Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 25-26718-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Umsetzung Qualitätsstandard Fahrradstraßen - Adolfstraße (Kurt-Schumacher-Straße bis Leonhardstraße)Änderungsantrag zur Vorlage 25-26718
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Gruppe Die FRAKTION. BS im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben
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Entscheidung
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26.11.2025
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Beschlussvorschlag
Zusätzlich zu der Vorlage der Verwaltung werden folgende Maßnahmen beschlossen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, innerhalb von drei Monaten die Wirksamkeit der Beschilderung „Anlieger frei“ zu überprüfen, dem Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben zu berichten, und - wenn die angestrebte Beschränkung der Zufahrt auf Anliegerverkehre nicht gelungen ist - einen Vorschlag für weitere Maßnahmen zu unterbreiten.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Rat bis Ende nächsten Jahres ein Verkehrskonzept für das Gebiet zwischen Jasperallee, Ottmerstraße und dem Wilhelminischen Ring vorzulegen, aus dem hervorgeht, wie die Verkehrsführungen umgestaltet werden können, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit aller Verkehrsformen zu verbessern, während Durchgangsverkehr verhindert und die Aufenthalts- und Wohnqualität in den anliegenden Straßen erhöht wird.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit Fahrradstraßen in Braunschweig ist anzunehmen, dass allein die Einführung der Beschilderung und Markierung nicht ausreicht, um den vorgesehenen besonderen Schutzraum für Radfahrende zu schaffen. Auch in der Adolfstraße ist der Kfz-Durchgangsverkehr trotz der geplanten Beschilderung „Anlieger frei“ voraussichtlich weiterhin zu hoch, um den Qualitätsstandard für Fahrradstraßen zuverlässig zu erfüllen. Eine kürzlich durch den ADFC durchgeführte Verkehrszählung belegt, dass auf der Adolfstraße ein erheblicher Anteil des Verkehrs aus nicht-anliegendem Schleichverkehr besteht (siehe: https://braunschweig.adfc.de/artikel/verkehrszaehlungen-in-fahrradstrassen). Der Änderungsantrag gibt der Verwaltung die Gelegenheit, diese Ergebnisse zu überprüfen, setzt aber gleichzeitig eine klare Frist, bis zu der (voraussichtlich notwendige) weitergehende Maßnahmen beschlossen werden.
Darüber hinaus greift der Änderungsantrag die Notwendigkeit einer umfassenderen verkehrlichen Neuordnung im gesamten Bereich zwischen Jasperallee, Ottmerstraße und dem Wilhelminischen Ring auf. Dieses innerstädtische Quartier ist seit Jahren durch verschiedene Durchgangsverkehre belastet, die die Wohn- und Aufenthaltsqualität beeinträchtigen und in einigen Straßen zu Konflikten zwischen unterschiedlichen Verkehrsformen führen. Einzelne punktuelle Maßnahmen genügen nicht, um die komplexen verkehrlichen Herausforderungen im Gesamtzusammenhang zu lösen. Beispielsweise ist davon auszugehen, dass die jüngst beschlossenen verkehrlichen Umgestaltungen im Umfeld der Helmstedter Straße Auswirkungen auf die Verkehrsbeziehungen im Umfeld der Adolfstraße haben. Ein integriertes Verkehrskonzept soll daher aufzeigen, wie die Verkehrsführung im Quartier insgesamt so weiterentwickelt werden kann, dass sichere, verlässliche und attraktive Bedingungen für alle Verkehrsarten entstehen. Im Fokus stehen dabei insbesondere eine Verbesserung der Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr, die Erhöhung der Zuverlässigkeit von Bus und Straßenbahn, die Reduzierung von Durchgangsverkehren sowie eine Stärkung der Aufenthaltsqualität in den Wohnstraßen. Gleichzeitig soll gewährleistet bleiben, dass Ziel- und Quellverkehr das Gebiet weiterhin gut erreichen kann. Ein solches Konzept ermöglicht es, Maßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen und langfristig eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und Verkehrssituation im gesamten Quartier zu erreichen.
