren. Diese Anlage soll auf einem zuvor abgestimmten Bereich des Grundstücks und des Parkplatzes der Mensa/Aula des Gymnasiums Hoffmann-von-Fallersleben errichtet werden.
Der Schulsportplatz des Gymnasiums und der Hauptanteil des Parkplatzes an der Schulaula /Mensa bleiben unangetastet und können weiterhin auch für schulische und außerschulische Veranstaltungen genutzt werden. In Abstimmung ist die teilweise Nutzung des Parkplatzes an der Schulaula/Mensa mit 2 Klassenraumcontainern möglich. Der südliche Parkplatzbereich wurde gewählt, um den nördl. Baumbestand am Parkplatz nicht zu gefährden. Der Wegfall der Stellplätze soll durch Erweiterungen der Fahrradabstellplätze im Bereich der Schulaula/Mensa und die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel kompensiert werden.
Weiterhin ist die Nutzung der Grünflächen nördl. der Schulaula/Mensa als Standort für vier Klassenraumcontainer gewählt worden. Der nördl. Pflanzstreifen in einer Breite von 12 m wird freigehalten.
Das Gebäude wird eingeschossig ohne Unterkellerung ausgeführt und besteht aus sechs Klassenräumen, die durch Containermodule gebildet werden. Vier Klassenraumcontainer stammen aus dem Bestand der Stadt Braunschweig und sind derzeit Teil einer zusammenhängenden Containeranlage am Wilhelm-Gymnasium, bestehend aus insgesamt sechs Klassenraumcontainern.
Zwei Klassenraumcontainer werden neu beschafft.
Die Container bestehen aus kerngedämmten Profilblechwänden, die Fenster sind aus Kunststoff mit Isolierverglasung. Über der Dachdämmung ist eine Deckung aus verzinktem Stahlblech. Die Innenwände bzw. Decke sind mit Spanplatten oder Gipskartonplatten verkleidet. Der Fußboden hat einen Belag aus Linoleum.
Die Räume werden mit Strom versorgt und über den Fernwärmeanschluss der Schulaula bzw. über eine elektrische Direktheizung beheizt.
Das Regenwasser wird über einen Anschluss an die Grundleitung abgeleitet. Zusätzliches Schmutzwasser fällt nicht an. Die Gründung erfolgt mit Festlegung des Bodengutachters und der Tragwerksplanung über Stahlschraubfundamente bzw. über Flachgründung auf dem asphaltierten Parkplatz.
Die Erschließung der Containeranlage erfolgt ausschließlich erdgeschossig.
Die Zugänge der nördlichen vier Klassenraumcontainer werden über Pflasterungen barrierefrei ausgebildet. Über Zuwegungen östlich an der Schulaula/Mensa vorbei, gelangen die Schüler auf das Grundstück und weiter an die Schulraumcontainer. Die Sanitäranlagen der Schulaula/Mensa werden von den Schülern mit genutzt.
Die Schüler erreichen über den Gehweg Kälberwiese die Eingänge der südl. Klassenraumcontainer. Der Eingangsbereich soll über einen Zaun vom Gehwegbereich abgetrennt werden. Somit werden die Schüler seitlich an die Klassenraumcontainer geleitet.
5. Techniken für regenerative Energien
Der Großteil der Containerbauwerke wird mit Warmwasserheizung aus dem Fernwärmenetz Braunschweig versorgt. Der örtliche Fernwärmenetzbetreiber setzt regenerative Energien ein und besitzt einen Primärenergiefaktor von 0,27.
Die Standzeit des Gebäudes ist befristet auf ca. 5 Jahre.
6. Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen
Zugänge und Zuwegungen werden barrierefrei ausgebildet. Barrierefreie Sanitäranlagen im Gebäude der Aula/Mensa sind vorhanden und werden im Detail ergänzt. Die Mensa ist barrierefrei zu erreichen. Die Baumaßnahme ist mit dem Behindertenbeirat abgestimmt.
7. Kosten
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen aufgrund der Kostenberechnung
vom 15.10.2025 944.300 €.
Einzelheiten sind den Anlagen 1 und 2 zu entnehmen.
8. Bauzeit
Die Maßnahme soll im Jahr 2026 durchgeführt werden.
9. Finanzierung
Im Haushaltsplan 2025 ff. / IP 2024-2029 stehen unter dem Projekt „GY H.v.F. / Besch. 6 Cont. + Herr. (4E.210470)“ ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung.
10. Klimaschutzrelevanz
Gemäß Ds. 24-24424 handelt es sich um ein klimaschutzrelevantes Beschlussthema. Für die Vorlage wurde ein Klima-Check durchgeführt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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70,1 kB
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2
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67,2 kB
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3
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(wie Dokument)
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419,8 kB
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4
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(wie Dokument)
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119,5 kB
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