Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung außerhalb von Sitzungen - 26-28093
Grunddaten
- Betreff:
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Breitbandausbau in Braunschweig - Sachstände zum eigenwirtschaftlichen und geförderten Glasfaser- und Mobilfunkausbau
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung außerhalb von Sitzungen
- Federführend:
- 0800 Stabsstelle Wirtschaft
- Beteiligt:
- 06 Baurecht, Stadtbild, Entsorgung und Wirtschaft; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Leppa
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Mitteilungen außerhalb von Sitzungen
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30.01.2026
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Rat der Stadt Braunschweig
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 111 Hondelage-Volkmarode
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 112 Wabe-Schunter-Beberbach
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 130 Mitte
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 211 Braunschweig-Süd
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Gestoppt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 212 Südstadt-Rautheim-Mascherode
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Gestoppt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 221 Weststadt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 222 Südwest
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 310 Westliches Ringgebiet
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 321 Lehndorf-Watenbüttel
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 322 Nördliche Schunter-/Okeraue
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 330 Nordstadt-Schunteraue
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Sachverhalt
Zum Jahresbeginn informiert die Verwaltung über den aktuellen Stand des eigenwirtschaftlichen und geförderten Glasfaser- und Mobilfunkausbaus in Braunschweig.
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Ausbaustand beim eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau
Wie bereits in den vorherigen Mitteilungen dargelegt, ist aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine stark reduzierte Ausbaubereitschaft der Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzdienstleister (TKU) zu beobachten. Der Fokus vieler TKU richtet sich derzeit auf die Gewinnung weiterer Kundinnen und Kunden, um über Produkt-/Tarifbuchungen eine Refinanzierung der hohen Investitionskosten verlegter Glasfaserleitungen zu erzielen. Trotzdem verdeutlichen die im Folgenden dargestellten Ausführungen der Breitbandkoordinierung, die stetig in engem Austausch mit den am Markt aktiven TKU steht, dass der Eigenausbau in Braunschweigs Stadtteilen fortlaufend - wenn auch mit reduzierter Geschwindigkeit - voranschreitet. Gemeinsam mit dem geförderten „Weiße-Flecken-Ausbau“ sowie den grundsätzlich vollständig erschlossenen Gewerbegebieten liegt die Glasfaserausbauquote zum Jahresende 2025 bei rund 78 %. Der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur weist für Privathaushalte eine Glasfaserverfügbarkeit von 74,2 % aus. Die festgestellte Abweichung ist auf den Datenstand Juni 2025 zurückzuführen, dem außerdem noch geförderte und gewerbliche Gebiete zuzurechnen sind.
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Ausbau der Deutschen Telekom
In den zuletzt erschlossenen Stadtteilen Querum, Gliesmarode, Riddagshausen und Rautheim finden Nach- und Hausanschlussarbeiten statt. Das Gewerbegebiet Rautheim-Nord sowie einzelne Straßenzüge in der Lindenbergsiedlung (ehem. Roselies-Kaserne) sollen im ersten Quartal 2026 – in Abhängigkeit von der Wetterlage – fertiggestellt werden.
Anschließend ist der Ausbau der äußeren Kern-Innenstadt vorgesehen. Die Telekom unterteilt aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch aufgrund der anstehenden Großveranstaltungen „Tag der Niedersachsen“ in 2026 sowie der „Internationalen Hansetage“ in 2027, die Erschließung in zwei Sektoren. Der innere Kern, der die Fußgängerzone zwischen Schützenstraße im Westen und der Münzstraße im Osten sowie Poststraße/Kohlmarkt/Hutfiltern/Damm im Süden und Schild/Marstall im Norden beinhaltetet, könnte nach Aussagen der Telekom ab dem Jahr 2028 Glasfaser erhalten. Die im Bereich der Fußgängerzone verbleibenden rund 20 % der Kern-Innenstadtadressen verfügen über Kupfer- bzw. Koaxial-(Fernseh-)Kabel mit Bandbreiten von bis zu 250 Mbit/s bzw. 1.000 Mbit/s im Download. Bei Einzeladressen bestehen bereits Glasfaseranbindungen.
Weitere Stadtteilausbauten wurden noch nicht angekündigt.
