Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 25-27010

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Sachverhalt

Sachverhalt:
Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) stellen seit vielen Jahren eine tragende Säule im sozialen, pädagogischen, ökologischen und kulturellen Bereich dar. Viele Einrichtungen in Braunschweig, darunter Schulen, Kitas, Angebote der Kinder- und Jugendhilfe und viele mehr sind auf die Unterstützung durch Freiwilligendienstleistende angewiesen. Denn die Freiwilligen tragen zur Entlastung des Fachpersonals bei und ermöglichen jungen Menschen, sich nach der Schule beruflich zu orientieren. Auch zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen leisten FSJ und BFD durch vielfältige praktische Erfahrungen einen wichtigen Beitrag.

Bundespolitisch deutet aktuell vieles darauf hin, dass ein „Gesellschaftsjahr“ für junge Menschen nach Abschluss der Schule eingeführt werden könnte. Ob in verpflichtender oder freiwilliger Form, eine Ausweitung der Freiwilligendienste ist sicher: Fachkreise und Trägerverbände rechnen daher mit einem massiven Anstieg der Nachfrage nach Einsatzplätzen. In vielen Städten ist bereits heute zu beobachten, dass vorhandene FSJ- und BFD-Stellen vollständig ausgelastet sind und zusätzliche Plätze nur begrenzt geschaffen werden können, da oft räumliche, organisatorische und finanzielle Kapazitäten fehlen.

Für Braunschweig lassen sich derzeit keine belastbaren Zahlen finden, wie viele Freiwilligendienstplätze aktuell existieren, wie viele davon tatsächlich besetzt sind, welche Bereiche besonders abhängig von dieser Unterstützung sind und in welchem Umfang Träger kurzfristig oder mittelfristig zusätzliche Kapazitäten schaffen könnten. Da in den kommenden Jahren mehr Plätze gebraucht werden, muss hier dringend Klarheit geschaffen werden, damit junge Menschen auf der Suche nach einem Einsatzplatz nicht im Regen stehen bleiben.

Dabei ist auch wichtig, dass bei der Schaffung neuer Plätze die Qualität der Einsatzstellen gesichert bleibt, damit junge Menschen echte Lern- und Orientierungschancen erhalten und in unterschiedlichen Berufsfeldern wertvolle, prägende Erfahrungen sammeln können.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Welche Freiwilligendienst-Plätze (FSJ, BFD oder vergleichbare Formate) in welchen Einsatzbereichen existieren aktuell bei der Stadt Braunschweig und allen in Frage kommenden Trägern?

2. Welche Nachfrageentwicklung erwartet die Verwaltung für die kommenden Jahre, auch vor dem Hintergrund bundespolitischer Überlegungen zu einem „Gesellschaftsjahr“?

3. Welche konkreten Maßnahmen plant die Verwaltung, um zusätzliche attraktive Einsatzstellen zu schaffen und bestehende zu stärken, um die steigende Nachfrage nach Freiwilligendienst-Plätzen in Braunschweig zu decken?   

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