Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Antrag (öffentlich) - 25-26817

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, welche regelkonformen Führungen des Radverkehrs auf den Straßen Hagenbrücke und Küchenstraße möglich und absehbar realisierbar sind. Hierbei geht es insbesondere um die folgenden Abschnitte:

- Nördlich: vom Hagenmarkt bis zur Einmündung Alte Waage
- Südlich: vom Meinhardshof bis zur Casparistraße.

Geprüft werden soll auch, wie eine Umsetzung bestandsnah, d.h. mit wenig baulichen Maßnahmen, inkl. zeitlichem Benefit erfolgen kann.

Das Ergebnis soll dem Ausschuss im 1. Quartal 2026 vorgelegt werden.  

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Sachverhalt

Sachverhalt:
Die Radverkehrsführung auf der Küchenstraße im Abschnitt Hagenbrücke bis Alte Waage auf der nördlichen Straßenseite und von Meinhardshof bis Casparistraße auf der südlichen Straßenseite entsprechen nicht den aktuellen Regelwerken (ERA, StVO, RAST) was die Breite, Stetigkeit und Übersichtlichkeit betrifft. Sie ist damit gefährlich, uneinladend und umwegig.

Grundlagen:

Im Ergebnis der systematischen Erhebung des Radverkehrsnetzes ist für den o.g. Verkehrsraum überwiegend eine hohe Priorität für den Handlungsbedarf festgestellt worden. Dies betrifft u.a. die unübersichtliche Umfahrung der Kemenate mit engen Kurvenradien sowie die ebenfalls unübersichtliche Umfahrung des Neustadtrathauses durch eine Fußgängerzone (d.h. Schrittgeschwindigkeit) mit einem desolaten Belag. Insbesondere die Weiterführung im Bereich Höhe/Hagenbrücke hat ein sehr hohes Konfliktpotential mit zu Fuß Gehenden wegen unzureichender Aufstellflächen und Wegebreiten. Der Radweg weist hier Breiten von unter 80 cm bis zum Hagenmarkt auf (s. Anlagen zum „Ergebnisbericht zur systematischen Erhebung und Analyse des Radverkehrsnetzes“ 04 Karte: Priorität der Strecken, DS 24-24769).

Die WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH (WVI) hat am 7.5.2019 das Ergebnis der Verkehrsanalyse zum Hagenmarkt im damaligen Planungs- und Umweltausschuss mit einer einspurigen Kfz-Spur auf der Nordseite der o.g. Route vorgestellt. Die Verkehrsleistung im Gesamtgefüge bliebe damit nahezu erhalten.

Am Institut für Verkehr und Stadtbauwesen der TU Braunschweig wurden Studienarbeiten für den Abschnitt Hagenbrücke - Reichsstraße - Küchenstraße - Höhe erarbeitet. Bei einigen Arbeiten wurden abschnittsweise geschützte Radfahrstreifen in Kombination mit einer überbreiten Kfz-Fahrbahn vorgeschlagen.

Vor dem Hintergrund der Fahrspurreduzierung im Zuge des Kreuzungsumbaus Hagenmarkt (s. WVI-Analyse) ist ein Kfz-Flächenüberschuss auf der Nordseite festzustellen, der für eine Fahrradspur genutzt werden kann, bei gleichzeitigem Platzgewinn für zu Fuß Gehende. Auf der Südseite wird ein geschützter Radfahrstreifen vorgeschlagen.

In der Stadt Frankfurt werden für Radverkehrsführungen vielfach bestandsnahe Lösungen umgesetzt. Das hat u.a. den Vorteil der kurzfristigen Erhöhung der Verkehrssicherheit, ist ressourcenschonend und kostengünstig.

Bei kurzzeitigen Verkehrsversuchen der Mobilitätsverbände 2019 und 2020 auf Teilabschnitten im Umfeld der Küchenstraße hat es positive Rückmeldungen zu sicheren Radverkehrsführungen auf dem Abschnitt gegeben (siehe dazu die Links unter Anlagen).

Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung gebeten, alternative Führungsformen zu prüfen und das Ergebnis dem AMTA vorzulegen. Ziel ist es, eine Beschlussvorlage zu erhalten.
 

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