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Ausbau der Deutschen Glasfaser (DG)
Die Deutsche Glasfaser hat bis auf vereinzelte Nach- und Hausanschlussarbeiten den Ausbau im Stadtteil Lamme abgeschlossen.
Die im „Querumer Forst“ und im Stadtteil Timmerlah im Zeitraum September bis Ende November 2025 – gemeinsam mit dem TKU/Provider htp GmbH – stattgefundene Nachfragebündelung, mit dem Ziel einer 33-prozentigen Vorvermarktungsquote, ist positiv verlaufen. Zum weiteren Vorgehen teilt die DG als potenzieller Investor und Netzbetreiber mit, dass nun die Detailprüfung zur Umsetzbarkeit einer neuen Glasfaserinfrastruktur, insbesondere der Baukosten und der Baukapazitäten, erfolgt. Anschließend wird die DG die nächsten Schritte des geplanten Ausbauprozesses bekannt geben.
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Ausbau der Deutschen GigaNetz (DGN)
Die DGN hat entschieden, die Vorvermarktung in den Stadtteilen Völkenrode, Watenbüttel und Veltenhof in das vierte Quartal 2026 zu verschieben. Dieser Schritt erfolgt im Rahmen der Umstrukturierung firmeninterner Prozessabläufe. Derzeit wird den Nachverdichtungen in erschlossenen Bestandsgebieten in anderen Kommunen der Vorrang gegeben.
Aufgrund der angekündigten Verschiebung durch die DGN prüft – auf Initiative der Breitbandkoordinierung – ein weiteres TKU, ob es die vorgenannten Stadtteile einem potenziellen Vollausbau (nach vorheriger Vorvermarktung) unterziehen könnte. Zum Zeitpunkt dieser Mitteilungserstellung lagen noch keine Ergebnisse vor. Sofern dieses TKU ausbauen würde, beabsichtigt die DGN grundsätzlich keine parallele Erschließung (Überbau).
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Ausbau weiterer TKU
Das u. a. auf Weitverkehrs-Glasfasernetze (Backbone) spezialisierte Unternehmen GasLINE baut derzeit zwei Glasfaserferntrassen - beginnend an der Bundesstraße B1 – Nähe Raffturm. Die eine Trasse führt an den Stadtteilen Timmerlah, Weststadt, Broitzem sowie Geitelde vorbei gen Süden. Die zweite Trasse verläuft über die Stadtteile Lamme und Watenbüttel zum Gewerbegebiet Hansestraße-West. Direkte Hausanschlüsse an diese Art von Leitungen sind grundsätzlich nicht möglich, jedoch werden teils Zugangspunkte (Schächte) geschaffen. Über diese könnten weitere TKU aber auch Mobilfunknetzbetreiber für eigenwirtschaftliche Ausbauten Zugänge erlangen, Fasern anmieten und dadurch die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen verbessern.
Darüber hinaus sind der Breitbandkoordinierung weitere TKU bekannt, die eigenwirtschaftliche Glasfasernetzausbauten in Braunschweiger Stadtteilen prüfen. Sobald es hierzu neue Erkenntnisse gibt, wird entsprechend berichtet.
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Allgemeine Bürgerinformationen zum Glasfaserausbau
Die Glasfaser-Kampagne des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) informiert umfassend und anbieterneutral unter dem Motto „Gib dich nicht mit dem Zweitbesten zufrieden. Jetzt zu Glasfaser wechseln.“ über das Thema Glasfaser: https://das-beste-internet.de/. Auch die Braunschweiger Breitbandseiten weisen auf die Kampagne hin.
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Ausbau der Deutschen Telekom
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Geförderter Glasfaserausbau
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„Weiße-Flecken-Förderung“
Aufgrund des Baufortschritts bei den „Weißen Flecken“ (Bandbreiten grundsätzlich < 30 Mbit/s) kann an über 90 % der rund 430 förderfähigen Adressen auf ein Glasfasernetz zugegriffen werden. Circa 75 % der Förderadressaten haben bereits einen kostenlosen Hausanschluss gebucht.
