Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 25-28009
Grunddaten
- Betreff:
-
Internationale Jugendarbeit - Angebote 2026
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 51 Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
- Verantwortlich:
- Dr. Rentzsch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Vorberatung
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22.01.2026
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Vorberatung
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Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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Entscheidung
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10.02.2026
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Beschlussvorschlag
Im Jahr 2026 werden im Rahmen der Internationalen Jugendarbeit des Fachbereiches Kinder, Jugend und Familie folgende Jugendbegegnungen und Angebote durchgeführt:
- Zwei Jugendbegegnungen mit Omaha (USA), in Omaha und Braunschweig, mit jeweils 12 Teilnehmenden aus Omaha und Braunschweig.
- Bis zu fünf europäisch gegenfinanzierte, niedrigschwellige Jugendbegegnungen in Kooperation mit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Braunschweigs und diversen europäischen Jugend- und Bildungsorganisationen.
- Eine Jugendbegegnung mit Bila Zerkwa (Ukraine) und einer dritten europäischen Jugendorganisation mit jeweils 10 Teilnehmenden.
- Eine Jugendbegegnung mit dem Jugendzentrum Roxy und der polnischen Jugendorganisation „Project Warmia“ mit jeweils 20 Teilnehmenden.
- Ein Fachkräfteaustausch des Jugendbüros zum Thema digitale Beteiligung mit insgesamt 30 Teilnehmenden.
- Drei „DiscoverEU Inklusion“-Fahrten, mit jeweils 10 volljährigen Teilnehmenden.
Sachverhalt
Mit den Partnern in den USA (Omaha) sind zwei Jugendbegegnungen in der konkreten Vorbereitung. Die erste Jugendbegegnung in den USA wird vom 21. März 2026 bis zum 11. April 2026 mit jeweils 12 jungen Menschen durchgeführt. Die Gruppe aus den USA kommt zum Gegenbesuch vom 31. Mai 2026 bis zum 21. Juni 2026 nach Braunschweig. Gefördert wird sie aus dem „Kinder- und Jugendplan des Bundes“.
Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Israel ab. Israel befindet sich weiterhin formell im Kriegszustand. Deshalb können die israelischen Jugendbegegnungen mit Kiryat Tivon und Jerusalem nicht wie in den vorherigen Jahren geplant und durchgeführt werden. Die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit in Form gemeinsamer Jugendbegegnungen und Fachkräfteaustausche wird regelmäßig geprüft.
Die Durchführung internationaler Jugendbegegnungen mit Kasan (Russland) ist weiterhin nicht möglich und bis auf weiteres ausgesetzt.
Die frei gewordenen Ressourcen wurden genutzt, um die Internationale Jugendarbeit in Braunschweig konzeptionell weiterzuentwickeln und europäisch auszurichten.
Neben der bewährten Förderung durch den „Kinder- und Jugendplan des Bundes“ können wir dank der erfolgreichen Akkreditierung der Stadt Braunschweig im EU-Programm „Erasmus+ Jugend“ Jugendbegegnungen und Fachkräfteaustausche mit einer Förderung von bis zu 100 % realisieren. 2025 wurden auf diese Weise sieben Jugendbegegnungen umgesetzt. Für 2026 sind fünf neue, niedrigschwellige Jugendbegegnungen in Planung, jeweils in Zusammenarbeit mit Braunschweiger Jugendzentren, europäischen Jugendorganisationen und dem Jugendbüro bzw. dem Jugendparlament.
Durch diesen neuen Ansatz sprechen wir gezielt auch junge Menschen aus marginalisierten Gruppen an und schaffen so mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Die Maßnahmen erfolgen stets unter dem übergeordneten Ziel der Demokratieförderung und der Friedenssicherung. Sie tragen zur Förderung internationaler und europäischer Solidarität und Zusammenarbeit bei und stärken das Bewusstsein für eine gemeinsame europäische Identität.
Die folgenden Projekte werden durch das EU-Programm „Erasmus+ Jugend“ gegenfinanziert.
In Vorbereitung ist eine trilaterale Jugendbegegnung mit unserer Solidaritätspartnerstadt Bila Zerkwa und einer dritten europäischen Partnerorganisation.
Das Jugendzentrum Roxy wird mit der polnischen Jugendorganisation „Project Warmia“ eine Jugendbegegnungen in Olsztyn durchführen. Vom 23. März 2026 bis zum 29. März 2026 wird in Olsztyn zum Thema Nachhaltigkeit und Resilienz gearbeitet.
In konkreter Vorbereitung ist eine sechstägige Fachkräftebegegnung mit 30 Teilnehmenden im Jugendbüro zum Thema digitale Jugendarbeit, digitale Beteiligung sowie digitale Lehr- und Lernmethoden.
Ebenfalls im Rahmen des EU-Programms „Erasmus+ Jugend“ werden drei „DiscoverEU Inklusion“ Fahrten organisiert, die ebenfalls aus europäischen Fördermitteln zu 100 % gegenfinanziert werden. Benachteiligte junge Menschen mit „geringen Chancen“1 können an je einer Fahrt mit jeweils zehn 18-Jährigen kostenlos teilnehmen. Die jungen Menschen planen ihre Europareise mit dem Zug selbst, werden bei der Planung und Vorbereitung unterstützt und auf der Fahrt organisatorisch begleitet. Geplant sind drei Fahrten in verschiedenen Schulferien, acht Tage in den Osterferien, vier Tage über Himmelfahrt und 12 Tage in den Sommerferien.
Mittel für die Durchführung der Maßnahmen stehen im Entwurf des Haushaltsplans 2026 zur Verfügung. Die Maßnahmen mit Bila Zerkwa stehen im Zusammenhang mit der Vertragsunterzeichnung der Solidaritätspartnerschaft mit Bila Zerkwa am 14. Dezember 2022. Hierzu wurde u. a. vereinbart, dass beide Städte Jugendbegegnungen in Braunschweig durchführen und eine engere Zusammenarbeit der Jugendarbeit anstreben.
Gemäß Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom 9. November 2000 obliegt die Entscheidung über die Durchführung von einzelnen Maßnahmen und die Festsetzung von Teilnahmeentgelten der Verwaltung im Rahmen der hiermit vorgelegten Planung.
1 Vgl. S.10 „Strategie für Inklusion und Vielfalt – Erasmus+ und Europäisches Solidaritätskorps“ (2021): Europäische Kommission - https://erasmus-plus.ec.europa.eu/sites/default/files/2021- 12/implementation-inclusion-diversity_apr21_de.pdf
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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156,5 kB
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