Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 25-26596-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zur Anfrage der Fraktion Bündnis 90 DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Braunschweig vom 1. Oktober 2025 (Drs. 25-26596) nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Zu 1.:

 

Die Niedersächsische Ehrenamtskarte wurde durch das Unterschreiben der „Gemeinsamen Erklärung“ vom Land Niedersachsen und der Stadt Braunschweig am 16.12.2008 in Braunschweig eingeführt.

 

Die jährlichen Zahlen zeigen eine deutlich steigende Nutzung. Während in den Anfangsjahren meist weniger als 100 Anträge pro Jahr gestellt wurden, ist mit der fortschreitenden Digitalisierung des Verfahrens eine spürbare Dynamik entstanden.

 

Besonders seit der vollständigen Online-Beantragung über den „FreiwilligenServer Niedersachsen“ ist ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen: Von 92 Anträgen im Jahr 2022 auf 343 im Jahr 2023. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die Vereinfachung des Antragsverfahrens unmittelbar zu einer stärkeren Nutzung führte.

 

Auch in den Folgejahren 2024 (254 Karten) und 2025 (244 Karten, Stand Oktober) liegt die Zahl der ausgestellten Ehrenamtskarten deutlich über dem Niveau der Vorjahre und zeigt eine stabile Nutzung auf hohem Niveau.

 

 

Jahr

Anträge gestellt

 

 

2008

143

2009

64

2010

81

2011

49

2012

74

2013

53

2014

79

2015

63

2016

106

 

 

 

 

 

Jahr

Anträge gestellt

 2017

127

2018

155

2019

50

2020

36

2021

62

2022

92

2023

343

2024

254

2025

244 (Stand Oktober)

 

Jede Karte steht dabei für eine Person, die sich mit mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden pro Jahr freiwillig engagiert sie ist somit auch ein Indikator für die Stärke des bürgerschaftlichen Engagements in Braunschweig. Das entspricht für das bislang stärkste Jahr 2023 bei 343 Anträgen 85.750 Stunden Engagement jährlich. Da oftmals mehr als die geforderten 250 Stunden pro Jahr ehrenamtliche Arbeit geleistet werden und viele Bürgerinnen und Bürger keine Ehrenamtskarte beantragen, liegt das bürgerschaftliche Engagement sogar noch weit höher.

 

 

zu 2.:

 

Mit der Niedersächsische Ehrenamtskarte können angebotene Vergünstigungen aus ganz Niedersachsen in Anspruch genommen werden. Die Anbieter der Vergünstigungen stammen überwiegend aus der freien Wirtschaft, einige Vergünstigungen werden auch von Städten und Gemeinden angeboten.

 

Aus dem Bereich des Konzerns Stadt Braunschweig sind derzeit folgende Angebote auf dem Freiwilligenserver (www.freiwilligenserver.de/ehrenamtskarte/verguenstigungen) ausgewiesen:

 

  • Gesundheitsamt Braunschweig (jährlich ca. 50 bis 70 kostenfreie Bescheinigungen nach dem Infektionsschutzgesetz)
  • Verschiedene Bereiche des Fachbereiches Bürgerservice, Öffentliche Sicherheit (Bedienung ohne Wartezeit)
  • Fachbereich Kultur (Ermäßigungen bei Veranstaltungen des Kulturinstitutes im Roten Saal)
  • Stadtbibliothek (kostenfreie Nutzung der Bibliothek)
  • Städtisches Museum (50 % Ermäßigung auf den Eintrittspreis)
  • Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH (20 % Ermäßigung auf den Eintrittspreis)
  • Volkshochschule Braunschweig GmbH (25 % Ermäßigung)

 

Überwiegend erfolgt keine Erfassung der Inanspruchnahme.

 

 

zu 3.:

 

Die Anzahl der hrlich ausgestellten Ehrenamtskarten befindet sich schon auf einem guten Niveau. Die kontinuierliche Steigerung beweist, dass die vom Rat der Stadt Braunschweig beschlossenen Regelungen, die verbesserten (technischen) Zugangsmöglichkeiten sowie die diesbezüglichen Beratungen offenbar gut und effektiv greifen.

 

Darüber hinaus initiiert die Niedersächsische Staatskanzlei auch eigenständige Werbemaßnahmen für die Ehrenamtskarte, z. B. durch Einführung einer App. Hierdurch sollen der Bekanntheitsgrad und die Nutzerzahlen noch weitere positive Impulse erhalten.

 

Natürlich müssen zur Nutzung der Ehrenamtskarte auch die entsprechenden Nutzungsangebote zur Verfügung stehen. Hier sind aktuell für die das Gebiet der Stadt Braunschweig 43 Einträge registriert. Damit diese Zahl gehalten und weiter ausgebaut werden kann, soll zu Beginn des Jahres 2026 eine erneute Abfrage bei den potentiellen Anbietern innerhalb des Konzerns Stadt Braunschweig erfolgen.

 

Zudem soll eine Kontaktaufnahme zum Arbeitsausschuss Innenstadt e. V. und zur Stadtmarketing GmbH erfolgen, um weiteren Teilnehmende aus der Wirtschaft zu motivieren.

 

 

 

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