Zum Anschluss der letzten Förderadressen in den Bereichen Bevenroder Straße, Celler Heerstraße, Ebertallee und Wendebrück holt die Telekom ausstehende Genehmigungen ein und beauftragt Spezialfirmen z. B. zur Querung von Autobahn- und Bahntrassen. Der „Weiße-Flecken-Ausbau“ soll planmäßig Mitte 2026 abgeschlossen sein. Anschließend erfolgt das bürokratische Verwendungsnachweisverfahren mit den Fördermittelgebern.
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"Graue-Flecken-Förderung"
Die Stadt Braunschweig verfolgt seit Jahren das Ziel eines flächendeckenden eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus, bei dem die TKU die Investitionen in ihr eigenes Netz tragen. Einem mit Steuermitteln von Bund, Land und der Stadt kofinanzierten geförderten Glasfaserausbau sind, wie bei der "Weiße-Flecken-Förderung", enge Grenzen gesetzt.
Das Braunschweiger Stadtgebiet ist neben den bereits mit Glasfaser direkt bis ins Haus (Fibre To The Building - FTTB) bzw. in die Wohnung (Fibre To The Home - FTTH) versorgten Stadtteilen/Siedlungen in sehr weiten Bereichen mit einem leistungsstarken „HybridFiberCoax“-Kabelnetz (HFC) ausgestattet. Dieses aus Glasfasern (bis zur Verteilerstation) und TV-Kupferkabeln (Koaxialkabel bis ins Haus/in die Wohnung) bestehende Hybridnetz erreicht Downloadraten von bis zu 1.000 Mbit/s. Unabhängig davon, ob ein Hausanschluss an dieses Koaxialnetz bereits besteht oder es in der Straße verlegt ist und lediglich der Teilnehmer-Hausanschluss noch fehlt (so genanntes „homes passed“), sind diese Adressen nicht förderfähig.
Somit könnten, wie bereits in der Mitteilung außerhalb von Sitzungen DS 24-23308 informiert, nach der aktuellen Förderkulisse voraussichtlich bis zu 2.500 / 3.000 Adressen als unterversorgte, „Graue Flecken“ gelten – in Abhängigkeit des eigenwirtschaftlichen Ausbaus. Um diese Zahlen zu verifizieren, plant die Breitbandkoordinierung in 2026 ein Markterkundungsverfahren (MEV) anzustoßen. Im MEV haben die TKU die aktuellen Versorgungsraten bzw. die, die sie in den kommenden 3 Jahren eigenwirtschaftlich ausbauen werden, mitzuteilen. Das MEV ist Voraussetzung für eine Fördermittelantragsstellung. Im Zuge der Haushaltsberatungen 2025/2026 wurden in die Mittelfristplanung zum Haushaltsplan 2027 im Teilhaushalt der Stabsstelle Wirtschaftsdezernat bereits 14,5 Mio. € an Finanzmitteln für einen potenziellen „Graue-Flecken-Ausbau“ aufgenommen. Die Förderquote betrüge nach aktuellem Stand bis zu 75 %.
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„Weiße-Flecken-Förderung“
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Mobilfunkausbau in Braunschweig
Die Mobilfunknetzbetreiber (MNB) 1&1, o2-Telefonica, Telekom und Vodafone sowie deren Mastbetreibergesellschaften und Akquisiteure kommen zwecks Netzoptimierungen und -erweiterungen weiterhin auf die Breitbandkoordinierung zu, um nach geeigneten Standorten auf Dächern sowie auf privaten Freiflächen, aber auch auf städtischen Liegenschaften zu suchen.
Sind konkrete Standorte für geplante Standortaufbauten durch die MNB benannt, werden Stellungnahmen der betroffenen Referate und Fachbereich (Bau-, Umweltschutz-, Stadtgrün-, Sport-, Liegenschafts- und Hochbauverwaltung, Feuerwehr etc.) eingeholt und den anfragenden Unternehmen zur Berücksichtigung übergeben.
Auch zukünftig wird die Breitbandkoordinierung regelmäßig über den Verlauf der Maßnahmen berichten. Es erfolgt eine kontinuierliche Aktualisierung der Informationen und Planungen, welche öffentlich auf den Internetseiten unter www.braunschweig.de/breitbandausbau einsehbar sind.
